Mutant Hunt


‘Man has created his ultimate enemy.’


Originaltitel: Mutant Hunt (1987) Regie & Drehbuch: Tim Kincaid
Darsteller: Rick Gianasi, Mary Fahey, Ron Reynaldi FSK: 18


Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe unserer beliebten Rubrik:
Geiles Cover, scheißer Film!

Mjutent Hand
Dr. Z, seines Zeichens Mad Scientist in schwarzer Polster-Space-Kluft, hat mithilfe des Wissenschaftlers Haynes beinahe unzerstörbare Androiden erschaffen, die unter Einfluss einer Euphorie-Droge und unter der Fuchtel der ähnlich spacig gekleideten Lady Domina in Richtung Unterwerfung der Menschheit geschickt werden. Haynes Schwester Darla erkennt die Gefahr und wendet sich an den Supersoldaten Matt Riker, der unverzüglich eine Killerbrigade zusammenstellt, die den Mordmaschinen Einhalt gebieten soll…

“Worum geht’s?”
“Cyborgs.”
“Cyborgs?”
“Mutanten.”

Ja, was auch immer. Mutanten, Cyborgs, Ninjas, alles das selbe, solange sie nur von Charles Band produziert und von Tim Kincaid durch das Ghetto gescheucht werden, wie besoffene Zombie-Choleriker im Look diverser 80er Jahre Synthie Popper. Torkelnd nach knutschenden Passanten hauen, schmelzend ihr Endo-Skelett vor jedem unglücklichen Spaziergänger entblößen und grunzend den Tor Johnson-Gedächtnis Prank-Move am Schmalzlockenpapagallo üben, der uns hier als Hauptdarsteller verkauft wird.

Reise nach Jerusalem verkackt
Derselbe dürfte Fachkundigen übrigens noch als ’Sgt Kabukiman NYPD’ aus dem gleichnamigen Troma Trasher bekannt sein, wo er auch mehr zu tun hatte, als dümmlich im Neonlicht zu posen. Aber hey, es ist nicht alles abgeschmackt bei ’Mutant Hunt’!
Endlich mal ein Held, der den Mord an seiner Freundin mit den Worten “Easy Come, Easy Go“ kommentiert, endlich Cyborgs die ihre Gliedmaßen meterweit strecken und das Fundament ganzer Brückenpfeiler mit der blanken Faust zertrümmern können, endlich mal keine doofen angefertigten Kulissen, sondern tatsächlich erbaute, verlassene Straßenzüge urbaner Ghettos, in denen selbst Asoziale, Penner und Gangs nicht mehr abhängen wollen. Endlich Schluss?
Nein, denn auch wenn es um Effekte (Schmelz-Visagen und glibbrige Robo-Skelette), Action (Pranken, Pranken, Pranken und immer an den Gegner lehnen!), Schauspiel (The Joey Tribiani School of Acting) und Musik (Brummen) geht, behält ’Mutant Hunt’ seinen Standard der grottigen Unterdurchschnittlichkeit bei.

Anti-Schulterzuck-Konditionierung

Fazit: Hier haben wir es mit dem extrabilligen Plagiat derer von ’Blade Runner’ zu tun, einem Toilet Paper Cut von einem Film, der gerne im Schatten des ’Terminators’ funkeln würde, jedoch selbst im Schein billigen Genre-Schrotts a la ’Vindicator’ mit 88 Mark Sachschaden verglüht. Der Letzte macht das Licht aus!


Hudson