Leprechaun 5 - In the Hood


‘Lep in the Hood, come to do no good!’


Originaltitel: Leprechaun in the Hood (2000) Regie: Rob Spera
Drehbuch: Doug Hall, Jon Huffman, Mark Jones, Alan Reynolds, Rob Spera & William Wells Darsteller: Warwick Davis, Ice-T, Coolio FSK: 16


Da isser wieder! Der irische Killerzwerg mit dem dämlichen Hut und den sexy Ringelsocken. Nachdem er Jennifer Aniston, Hollywood, Las Vegas und das Weltall belästigt hat, gab es nur noch eine Station für unseren kleinen grünen Freund: Das Ghetto (in Randgruppenfachkreisen auch ’Da Hood’ genannt).

Oh, bitte...
Hier macht er gleich zu Beginn die Bekanntschaft eines gierigen Pimps (fachgerecht von Ice T mit Super-Afro und Plateau-Schuhen dargestellt), dem es tatsächlich gelingt, den Gnom gefangen zu nehmen und sich aus dessen Gold-Eintopf ein fettes Leben als Gangsta-Platten-Produzent ’Mack Daddy’ zu schustern.
Jahre später ist der Mann die Anlaufstelle schlechthin für alle Kids aus dem Ghetto, die es als Rapper schaffen wollen. Auch Postmaster P. Stray Bullet und Butch, drei Boys from da Hood wollen den großen Durchbruch schaffen. In Las Vegas wartet schon eine Talentshow, die nur noch finanziert werden muss. Dummerweise hält Mack Daddy gar nichts von ihrer friedfertigen Message, die dem Image seiner Gangsta-Liga in keinster Weise entspricht. Unter Beleidigungen verweist er sie des Hauses, was die Jungs ihm mehr als krumm nehmen und sich nun ihrer eigenen Prinzipien nicht mehr so sicher sind. Wütend beschließen sie, Mack Daddy zu berauben. Der nächtliche Einbruch gelingt, bis jemand dem versteinerten Leprechaun das Amulett stiehlt und somit den, aus den Vorgängern bekannten, Zyklus schwachsinniger Gewalt auf ein Neues auslöst. Der Leprechaun erwacht aus seinem Stein-Schlummer, will sein Bling Bling zurück und bald haben alle, die in Berührung damit kamen ganz mächtigen Ärger…

Es schneit schon wieder in Kalifornien.

“Wer ist das?”
“Keine Ahnung. Sieht aus wie Chucky auf Crack. Erschießt ihn!“

Irgendwie hab ich’s kommen sehen...
Ihr etwa nicht? Kommt schon, der Leprechaun reimt seit eh und je. Gebt ihm ein paar Suckas zum Batteln, packt ihn in den passenden Bezirk, mischt das richtige Lokalkolorit dazu und fertich ist: Yes, yes y’all, Lepre-to-da mothafukkin-Chaun in da House down da Block, where da Bitches roll and da Homies howl… oder so… okay, ich lass es.

Bitches leave!
Jedenfalls ist der grüne Gnom dieses Mal hinter einer magischen Zauberflöte her, die Wünsche erfüllen kann. So lahm wie dieser MacGuffin, ist auch der Rest des Films. Und dessen großes Motto ist: Klischees bedienen, bis die Nase blutet.
Das trifft zu auf die Darsteller (locker die Hand an der Frucht, Knarre schräg halten, Sprüche drücken), die Dialoge (Hood-Lep rhymt: “Ein guter Freund teilt seinen Joint.“ & “Der Lep mit dem Hut der meint’s gar nicht gut.“) und die Gags (am Ende verkleiden sich die Homies als Frauen, um dem Chaun ans Leder zu kommen).
Ein bisschen Gore der deftigen Sorte und Warwick ’Willow’ Davis in der Rolle seines Lebens (leider) sind das Einzige, was im wahrscheinlich schlechtesten Teil der Reihe hervorstechen. Bezeichnend für die Grütze ist der Cameo von Coolio, dem zweiten “großen Rap-Star“ neben Ice-Overacting-T. Seine unglaubliche Szene hat ’Mr. Gangstas Paradise’, als die Jungs in einer Kirche rappen und ihr Publikum nur mittels magischer Pfeife fesseln können (ah, the magic of Rap!) und er (Coolio) plötzlich in der Tür steht. Einer der Homeboys sagt: “Ey, ist das nicht Coolio?“ Coolio zieht ’ne Schnute, nickt mit dem Beat und ist raus aus der Nummer und dem Film. Aiiight!

“Ich nehm dich beim Wort, doch sieh endlich ein,
dass nur der Lep der wahre Gangsta kann sein!“
(Ja, das ist ein Original-Zitat!)

Fazit: Leprechaun meets Gangsta Rap… muss ich mehr sagen? Don’t push me, cause I’m close to the edge, I’ trying not to loose my lunch ahuhuhuhuhuhuargh, DAMN!



PS: Man achte bitte auf die Anzahl der Autoren!

Hudson