Mandroid


‘Man and machine are one...’


Originaltitel: Mandroid (1993)
Regie: Jack Ersgard Drehbuch: Jack Ersgard & Earl Kenton
Darsteller: Brian Cousins, Jane Caldwell, Michael Della Femina FSK: 18


1993, irgendwo im tiefsten Rumänien, wo alte Mumen nie ohne Hühner Zug fahren:

Der Bukarester Fenstersturz
Wissenschaftler Zimmer entdeckt einen Kristall namens ’Supercon’, mit dessen Hilfe speziell entwickelte Maschinen über eine Art Vollkörper-Joystick kontrolliert werden können. Sein Kollege Dr. Ivan Drago (pfffff) hat den dazu passenden Maschinen-Körper, den Mandroid entwickelt. Nachdem der große Wurf gelungen, teilt Doc Drago allerdings nicht Zimmers Meinung, man solle das Projekt in die Hände der Vereinigten Staaten übergeben, sondern will es lieber gewinnbringend an das Militär verschachern. Als er versucht, das ’Supercon’ zu stehlen, gerät er mit einer toxischen Substanz in Berührung und ist ziemlich ins Gesicht gefickt. Zum Mutanten entstellt, lässt er sich in einer bäuerlichen Ruine nieder und heuert einen stummen Penner als Gehilfen an, der ihm einen Gesichtschirurgen, eine Kiste voller Handgranaten und einen Imkerhut (weil schlechter Gesichtschirurg) besorgt. Währenddessen nutzen Dr. Zimmer, seine Tochter und ein paar CIA-Fuzzis den Mandroid, um ein paar Pilze aus einer Höhlenwand zu kloppen. (Entschuldigung, aber ich erzähle hier wirklich nur, was im Film passiert). Genosse Drago hat andere Pläne. Es gelingt ihm schließlich den RoboKopp zu stehlen und ihn für seine Zwecke auszunutzen…

“Sie werden merken, dass ihre Tätigkeit mit dem Mandroid ihre geistige Energie ausknockt.“

Da ist was dran.

Schlauch-Droid mit
Kirschgeschmack
Mal wieder ’Full Moon’-Schrott und beim Blick auf’s Cover hätt’ mer’s schon ahnen können. Gedreht wurde in einer osteuropäischen Dorf-Landschaft, voll mit passendem Lokalkolorit (Ruinen, Müllhalden, Dreck) und billiger Ausstattung (Featuring als ein Krankenwagen: Alter Barkas, auf dessen Rückfenster zwei rote Kreuze mit Wachsmalstiften raufgekrakelt wurden). Bösewicht Ivan Drago (harhar) wird vom polnischen Darsteller Curt Lowens (’Necronomicon’) mit einer an Lugosi erinnernden Vehemenz als böse Mixtur von ’Darkman’ und dem ’Elefantenmenschen’ gespielt (später trägt er sogar eine Stahlmaske). Die übrigen Darstellungen rangieren zwischen ’erträglich’ und ’überschaubar’.
Echtes Ramba Zamba setzt erst gegen Ende ein, als die Helden mit Hilfe rumänischer Militär-Truppen gegen Mandroid und seinen neuen Meister ins Gefecht stürmen. Für etwas, das sich Actionfilm schimpft, ist das viel zu spät und viel zu spärlich.
Wie es Charles Band und Regisseur Jack Ersgard gelingt, in der allerletzten Szene tatsächlich noch ein paar Titten auszupacken, ist aber schon bewundernswert.

Ost-Europäisches Mützen-Kommando

’Man + Android = Mandroid’ mag schon sein, aber ’Full + Moon = Fun’ stimmt leider viel zu selten. Voll müssen auf jeden Fall die Bierkästen derer sein, die billige Action-Unterhaltung wie diese verdrücken wollen. Ich empfehle dazu ein abgeschaltetes Gehirn oder es ganz sein zu lassen.


Hudson