Metamorphosis


‘It came from another world...’


Originaltitel: Metamorphosis: The Alien Factor (1990)
Regie & Drehbuch: Glenn Takakjian
Darsteller: Matt Kulis, Patrick Barnes, Tara Leigh FSK: 18


“Uns wurden Gewebeproben gegeben. Aliengewebeproben.“
“Alien?“
“Ja, Alien.“

Jaha, Alien. Und was passiert, wenn man solcherlei Glibberkram unvorsichtigen Wissenschaftlern in die unegalen Finger gibt? Genau, der Titel deutet’s schon an.

Kermit aus der Mikrowelle
Aber, bevor es zur ’Metamorphose’ kommt, werden dem armen Dr. Foster die Fingerchen von einer mittlerweile entstandenen Trashkröte bösartig angeknabbert. (Da muss natürlich ersteinmal eine Flasche mit Säure drüber geschüttet werden. Das machen Freunde von mir auch immer, wenn ihnen in die Hand gebissen wurde!). Bald liegt der ärmste im Isolierbettchen und verwandelt sich allmählich in eine ungesund ausschauende Mutationsmasse, die Zahnfleischknäuel ausspuckt. Durch andauerndes Rumgestocher von Seiten der Kollegen Dr. Stein und Dr. Kane wird die Situation natürlich auch nicht verbessert und bald kommt es zum glibbrigen Supergau. Die Metamorphose ist vollzogen. Es ist angerichtet…

Und zwar äußerst unappetitlich!
Die tollen Mutations-Ekel-Effekte mit ihren schießenden und flatternden Tentakeln, dem geifernden zahnbewährten Maulmonster und weiteren herrlich widerlichen Finessen (zum Beispiel die irren Minimonster oder die Zahnegel. Great Stuff!) sind die Highlights des Films und wurden augenscheinlich von John Carpenters Creature-Knaller ’The Thing’ (bzw. von Rob Bottins ) inspiriert.

Der Führer-Witz
schlägt wieder zu.
Schade, dass da weder die Schauspieler (und vor allem deren seltsame Charaktere… bis auf den schwarzen Typ mit Uzi und dem Faible für Frauenprügel), noch die Story mithalten können. Letztere wird zuerst während einer Aufsichtsratssitzung in der Rückblende erzählt. Nach der Hälfte wechseln dann plötzlich die Protagonisten und das Publikum muss einer quäkenden Jungblondine dabei zuschauen, wie sie in der Forschungsstation nach ihrem Vater sucht. Davon abgesehen, dass es keinen konsequenten Haupthandlungsstrang gibt, ist dieser Wechsel auch nicht besonders spannend.
Die deutsche Synchro (“Es ist ernst, Elliot. Ein Mutant hat ihn gebissen.“) ist so lächerlich, wie sie unprofessionell ist, aber das ist ok, da sie in gewissen Situationen auch für herzhafte Lacher sorgt (zum Beispiel als zwei Wissenschaftler in Gegenwart der Versuchsobjekte rumknutschen: “Bitte Michael, nicht vor diesem Viehzeug!“ oder als sich das Mutationsopfer komplett verformt: “Nancy, ich glaube da braut sich was zusammen!“)

Oralverkehr mal anders rum

’Metamorphosis’ ist einer der besseren schlechten Mutations-Monster-Movies. Gute FX, eine nette Atmosphäre und die wohltuende Prise Träsch wissen den Film vor dem Untergang durch schlechte Darsteller und eine uninteressante Handlung zu bewahren.
Bloß gut, dass es nicht schon wieder eine Raumstation war!


Hudson