Der Monster-Hai


‘Wave goodbye...’


Originaltitel: Shark: Rosso nell'oceano (1984) Regie: Lamberto Bava
Drehbuch: Lamberto Bava, Gianfranco Clerici, Luigi Cozzi,
Sergio Martino, Hervé Piccini & Dardano Sacchetti
Darsteller: Michael Sopkiw, Valentine Monnier, Gianni Garko FSK: 16


Wenn man bedenkt, dass sechs Drehbuchautoren (unter ihnen Luigi Cozzi und Sergio Martino) gebraucht wurden, um die Story dieses Seemonster-Schwachsinns zusammenzuschustern, verwundert es nicht, dass die italienische Genre-Filmindustrie irgendwann den Bach herunterging:

Das weiße ist der Hai, nech?

Vor der Küste Floridas häufen sich greuliche Attacken auf Taucher, Seeläute und deren Boote. Die Bissspuren lassen auf keine bekannte Art schließen und bald sind allerlei Wissenschaftler aus dem Häuschen und auf der Jagd nach dem Biest, während sie selbst im Visier eines Killers sind, der für die Verantworlichen der Monstergrütze unliebsame Personen eliminiert…

Nehmt euch doch'n Hotelzimmer.

Obwohl die eigentlichen ’Verantwortlichen der Monstergrütze’ ja wie gesagt die Autoren und Regisseur Lamberto Bava (’Damoni’) sind, die sich mit ’Der Monster-Hai’ wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerten.
Ein ’lebendes Fossil’, von gewissenlosen Wissenschaftlern kreiert, frisst sich durch die Paddel-Population . Das gab’s so oder so ähnlich ja schon mahrfach, auch wenn man dem Streifen hier das ’Jaws’-Verschnitt-Siegel nicht vorbehaltlos aufdrücken kann.
Schließlich gibt’s ja auch noch einen Thriller-Subplot (wie bei ’Barracuda’) und Tentakel-Action (wie bei ’Polyp’) und Mutations-Kladderadatsch wie bei… well, you get the idea. Am Rande der Cast befinden sich Gianni Garko (’Graf Dracula beißt jetzt in Oberbayern’) und William Berger (’Herkules’), zentral sind aber nur No-Name-Faces zu sehen, die sich darstellerisch keinen Bruch heben.
Gefallen kann hier nur das Titelmonster; eine Bestie aus Hai-, Schildkröten- und Krakenteilen zusammengeschraubt, bei dem auch mal von innen aus dem Maul gefilmt werden kann und das ordentliches Unheil bei seinen Opfern anrichtet (Auf sowas steh’ ich einfach. Ähnliche Kreaturen hab ich schon als Kind ins Matheheft gemalt;).

Kautschuk-Stress & Klappmaul-Terror

Fazit: Grapschignarf das Gummimonster vs. Italo-Scientist-Groupies in Shorts, kredenzt in einer Bouillon aus Salzwasser, Geseier und Synthiezisern. Da kann man nicht viel falsch machen. Und damit meine ich: Einfach ausschalten.


Hudson