Lifepod


’Universum des Grauens’


Originaltitel: Lifepod (1993) Regie: Ron Silver
Drehbuch: Jay Roach, Harry Sylvester, Alfred Hitchcock & Pen Densham
Darsteller: Robert Loggia, Stan Shaw, Adam Storke FSK: 16


Weihnachten im All. Stiller war die Stille nacht wahrscheinlich nie.
Auf einem Space-Cruiser (man stelle sich hier ’Love Boat in Space’ vor) wird immerhin fröhlich gefeiert, bis es zum Supergau durch Sabotage kommt.
Nur eine eizige Rettungskapsel mit acht Menschen schafft es, den Raumkreuzer zu verlassen. Alleine im All, fern jeder Hilfe, mit immer knapper werdenden Lebensmittel- und Sauerstoff-Reserven wird die räumlich beschränkte Kapsel bald zum Herd von Verdächtigungen. Jeder der acht hätte ein Motiv gehabt, das Schiff zu sabotieren…

"Ladys & Gents. Ich präsentiere:
Den Soljanka-Maker 2000!"

Das Regiedebut (dabei blieb’s dann auch) von Ron Silver (’Blue Steel’), der hier auch in einer Nebenrolle als blinder Passagier (no pun intended!) zu sehen ist, ist ein Remake des Hitchcock-Klassikers ’Lifeboat’ und hat dank CCH Pounder (’Im Körper des Feindes’), Robert Loggia (’Scarface’), Stan Shaw (’Monster Busters’) und Adam Storke (’The Stand’) auch einige, dem Publikum bekannte Gesichter zu bieten. Außerdem, so wurde ich jedenfalls vom Herrn Admin informiert, spielt Cork ’Poochie’ Hubbert in ’Lifepod’ mit. Zwar habe ich ihn persönlich nicht erkannt, er wird aber sicher einen der kleinwüchsigen Toolies (ein meines Erachtens reichlich geschmackloser Ausdruck für Mini-Techs) verkörpert haben, bestimmt aber nicht den, der aussah wie Sky Dumont.
Die Story selbst ist weder allzu spannend, noch völlig langweilig. Die beklemmende Enge der Rettungskapsel wird von Silver gut umgesetzt, der Twist im letzten Drittel ist nicht allzu überraschend, bringt aber noch ein letztes Mal Schwung in die eingefahrene Situation.

"Sir, wir haben die Sonne gefangen
und benutzen sie als Treibstoff!"

Fazit: ’Lifepod’ schwebt mit seiner (für TV-Standards) netten Optik zwischen der interessanter Grundidee und luftleeren Spannungslöchern hin und her. Da will der Daumen weder nach oben, noch nach unten gehen.

Nool