Arsène Lupin



Originaltitel: Arsène Lupin (2004) Regie: Jean-Paul Salomé
Drehbuch: Jean-Paul Salomé, Laurent Vachaud
Darsteller: Romain Duris, Kristin Scott Thomas, Pascal Greggory FSK: 12


Es gibt Filme, die lassen sich schlecht mit ein paar Sätzen wiedergeben. Dazu gehört auch Jean-Paul Salomés ’Arsène Lupin’. Aber wen wundert das bei einer 18 Bände umfassenden Romanvorlage? Da kann man als Zuschauer schon mal den Überblick verlieren. Daran sollten wir uns aber nicht stören. Es gilt einfach, einzutauchen und sich mitreißen zu lassen vom Prunk und Glamour des Fin de Siècle und von den Abenteuern des charismatischen Gentleman-Gauners Arsène Lupin.

Geld stinkt nicht,
die Zigarre schon!
Dieser verdient sich seine Brötchen, indem er wohlhabende Damen auf äußerst charmante Art und Weise ihres Schmuckes entledigt.
Eines Nachts macht er die Bekanntschaft einer geheimnisvollen Frau, der ewig jungen Gräfin Joséphine de Cagliostro und ist sofort verzaubert von ihrem Stolz und ihrer Schönheit. Sie gehört einer geheimnisvollen Verbindung an, welche auf der Suche nach dem verlorenen Schatz der französischen Könige ist und dabei nichteinmal vor Mord zurückschreckt. Zwischen diesem Orden und dem tragischen Tod von Lupins Vater vor vielen Jahren scheint eine rätselhafte Verbindung zu bestehen.
Getrieben von der Liebe zur schönen Gräfin und dem Hass auf die vermeintlichen Mörder seines Vaters macht sich auch Lupin auf die große Schatzsuche.
Es entspinnt sich eine aufregende, amüsante und phantastische Geschichte, die so voll von Ereignissen ist, dass sie uns des öfteren ein verwirrtes Stirnrunzeln entlockt und uns in Staunen versetzt. Die Handlung überschlägt sich in waghalsigen Stunts, spektakulären Explosionen und artistischen Degenduellen und lässt uns nur selten einen Moment zur Ruhe kommen.

Lupin-Darsteller Romain Duris (bekannt aus ’L’ Auberge espagnole’) überzeugt mit viel Witz und Charme in der Rolle des gutaussehenden Meisterdiebes, Kristin Scott Thomas (’Der englische Patient’) ist eine schöne, würdevolle und unnahbare Gräfin und auch die übrigen Darsteller (u.a. Eva Green) geben dem Film eine ganz besondere Qualität.

"Tut mir leid. Nur mit Maske und aufgeklebtem Bart!"


’Arsène Lupin’ ist ein Abenteuerfilm aus einer Zeit, in der an Indiana Jones noch gar nicht zu denken war, einer Zeit in der Maskenbälle veranstaltet wurden und Damen kleine goldene Dolche am Strumpfband trugen.
Opulente Sets und Kostüme, herrliche Landschaftsaufnahmen und wunderbare Musik versetzen uns in diese längst vergangene Epoche und wir werden entführt in eine Welt voll großer Gefühle, düsterer Geheimnisse und phantastischer Begebenheiten.
Und wenn wir aufhören, alles verstehen und nachvollziehen zu wollen und uns einfach von der Atmosphäre des Films verzaubern lassen, dann wird ’Arsène Lupin’ ein wirklicher Filmgenuss sein.

Leone