Ninja - In geheimer Mission


‘When desperate men have a dirty job, they don't leave it to amateurs.’


Originaltitel: The Ninja Mission (1984)
Regie: Mats Helge Drehbuch: Matthew Jacobs
Darsteller: Krzysztof Kolberger, Hanna Pola, Bo F. Munthe FSK: 18


Wissta Bescheid, wa?!

Huiiiiiiiiii, skandinavische Ninjas! Das ist mal eine Abwechslung zu den ewig gleichen Hong Kong-Verschnitten.

Zur Story:
CIA-Agent Mason rettet Nadja, die Tochter des Nuklear-Wissenschaftlers Markov gerade so vor einem Anschlag durch den KGB. Markov plant nämlich, seinen Arbeitsplatz in Leningrad aufzugeben und die Forschungsergebnisse den Amis zur Verfügung zu stellen. Während Nadja ihrem Job als Gogo-Tanzmaus/Nachtclub-Sängerin in billigen Dessous nachgeht, schickt Mason eine Spezialeinheit nach Leningrad, um den Professor außer Landes zu schleusen. Doch die Mission scheitert und auch Nadja wird von bösen, bärtigen Russkies aus ihrem Tanzschuppen entführt. Jetzt ist es an Mason und seiner Killertruppe ’Ninja Mission’ die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen…

“Und wer waren diese anderen Kerle? Die Typen in schwarz?“
“Ninja.“
“Ninja?“

Wer auf diesem Suchbild einen Ninja
findet, hat den ersten Schritt zu deren
harter Aufnahmeprüfung bestanden.
Ja, Ninja(s)! Mit Maschinengewehren! Und zwar aus Schweden, dem Land, das für Roxette, Pipi Langstrumpf, Möbel und Kötböllar… ach alles mögliche bekannt ist, aber ganz gewiss nicht für Ninja(s). Doch, kiek an: Auch das könnse!
Das sieht man schon gleich beim schicken Ninja-Silhouetten-Intro, das mit mehr Liebe zum Material gefertigt wurde, als alles vergleichbare, was wir von Filmark oder IDF kennen. Regisseur Mats Helge legt den Schwerpunkt seines höchstwahrscheinlich nicht hochbudgetierten (aber ungemein erfolgreichen) Streifens von vornherein auf fetzige Action aller Art (fiese Stealth-Kills, blutige Shoot Outs, knallgelbe Explosionen und ein granatenstarkes ’Kill ’em all!’-Finale im Heizungskeller) und zieht das (mit Ausnahme eines parallel inszenierten Verwirrspiels, in dem der gekidnappte Professor im Glauben gehalten wird, er wäre gar nicht gekidnappt) auch konkret durch.
Getrübt wird das Vergnügen lediglich dadurch, dass die originaltitelgebende ’Ninja Mission’ erst im Finale so richtig zeigen kann, was sie unter der Haube haben und auch durch ein paar wahrlich uninspiriert chargierende Nebendarsteller. Laut imdb.com wurde die stimmige Synthie-Mucke übrigens auf einem Atari Computer (durfte man das schon Computer nennen?) gefertigt und ein noch unbekannter Jean Claude Van Damme bewarb sich vergeblich um eine Statisten-Rolle. Tja, da hat die Schwedisch-Belgische Freundschaft wohl nicht weit gereicht.

Ursache

Wirkung 1

Wirkung 2

Wirkung 3

Fazit: Schneller, harter, wenn auch nicht allzu cleverer Action-Thriller, der weder an blutigen Tatsachen, noch an Dauerfeuer spart. Krawall in Reinkultur. Ein echter Schwedenhappen und ganz locker besser als 90% aller Ninja-Streifen von Godfrey Ho und Tomas Tang kombiniert.


Hudson