Ninja the Protector


‘Only a Ninja can defeat a Ninja.’


Originaltitel: Ninja the Protector (1986)
Regie: Godfrey Ho Drehbuch: AAV Creative Unit & Godfrey Ho
Darsteller: Richard Harrison, David Bowles, Warren Chan FSK: 16


Da ist es wieder, das ’IDF Films’-Logo . Eine Frau in weißen Gewändern, die ein hell strahlenendes Objekt gen Himmel streckt, während Musik aus ’Star Wars’ läuft.
’What the Fuck?!’ denkt sich jeder Ninja-Neuling.
’lol-o-mio!’ denken sich alte Lai-Ho und Tang-Hasen.

Richie Harrison weiß: It could happen to you!

Schon geht es weiter mit der Panorama-Montage ’Hong Kong’ wie man sie aus Godfrey Ho hust*Klassikern*hust wie ’Das Frauenlager der Ninja’ kennt (wahrscheinlich ist es sogar die selbe), begleitet von Pop-Tunes die zum Mitklatschen einladen.
Kommen wir zu Handlung (schenkt euch gleich mal einen ein!)
Richard Harrison (Prost!) spielt den Geheimdienst-Agenten Hart (whatever happened to Ninja-Master Gordon?) der mit seiner Truppe aus schwammigen Untergebenen den Geldfälscher Vierauge (der heißt so!) dingfest machen soll. Was Harts Mannschaft nicht weiß: Ihr Chef ist ein Ninja. So weit, so… gut. Aber kei Laischer Ninja-Plot ohne speziell eingefügtes Materiel aus der Archiv-Konserve um auch ja die 80 Minuten voll zu kriegen. Wo normalerweise irgendwelche Ghetto-Kanten, Kriegs-Actioner oder sogar mal ein Geister-Plot dazwischengenäht werden, ist’s hier ein *Trommelwirbel* Softporno-Drama.
In diesem geht es um die zerstrittenen Brüder David und Warren, die jede Menge Bräute flachlegen und dank der Synchronisation auch etwas mit den Geldfälschern zu tun haben…

“Nur ein Ninja kann einen Ninja besiegen.“
“Was ist ein Ninja?“
“Nicht jetzt Andy, ich erzähl’s dir nachher,“

MotorNinja
Also was sich Joseph Lai und Godfrey Ho hierbei wieder gedacht haben mögen… frage nicht nach Sonnenschein!
Da lässt Richard Harrison in Bermuda-Shorts Verdächtige abführen, ein anderer übt auf gestapelten blauen Ziegelsteinen einen Handstand, während er auf ein Foto von Harrison starrt und kurz zuvor wurden wir Zeuge der Pornoversion jener berühmten Strand-Szene aus ’From here to Eternity’.
Wieder einmal ist der eingebaute Patch-Plot für die Katz und hat (als ob das je zur Debatte stand) gar nichts mit dem Ninja-Teil zu tun. Die Darsteller wurden ganz offensichtlich von der Straße geholt (“Du wolle Big Star werde?“), nur Richard Harrison ist irgendwie putzig, wenn er seinen Schranzen erklären will, dass es Ninjas gar nicht gibt.
Die Highlights des Films sind die super-trashigen Action-Szenen (Flammenwerfer-, Shuriken-, Katana-Fights, Flick Flacks im Hausflur, sowie das Finale mit Ninjas on Bikes) und die mit komplett bescheuerten Dialogen überwucherten Versammlungen der Evil Ninjas…

Evil Ninja Leader: “Vier Freunde haben wir verloren. Aber der Ninja-Mythos darf nie untergehen. Als Ninja zu leben heißt, als Ninja zu sterben.“
Evil Ninja Crew im Chor: “Als Ninja zu leben heißt, als Ninja zu sterben.“
Evil Ninja Leader: “Wir sprengen die Fesseln von Zeit und Raum.“

Haste Bock?

Wollen wir mal festhalten, dass mir einige Szenen dieses hochgradigen Schwachsinns das ein ums andere Mal einige recht schmerzhafte Lachkrämpfe bescherten. Von einer Qualitäts-Garantie ist das natürlich so weit entfernt, wie Godfrey Ho von Gottfried John. Ninja-Fans und ganz harte Trash-Brüder dürfen mal einen Blick riskieren.


Hudson