Tödliche Sonne



Originaltitel: Northstar (1986)
Regie: Peter Levin Drehbuch: Daniel Grodnik
Darsteller: Greg Evigan, Deborah Wakeham and Mitch Ryan FSK: unbekannt


'Space Toilet'-Pictures presents...

Was ist das dort am Horizont?! Ist es ein Vogel Strauß? Ist es eine Flugzeugputze?
NEIN! Es ist NORTHSTAR. And he comes to save the day.

Northstar in a Nutshell:
Cameo von Ken Foree. Er ist noch
ca. drei Minuten im Film zu sehen.
Danach kann man den Film ruhig
ausmachen. Er wird nicht besser.
Northstar ist einer der vergessenen Superhelden der Achtziger Jahre. Vergessen, weil sich schon damals keine Sau für ihn interessierte und er ohnehin nur für einen vergurkten TV-Film kreiert wurde.
Nach einer Begegnung im Weltall mit kosmischen Strahlen, kehrt Astronaut Major Jack North mit übernatürlichen Fähigkeiten zurück auf die Erde. Zwar muss er sich vor UV-Strahlung vorsehen, die ihm gelegentlich die Grütze aus der Murmel brennt, doch kann er das Nummernschild eines Wagens aus einer Meile Entfernung lesen, Konversationen vom anderen Ende eines Footballfelds belauschen und unter Wasser die Luft über eine Stunde lang anhalten.
Phantastisch! Berufliche Optionen als Fluglotse, Stasispitzel oder Poolboy schlägt North in den Wind und widmet sich den Ermittlungen eines Mordfalles, bei dem ein Kollege ums Leben kam. Bald schon deckt North ein Komplott auf, dem er selbst zum Opfer fallen soll…

SUPERKRÄFTE GREIFEN MENSCHEN AN!

’Tödliche Sonne’ aka ’Northstar’ ist genau so ereignislos, wie es sich anhört und erinnert fatal an die beiden unterirdischen ’Captain America’-Streifen mit Reb Brown. Hier wie da wird ein potenter Superheld in einen öden Krimiplot gesteckt, mit uninspirierter Action eingedeckt und mit nervtötendem Sülzgelaber (“He is all of us. He is our future.“) belegt. Es herrschen endlose Diskussionen zwischen Charakteren, die selbst dem gutmütigsten Publikum egal sind und Intrigen, bei denen man kein Superheld sein muss, um sie zehn Meilen gegen den Wind riechen zu können. Selbst online findet man kaum Infos zu ’Northstar’ (und da findet man normalerweise jeden Scheiß), aber ich gehe stark davon aus, dass es sich hierbei um den Pilot einer niemals realisierten TV-Serie handelt. Die Laufzeit von knapp 60 Minuten und die Tatsache, dass es keine Serie gibt, bestätigen diese Annahme wohl.

In einem unterhaltsamen B-Movie hätte man dieses Ding zur Nemesis
des Helden gemacht. Bei Northstar ist's nur Anschauungsmaterial.

Im Gegensatz zu David Carradine halte ich Superman für einen der ödesten Comichelden aller Zeiten. Wenn es euch ähnlich geht, dann stellt euch bitte vor, Kal-El würde auch noch seiner außerirdischen Herkunft, seiner amüsanten Nebencharaktere und seiner schurkischen Widersacher beraubt werden und ihr habt ein ungefähres Bild von der Attraktivität des vorliegenden Materials. Yup, es bleibt nur noch ein Typ mit Hornbrille. Man reiche mir eine Kryptonit-Fernbedienung!


Hudson