Monster Busters


"You know who to call when you have ghosts but who do you call when you have monsters?"


Originaltitel: The Monster Squad (1987) Regie: Fred Dekker
Drehhbuch: Shane Black & Fred Dekker
Darsteller: Andrew Gower, Stephen Macht, Tom Noonan FSK: 16


Wenn im Vorspann geheimnisvoll von den Mächten der Finsternis, Transylvanien und Van Helsing gesäuselt wird, eine Fledermaus zum Grafen Dracula mutiert und ein magisches Portal beschworen wird, das alles nahestehende hineinschlonzt, wissen wir: Es ist Camp-Time, Baby!

Wir springen nach vorne in der Zeit, aber nicht sehr weit, schließlich sind’s erst die 80er. In einer kleinen amerikansichen Vorstadt lebt ein Haufen rotznasiger Kids, die von Monstern begeistert sind und sich ansonsten mit den typischen Kids-Problemen herumschagen müssen (olle Lehrerin, spießiger Direktor, böse Schulhof-Bullys).

Oh, the Horror!
Derweil erwacht in einem Flugzeug, das Särge transportiert, der Herr Dracula (Duncan Regehr) aus Szene 1 und flattert in Fledermausform hinab, in die Nachbarschaft der Jungs (passenderweise ein schaurig, modriges Sumpfgebiet).
Der Anführer der kleinen Truppe, Sean, hat nur einen Wunsch: Mit Vattern ins örtliche Kino, und sich den neuestesn Horrorfilm anschauen. Daraus wird leider nix, denn Papa ist Polizist und muss auf’s Revier, weil sich da gerade einer in ’nen Werwolf verwandelt. Solche Ereignisse häufen sich bald in der Nachbarschaft. Eine Mumie verschwindet aus dem Museum und bald finden sich auch der Schrecken vom Amazonas und Good Ole Frankensteins Monster (Tom Noonan) im Moor des Vampirfürsten ein. Dieser will nichts geringeres, als seine alleinige Schreckensherrschaft über die Welt. Als Sean von den seltsamen Begebenheiten Wind beokmmt, gründet er das Monster Squad, um den Unwesen die Stirn zu bieten und Dracula ein für alle Mal den Garaus zu machen.

Hurra, hurra, die ’Monster Busters’ sind da.

It came from from
beneath the
Wasserspiegel!
So jedenfalls denkt man während der ersten Hälfte dieses Kiddie-Grusel Abenteuers (mit unnötig hoher FSK 16), das am besten als ’Goonies meet Abott & Costello vs Dracula’ beschrieben werden kann. Leider gibt es ab der Mitte des Spektakels einige, nicht unerhebliche Einbußen in Sachen Spaß und Spannung. Dabei waren die Vorraussetzungen für ein komplettes Vergnügen doch eindeutig vorhanden. Peter Hyams (’Das Relikt’) und Rob Cohen (’Dragonheart’) produzierten, auf dem Regiestuhl saß Fred Dekker, der mit ’House’ und ’Nacht der Creeps’ schon zwei unterhaltsame Spass-Horrorfilme abgeliefert hatte und das Skript verfasste kein geringerer als Mr. ’Lethal Weapon’ himself, Shane Black (’Kiss Kiss, Bang Bang’). Letzterem haben wir dann auch wunderbare Dialogperlen, wie der folgenden zu verdanken:
„Es geht doch nur um einen Typ mit einer Axt…sag mal, ist der nicht in Folge 11 umgekommen?“ „Natürlich aber er steht von den Toten auf.“ „Er steht von den Toten auf? Das wievielte Mal ist das jetzt eigentlich? Würde man ihn in einen Mixer stecken und seine Einzelteile nach Norwegen schicken, würde er trotzdem wieder von den Toten auferstehen!“ „Das war in Folge 7!“
Trotz des eindeutigen Potentials ist, wie schon erwähnt, nach der Hälfte der Saft raus, und vergeblich sucht man nach weiteren guten Einfällen und gerade noch gelobten Dialogen.
Die Kids scheinen Spass an der Sache zu haben, die erwachsenen Schauspieler nicht weniger, bis auf den Dracula Darsteller, dessen Vorstellung mehr als dürftig ist.
Die Monster-Effekte sind eher billig, passen aber, genau wie der käsige Soundtrack, zur Stimmung des Films. Ansonsten gibt es Standard-Huibuh, die üblichen Montagen (beispielsweise bei der Einrichtung des M.S. Hauptquartiers, wieder mal musikalisch mit einem 80’er Discobrett unterlegt) und das obligatorisch rührselige Finale.

"Ey, Fleischwurst! Heute schon genickt?"

So bleibt ’Monster Busters’ letztlich ein harmloser Spaß für Kids, der gut beginnt, dann aber mittelmäßig weiterplätschert. Schade eigentlich…

Nool