Leprechaun


“Your luck just ran out”


Originaltitel: Leprechaun (1993) Regie: Drehbuch:
Darsteller: Warwick Davis, Jennifer Aniston, Ken Olandt FSK: 16


Der olle Ire Dan O’Grady bringt von einer Geschäftsreise das Fabelwesen Leprechaun (Warwick ’Willow’ Davis) mit nach Hause. Dieser Kobold soll angeblich Wünsche erfüllen können, hat aber tatsächlich nur groben Unfug und bösartige Greueltaten im Sinn. So bringt er O’Gradys Frau um und den Hausherren in die Klapse.

"Ross! Ross! Ross!
Ich hör immer nur Ross!"
Vorher kann der Ire allerdings, mittels eines vierblättrigen Kleeblatts, den Fieselwicht noch schnell in eine Kiste verbannen.
Zehn Jahre später:
Die zickicke Tony (eine sehr junge und echt süße Jennifer Aniston) zieht zehn Jahre später mit ihrem Vater in das verwitterte Anwesen. Dort dauert es natürlich nicht lange, bis ein Knallklops den Killer-Kobold mit der extra Portion Gold aus seiner Verbannung erweckt und die Mini-Metzelei (an aufgestockten Opfer-Ressourcen) fortgesetzt werden kann.

Jaja, der Leprechaun; immer für einen Mords-Spass zu haben, quasi der ’Freddy Krüger der Kleinwüchsigen’, ein Metzel-Zwerg unter Slasher-Giganten.
Fährt in einem Mini-Kart durch die Pampa, springt auch schonmal mit ’nem Pogo-Stick auf einem Goldräuber rum und nervt seine Opfer mit Sprüchen wie:

He's Irish!
„Weißt du wo mein Gold ist!? Sag es mir, oder ich beiss dir ein Ohr ab und mach mir einen Stiefel draus!“ oder „Gefangen in der Mausefalle, da hilft auch keine Bärenkralle!“
Die Schauspieler sind gut gemischt aus typischen 90er Athleten-Stullen (ja, auch die Jen!), depperten Dickerchen, Bratzen und Fussvolk, die allesamt nicht genau wissen, was sie da eigentlich machen. Lediglich Warwick Davis, unser Mann in Munchkin County, hat die Nase vorn (kein Wunder bei dem Make-Up) und gibt uns den Mörder-Mini-Me mit dem Elan eines gedopten Killer-Ponies.
Der Rest ist leidlich unterhaltsamer Horror-Murks der Sparte ’Early-90s-Trash-Mash’. Haufenweise alberne Szenen (wie der halbtote O’Grady, der kopfüber aus dem Fahrstuhlschacht hängt und noch blutspuckend erklärt, wie man den Leprechaun bezwingen kann), die selben alten und blöden Dialoge (Leprechaun: „Auge um Auge, Kleines!“ Tony:„Schluchz. Ich kann nicht mehr!“) und einigermaßen witzige Comedy-Einlagen, die jedoch größtenteils aus anderen Horror-Filmen (z.B. der ’Nightmare’- Reihe) geklaut sind. Die Special-FX als ’gar nicht so übel’ zu bezeichnen, ist das größte Kompliment das man mir hier entlocken kann.

"Was immer du machst; kack mir nicht auf den Bauch!"

’Leprechaun’ ist eine halbe Portion Horror-Comedy-Trash mit ordentlichen Matscheinlagen und einer knackigen Jennifer Aniston, bevor sie einer unserer ’Friends’ wurde. Toll ist der Film in keiner Hinsicht, schien aber bei vielen Leuten so gut angekommen zu sein, dass der häßliche Wahn-Wichtel noch 5 Fortsetzungen spendiert bekam.
„Didelididelidihi, ein Leprechaun stirbt niehi!“ Ja, nee, aber gefallen muss mir das nicht.

Nool