Moontrap


‘For fourteen thousand years... It waited.’


Originaltitel: Moontrap (1989)
Regie: Robert Dyke Drehbuch: Tex Ragsdale
Darsteller: Walter Koenig, Bruce Campbell, Leigh Lombardi FSK: 12


“That’s one small step for me, one giant leap for mankind.”
Was es mit diesem Spruch auf sich hat, wissen wir alle. Was wir nicht wissen, ist, dass Neil Armstrong während seiner Mondlandung von einem Killerroboter beobachtet wurde.

Die Kantine ist geschlossen...
Knapp 20 Jahre später finden die beiden Astronauten Grant und Tanner auf einem Rundflug im Space-Shuttle ein verlassenes UFO, das in der Erdumlaufbahn herumoxidiert. Mal eben mit dem Jetpack rübergedüst sammelt Grant einen seltsamen Behälter und eine zufällig vorbeifliegende Dörrfleisch-Mumie ein, die laut den Experten auf der Erde vor 14.000 Jahren schon auf dem Mond war. Dummerweise entpuppt sich das von Grant mitgebrachte Gefäß als künstliche Intelligenz mit Killerdrang, baut sich selbst zum Roboter um und richtet auf der Basis ein mörderisches Durcheinander an. Nachdem die Situation mittels Handfeuerwaffen geklärt wurde, ist die Regierung plötzlich sehr interessiert an dem Ursprung des Wesens und schickt Grant und Tanner auf den Mond. Auf der gelben Scheibe angekommen entdecken die beiden Männer eine uralte Tempelbaracke und finden dort Ripley, letzte Überlebende der Nostromo… nee, Moment, falsch: Mera, letzte Überlebende von… nein, wovon wurde nicht geklärt. Jedenfalls spricht sie nicht, zieht sich später aber das Oberteil aus, obwohl ’Moontrap’ eigentlich gar nicht die Art von Film ist…

...nur die Küchenfrau hat's
immer noch nicht gerafft!
… sondern eine dröge Science-Fiction-Scholle, die lustlos durch den Orbit gurkt und der es an vielem fehlt, vor allem aber am nötigen Kleingeld. Die Ausstattung ist unter aller Sau. Raumschiffe aus dem Metallbaukasten, Roboter aus der Lego-Technik-Abteilung und eine Mondoberfläche aus dem Blaulicht-Sandkasten. Zwar gibt es hier und da mal etwas baller-Action und Robo-Schocks a la ’Saturn City’, doch die Story ist an allen Ecken und Enden herbeigeklaut und die Musik einfach grot-ten-schlecht. Das Gedüdel und Gefiedel schlägt dem Fass vor allem deshalb den Boden aus, weil ’Moontrap’ bei allem ’Invasion der Mond-Roboter’-Unsinn auch noch gerade der Space-Actioner ist, der wissenschaftlich korrekt keinerlei Sound-Effekte im luftleeren Raum erlaubt.
Als Hauptdarsteller engagierte man ’Star Treks’ Vorzeige-Russe Walter Koenig, während Bruce Campbell hier die zweite Geige spielen musste. Andersrum wär vielleicht noch ein Schu-bi-du draus geworden. Dann hätte BC auch nicht einen solch nichtssagenden Charakter spielen müssen, etwas, das ’Pavel Chekov’ viel besser kann. Aber einen guten Film hätte das nicht aus ’Moontrap’ gemacht.

“Wir befinden uns in einem Zeremoniensaal. Der Ort wirkt feierlich!“

Tobe Hooper hat angerufen, er will das Skelett zurück...

Dann, Party on! Aber nicht mit ’Mooncrap’, der bei ’Alien’, ’Terminator’ und Mutters Sandkucken klaut, nur weil der Mann im Mond keine eigenen Ideen hatte. Dafür, dass Bruce Campbell hier verschenkt wurde gibt’s noch ’nen Extra-Flunsch. Hinfort… Hinfort!


Hudson