Ninja Showdown


‘Sie sind zum Töten ausgeblidet und stehen außerhalb aller Gesetze’


Originaltitel: The Ninja Showdown (1987)
Regie: Joseph Lai & Godfrey Ho Drehbuch: Steven Soul
Darsteller: Richard Harrison, Donald Linke & Stevenson Dominic FSK: 18


Oha, ein Ninja-Schnippel-Movie. Das hatte ich schon lange nicht mehr auf dem Schirm.
Hätte ich allerdings gewusst, dass ich in jedem verdammten Review zu diesen Cut & Paste-Filmen aus den Schmieden Filmark und IDF Films & Art Ltd die gleiche Erklärung abtippen muss, hätte ich eine Art Sammel-Link für diese spezielle Form der Filmkunst gefertigt, auf den ich praktischerweise ein jedes Mal verweisen könnte. Aber wer konnte denn auch ahnen, dass die Methode dermaßen schamlos von den Herren Lai, Tang & Ho genutzt werden würde?

Ärgert nicht ihn, den man das 'blutige Hemd' nennt!

Also, auf ein Neues:
Seit einiger Zeit dezimiert der rosa Ninja-Clan die weiße Ninja-Truppe von Meister Gordon (Richard Harrison, wer sonst?), was letzteren dazu zwingt, drastischere Methoden an den Tag zu legen (u. a. einmal mehr seinen berühmt berüchtigten ’NIIIINJAAAAA!’-Schrei in den Äther zu grölen).
Währenddessen, in einem Land, weit, weit entfernt, in einer Story, die nichts, aber auch gar nichts mit den beiden Ninja-Clans zu tun hat, erklärt sich der junge Tony seiner Mutti:

“Ich will ein Ninja werden und da muss man Schmerzen ertragen und darf nicht schreien.”
“Aber Tony, du hast mir versprochen, fleißig zur Schule zu gehen.“
“Das stimmt, Mama. Ich muss dich aber auch beschützen können und wenn ich erst ein Ninja bin, dann können dir die Banditen nichts mehr tun.“

Und so kommt es dann auch. Tony wird erwachsen und lernt bei Meister Gordon das Ninja-Handwerk (denkt euch diesen Teil bitte genau so, wie der Zuschauer ihn sich denken musste). Doch auch jetzt geben die fiesen Banditen unter dem Reislord Jing (Titel von der Redaktion frei erfunden) seines Dorfes keine Ruhe, treiben horrende ’Steuern’ ein, schubsen harmlose Bürger herum und machen sich an Tonys Freundin Sally heran.
Derweil duelliert sich Meister Gordon im Ninja-Wald mit seinem aktuellen Erzfeind (die wechseln ja von Film zu Film), einem bösen Ninja-Meister mit Dackelblick und Segelohren. Als Jing Sally eines Nachts vergewaltigt und Tony zur Tilgung seiner Schulden ein Diebesnest ausmerzen soll, kommt es zum Eklat…. Sagt mal, lest ihr immer noch mit?

ZU SPÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄT

Es ist unglaublich, dass so etwas wie dieser Kappes hier mit dem Titel ’Ninja Showdown’ unters Filmvolk gemischt wird. Im Ernst, was hatten wir im ’Cut & Paste’-Sektor schon alles? Ein Haunted House-Geister Movie, einen Kriegsfilm, eine Gangklitsche, einen Crime-Thriller, eine Zombiekomödie; so weit, so ausreichend amüsant. Doch hier? Ein beschissenes Bauern-Drama?! What the shitfuckin ass… bitch?!

Wieder einmal wurde ein (aus offensichtlichen Gründen) im Archiv vergrabenes Filmchen ausgebuddelt und hier wie da eine handvoll uninspirierte und erstaunlich anti-unterhaltsame Ninja-Szenen eingestreut. Da führt Richard Harrison mit nacktem Oberkörper und obligatorischem NINJA-Stirnband auf einer Wiese plumpe Übungen mit dem Katana vor und lässt im Schneidersitz vor seinen Schülern dümmliche Lehrsprüche von der Lippe fallen, während janz weit draußen Gangster auf Fahrrädern Holzpantoffel tragende Bauernlümmel durch die Pampa verfolgen.

Meanwhile, in another part of the galaxy...
The Usual Shitsticks get it on

Es gibt immer einen Punkt, an dem man eine gewisse Grenze erreicht hat. In Sachen Ninja-Movies aus Hong Kong, die ohne stringenten Plot, dafür aber mit unerträglich ausgelatschter Nebenhandlung und lächerlichen Action-Einlagen aufwarten, habe ich diesen Punkt vor etwa zwei, drei Filmen verpasst und versuche allmählich einen Strich zu ziehen. Drei mal dürft ihr raten, wo dieser Strich gesetzt wird! Ganz recht, Freunde. Sie mögen Ninjas sein und außerhalb aller Gesetze stehen, aber hier ist Schluss mit dem Driss. Das hat kein Trashfan verdient.


Hudson