Necropolis - Die Blutsauger von Manhattan


‘It's the Ghouls night out.’


Originaltitel: Necropolis (1987)
Regie & Drehbuch: Bruce Hickey
Darsteller: LeeAnne Baker, Michael Conte, Jacquie Fitz FSK: 18


Irgendwann in der Vergangenheit:
Bei einem Satans-Ritual will die böse Hexe Eva ihre Schwester opfern und wird dabei vom wilden, wilden Mob gefaßt und schließlich verbrannt.

Chopper Chick
am Gartenzaun
300 Jahre später erwacht sie aus der Asche und wandelt nun als platinblondes Bordsteinluder unter den Lebenden, auf der Suche nach einer neuen Jungfrau, die sie Satanas opfern kann. Dabei flüstert sie den Menschen, die ihr begegnen (meistens Punks) ins Gewissen, kann sie auf diese Art manipulieren und zwingt so Schreibtischhengste in den Selbstmord oder brennt willigen Typen ein Pentagramm auf die Brust. Später legt sie sich mit Nutten an, lässt sich sechs Titten wachsen und von zwei zerfurchten Hackfressen in schwarzen Kutten vögeln. Aus den Brüsten schlabbert übrigens schleimiges Ektoplasma, das sie aus ihren Opfern saugt und das von den Kuttenmonstern … aber lassen wir das.
Währenddessen sind ihr ein paar andere Gestalten auf der Spur (u.a. die Reinkarnation von Evas Schwester und dem Mann der sie einst verbrannte), deren Agenda… ich vergessen hab… die aber gegen Ende Kreuze und Schwerter aus Kastanienzweigen bauen, um gegen Eva und ihre Trashmonster ins Feld zu ziehen…

“Sie werden doch nicht etwa was gegen Sex haben. Ich finde, das ist eine ganz natürliche Angelegenheit.“

Leute, ich kann euch nichts vormachen. Sicherlich habt ihr es schon an der Lustlosigkeit meiner Inhaltsangabe erkannt: Bei ’Necropolis’ hört der Spaß echt auf. Der Film geht gar nicht!

"Was mach ich hier nur
und warum ist dieses
Horn auf den Bildern?"
Talentlose Dampfnasen und abgeschmackte Friseurschlehmihls wippen mit Brust und Haar zum unhörbaren Takt des Unvermögens, labern dumm, kucken dümmer und versprühen den Charme einer schuppigen Flechte auf der Netzhaut. Die Story ist altbacken, quillt durch das schimmelige Drehbuch aber zum lächerlichen Firlefanz, welcher vom Backcover wie folgt beschrieben wird: “Sie tötet auf grausame und fanatische Weise, umgeben von teuflischen Monstern und dunklen Gestalten.“
Aber auf das Backcover kann sowieso geschissen werden, da steht schließlich auch “Super Horror mit wahnsinnigem Sound.“ Super ist hier vor allem die Art, wie Hexe Eva zu Beginn (und nochmal später) den Teufel beschwören will: Mit ’ner locker flockigen GoGo-Dance-Nummer! Dass olle Scheitan da widerstehen konnte, ist mir schleierhaft. Er hätte ruhig mal aus der Hölle kommen, und der blonden Zauber-Uschi den Arsch versohlen können. Da hätten alle Beteiligten mehr von gehabt.
Zu erwähnen wären höchstens noch einige furchtbar amateurhafte Splatter-Einlagen (eine Übertreibung), schmieriges Latex-Gewabbel und ’ne abbe Hand, die zum Fummeln über’s Laken krabbelt. Außerdem…

…ach kein weiteres Wort mehr. Am Ende fühlt sich noch einer berufen, das Ding als Geduldsprobe anzutesten. Lasst euch nicht vom Cover und dem coolen Titel blenden. Finger weg von diesem Film!


Hudson