Ninja – The Battalion



Originaltitel: Ninja: The Battalion (1990)
Regie: Godfrey Ho Drehbuch: Hans Coltman
Darsteller: Roger Crawford, Liza Dunwell, Alexander Lou FSK: 16


“12 UHR MITTAGS, CENTRAL PARK! DAS CODEWORT LAUTET BATTALION!“

Also von Voice-Overs haben wir ja alle schon gehört, aber ein Scream-Over war selbst mir neu. Ebenso der Central Park in Hong Kong, aber man lernt bekanntlich nie aus.

Zur ’Story’:
Ken, eine Dude mit Hut, soll 4 gekidnappte Typen (“David Chang, technischer Berater, Ronny Fong, Geheimagent. Georgie Cock, Militär-Experte. Frank Law, Waffenspezialist. Alle vier Männer sind Spezialisten und kennen sich mit bakteriologischer Kriegsführung aus.“) aus Shanghai retten. Unterstützung erhält er dabei von zwei weiteren Typen (ohne Hut, aber mit Disco-Hemd), die ebenso aus einem völlig anderen Film herausgeschnitten zu sein scheinen, wie der Rest der Handlung, die sich aus allerlei Folterei, heißer & flinker Handkanten-Action, weiteren Disco-Hemden, einer weiblichen Killereinheit (’Die Tigerinnen’) und vor allem ’geheimen Handzeichen’ ergibt.

Nein, es sind nicht Gerard Depardieu
und Sho Kosugi in jungen Jahren!

“Wie geht’s?“
“Jajajajajaj!“
“Wie ist das Wetter in Shangai?“
“Jajajajajaj!“

Wenn einem solche Sprachkunst widerfährt,
hat garantiert Tomas Tang was auf dem Herd.

Jawohl, hier haben wir eine weitere Produktion aus dem Hong Kong Hause ’Filmark’ des ’chinesischen Roger Corman’ Tomas Tang, der uns Perlen asiatischen Schmackes, wie ’Counter Destroy’ und ’Demon’s Massacre’ bescherte.

'Against all Odds!'
Regisseur Godfrey Ho, der unter dem Synonym Bruce Lambert bereits den ulkigen Ninja-Murks ’Die Unschlagbaren Supernieten’ inszenierte, mischt erneut alle Zutaten einer ’typischen’ HK-Ninja-Klamotte zusammen (Ninjas, die aus dem Stand auf 3 Meter hohe Bäume springen, rasante KunFu-Manöver und gewagte Dialoge, wie “Ein japanischer Kämpfer ist soviel wert, wie 1000 Chinesen, also töte mich!“), vermengt das Ganze mit neuen Verrücktheiten (horizontal fliegende Ninjas, ein farbiger Afro-Ninja, der einfach gegen alle kämpft & ein Killer-Grasbüschel) und rundet das Ganze mit einem gewaltigen Finale (eine Massenschlacht, in der scheinbar jeder jeden umbringen will) ab.
Das Herz des Films ist nicht etwa ein Plot, eine Figur oder gar eine Thematik, nein hier gibt es nur einen roten Faden: ’Geheime Handzeichen’!
Das fängt beim Treffen zweier Ninjas an, die sich beschuldigen das falsche Handzechen gegeben zu haben, geht über ’Geheime Handzeichen-Duelle’ bis hin zum Tod mit den Worten: “Vergiss niemals das geheime Zeichen.“ (wahlweise auch “Ein glorreicher Ninja-Tod…. uaaargh!“). Verrückt…

"Ohne geheimes Handzeichen läuft hier gar nix!"

Wie ihr seht, bin ich selbst nicht wirklich schlau aus dem Film geworden. Albern irre, auf beste HK-Ninja-Art (siehe ’Ninja Eliminator’) ist ’Geheime Handzeichen – Der Film’ auf jeden Fall und zeigt aufmerksamen Zuschauern sogar eine äußerst energiesparende Schritt-Technik. Leuten mit einer Überdosis an gutem Geschmack würde ich aber eher davon abraten.

Hudson