Monster Dog


‘The fear... the terror... the nightmare...
they will never forget it!’


Originaltitel: Leviatán (1984) Regie & Drehbuch: Claudio Fragasso
Darsteller: Alice Cooper, Victoria Vera, Carlos Santurio FSK: 18


Alice Cooper taucht immer mal wieder in Spielfilmen auf, beispielsweise als Freddy Kruegers Papa in ’Nightmare 6’, in John Carpenters ’Fürsten der Dunkelheit’ oder sogar bei den Beatles in ’Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band’, jeweils mit qualitativ unterschiedlichen Resultaten. 1984 überließ ihm der italienische Trash-Zampano Claudio Fragasso (’Troll 2’, bitches!) schließlich die Hauptrolle für sein neuestes Machwerk ’Monster Dog’.

Schools Out!

Cooper spielt hier passenderweise einen Rockstar namens Vincent Raven (die Zeit ist zu schnelllebig, als dass morgen noch jemand an dieser Stelle über einen Uri Geller-Witz lachen würde), der nach 20 Jahren mitsamt Entourage in sein Heimatkaff zurückkehrt, um ausgerechnet dort seinen neuen Videoclip aufzunehmen.
Die Richtung stimmt schon, denn wie bereits damals, zur Zeit des mysteriösen und nicht weniger gewaltsamen Todes seines Vaters, gehen merkwürdige Dinge in der Gegend vor sich. Einige Einwohner wurden kürzlich von wilden Hunden angefallen und die örtliche Version des allseits beliebten ’Crazy Ralph’-Charakters, begrüßt die Truppe mit den unsterblichen Worten “Ihr hättet niemals herkommen sollen. Ihr werdet alle sterben.“
Als sich bald darauf die Zahl der Toten häuft, Vincents Freundin Angela verschwindet und der Sänger einer möglichen Identitätskrise mit Werwolf-Geschmack zum Opfer fällt, werden die einheimischen Rednecks (die auch damals schon Vincents Vater töteten) ungehalten und greifen zu den Flinten…

… und HUNDE GREIFEN MENSCHEN AN!

Ganz recht, Freunde. Allerlei los, bei ’Monster Dog’: Knuffiger Hunde-Terror, garstige Monster-Attacken, Nebelmaschinen auf Hochtouren, schießwütige Rednecks, hysterische Weiber und Alice fuckin’ Cooper mittendrin, gerne auch mal als tuntig geschminkter Säuselfritze im Videodreh.
Spaß beiseite, Cooper schlägt sich ganz gut, während seine Co-Stars nur schmückendes Beiwerk sind und einer nach dem anderen den lokalen Widrigkeiten zum Opfer fallen.
Während die Traumszenen und Auftritte des blutüberströmten Boten aus dem Reich der Toten reichlich überstrapaziert werden, machen das Intro und Outro-Video zu Alices Song ’Identity Crisis’ (in denen der Meister sich selbst als James Bond, Billy the Kid, Sherlock Holmes und Jack the Ripper zeigt), sowie eine finale Gummikasper-Mutations-Szene und die stimmige Musik von Grupo Dichotomy (das kann unmöglich sein echter Name sein) richtig Laune.

Hands off, I'm a Rockstar!

Bleibt also eine durchschnittlich gefertigte Werfwolf/Tierhorror-Mische mit einem Hauch stimmiger Atmo und genügend Stoff, um die Langweile fern zu halten. Für einen Fragasso-Streifen aber erstaunlich selten trashig!


Hudson