Night of the Demons


‘Angela's throwing another party...Trick Or Treat, Suckers.’


Originaltitel: Night of the Demons 2 (1994)
Regie: Brian Trenchard-Smith Drehbuch: Joe Augustyn & James Penzi
Darsteller: Cristi Harris, Darin Heames, Robert Jayne FSK: 18


‘Night of the Demons’ = ‘Night of the Demons 2’, nur damit später keine Fragen aufkommen!

Aussie-Filmemacher Brian Trenchard Smith, der mit kultigen Filmen wie ’Der Mann von Hong Kong’, ’Stunt Rock’ und ’Escalation’ seine Karriere begann, war in den 90ern ins Abseits der zweitklassigen Sequel-Regisseure geraten und drehte Direct-to-Video Schund wie diesen hier.

Ach, Kinder, lasst doch den Scheiss!

Die mehr als geschlechtsreifen Schüler eines streng katholischen Internats wollen zu Halloween mal etwas Besonderes veranstalten und begeben sich zur Geisternacht ins spukig abgelegene ’Hull House’, wo vor vielen Jahren einst die Teufel tanzten. Dort angekommen und ein unlustiges Spaß-Ritual veranstaltet, schält sich auch schon Dämonen-Fürstin Angela aus den Mauern, eine gelenkige Goth-Porno-Geist-Biene, die den sexgeilen Jugendlichen auf die eine oder anderen Art richtig einheizt. Wenn ihr jetzt denkt:
’Ohmeingottohmeingottsiewerdenalleindiesemhaussterben!’ könntet ihr nicht falscher liegen. Die Damen und Herren verschwinden nämlich einfach, als es ihnen zu langweilig wird und begeben sich zu einer Death Metal Party auf dem Kloster-Campus (I repeat: Death Metal Party auf dem Kloster-Campus). Dummerweise hat eines der Mädchen Angelas Lippenstift mit aus dem ollen ’Hull House’ genommen und verhilft ihr somit aus den Mauern, die sie bis dato hielten…

Tittengrapschen mal anders!

"Heut nich, Schatz!
Ich hab Kopfschmerzen!"
Hier grapschen nämlich die Titten nach den Tittengrapschern und ich möchte mich auch gleich für die unzüchtige Benutzung des Wortes ’Titten’ entschuldigen. Titten!
Außer letzteren (den Titten, nicht den tittengrapschenden Tittengrapschern!) gibt es noch ein paar nette Effekt-Shots, die allerdings allesamt schon auf der Rückseite der VHS gezeigt werden. Um bei diesen aber erst einmal anzukommen, muss der Zuschauer einiges an langweiligem Humor-Gekröse und vergeblichen Horror-Ansätzen über sich ergehen lassen, sodass das Ausschalten desöfteren die bessere Option zu sein scheint. Lustig sind ein kopfloser Dämon, der seine Omme als Basketball benutzt (“Ohne Hirn, aber mit Augenmaß!“) und eine anfangs spießig daherkommende Lehrer-Nonne, die sich am Ende in den ’Dirty Harry’ dieses Films verwandelt. Einiges Gematsche, reichlich Verstümmelungen (vor allem abbe Köppe) und dämonische Masken sind recht bissfest gezimmert, übrigens von Joel Harlow, der später auch die Gestalten in der ’Fluch der Karibik’- Trilogie maskierte. Das Highlight des Films kommt dann ganz zum Schluss in Form eines wirklich fabelhaft inszenierten Schlangen-Dämons, der viel zu gut für dieses mürbe Filmchen voller DummDumm-Dialoge und breitgewalzter Internats-Klischees ist.

Guildo?

Fazit: Möchte gern ’Evil Dead 2’ sein, ist aber selbst noch von ’Demoni 2’ Welten entfernt. Doofe Story, tolle FX. Blasse Darsteller, dicke Titten. Ying und Yang. Ratz und Rübe. Ihr wisst schon…


Hudson