Leprechaun 2


‘This time, luck has nothing to do with it!’


Originaltitel: Leprechaun 2 (1994) Regie: Rodman Flender
Drehbuch: Mark Jones, Turi Meyer & Al Septien
Darsteller: Warwick Davis, Charlie Heath, Shevonne Durkin FSK: 18


Der reimende Mini-Ire ist wieder da und seine Mordlust kennt immer noch keine Grenzen.

Diese Iren saufen aber
auch jeden unter den Tisch
Doch zuerst mal rückwärts in der Zeit, ganze 1000 Jahre: Leprechaun will den heiligen Bund der Ehe eingehen. Doch das im mittelalterlichen Irland angekurbelte Ritual (seine Braut, die nichts von ihrem ’Glück’ weiß, muss dreimal niesen, ohne das jemand ’Gott segne dich’ sagt) geht schief und der kleine, miese Grünling muss 1000 Jahre warten, um den nächsten Versuch zu starten. Warum auch immer.
Heute (1994), Los Angeles: Leprechaun taucht aus der Versenkung auf, füllt sein Schatzkesselchen erst einmal mit Goldzähnen aus dem Maul eines betrunkenen Obdachlosen und macht sich schnurstracks auf die Suche nach einer neuen Braut. Diese glaubt er in Bridget gefunden zu haben, der Freundin des Lebenskünstlers Cody. Gegen ihren Protest entführt sie der Monstergnom in seine Höhle (Welche Höhle? Ach, in irgendeiner Baumwurzel-Zwischenraum-Dimension!) und lässt zuvor noch einen Nebenbuhler die Unterseite eines Rasenmähers abschmecken (aua). Jetzt ist es an Cody und seinem alten Säufer-Onkel Morty, das Mädel aus den Fängen des Leprechauns zu befreien…

’Leprechaun 2’ ist ein furchtbar unsinniger Horror-Quatsch, gefällt mir aber bei weitem besser als Teil 1. Das Tempo ist zügig, die Darsteller einigermaßen symphatisch und die Effekte von Todd Masters (’Dead Heat’, ’Night of the Creeps’) amüsant.

"Lass dich nicht von der
Größe täuschen, Baby!"
Amüsemang wird hier sowieso groß geschrieben. Regisseur Rodman Flender (’Die Killerhand’) setzt auf derbe Lacher und groben Unfug. Und das funktioniert oft sogar.
Jennifer Aniston ist hier natürlich nicht mehr zugegen. Die lümmelte sich anno ’94 ja bekanntermaßen im ’Central Perk’ auf der anderen Seite der US of A herum. Dafür gibt es herzerwärmende Cameos von Clint Howard (’C2 - Killerinsect’) und Tony Cox (’Bad Santa’) und einen drollig-fiesen Warwick ’Willow’ Davis unter grindigem Kobold-Makeup.
Die ’Wishmaster’-Masche des Leprechauns mag schon damals weder originell noch wirklich witzig gewesen sein, aber sie reicht, um den Streifen 80 Minuten lang über Wasser und die Zuschauer bei Laune zu halten. Warum der olle Ire ausgerechnet in Los Angeles auftaucht, klären wir ein anderes Mal.


Hudson