The Killing of Satan


‘What Power Should a Man Possess to Challenge the Prince of Darkness?’


Originaltitel: The Killing of Satan (1983)
Regie: Efren C. Piñon Drehbuch: Joe Mari Avellana
Darsteller: Ramon Revilla, Cecille Castillo, Charlie Davao FSK: ungeprüft


Alle wollen Lando!

Nein nicht Lando Calrissian, sondern Lando Miguel.
Warum wollen sie alle etwas von ihm?
Ganz einfach, Lando ist der Geilste. Er trägt die fescheste Schnurre jenseits der Phillipinen, kommt gerade aus dem Knast, hat seinen eigenen Fanclub, der ihn täglich vor einem Kreuz aus Kerzen anbetet und überlebt sogar einen Kopfschuss.

Son of Toxie
Nur so einer kann die bösen Handlanger des Satans besiegen, die unter der Führung des sogenannten ’Prince of Magic’ das kleine Dorf seines Onkels bedrohen und mit ihrem magischen Hokus Pokus den ganzen Landstrich dem Terror ausliefern. Bei der Ankunft Landos und seiner Familie ist Onkelchen leider schon ins Reich der Toten übergetreten und zwar auf mysteriöse Weise: Er starb an einem Kopfschuss, obwohl niemand in der Nähe eine Waffe abfeuerte.
Wer gut aufgepasst hat, wird nun erahnen was folgt. Landos Blutlinie verfügt über magische Kräfte, die es vom Protagonisten zu entdecken gilt. Also raus auf’s Meer und erstmal den lokalen Unterwasserzombie bekämpft.

Noch Fragen?
Dann geht’s auch schon zurück ins Dorf, wo Magie-Strahlen schmeißende Finsterlinge einmal mehr die Bevölkerung unterdrücken wollen. Endlich kann Lando mal richtig zulangen, da wird auch schon seine Tochter vom widerlichen ’Prince of Magic’ entführt und ins unterirdische Asyl der dämonischen Schurken verschleppt, wo schon ein großer (elektrisch geladener) Käfig voll mit nackten Frauen steht. Mit Wut im Bauch, gekämmtem Oberlippenbart und der Magie seiner Ahnen in der Pranke begibt sich Lando in die Hölle, um mit Schlangenmenschen zu ringen, sich dem Zauber schurkischer Widersacher auszusetzen und schließlich gegen Satan selbst anzutreten…

“Listen girls, you’re no longer prisoners and you’re free to go home. I freed you from the pits of magic. Get going, I still have to look for my daughter.”
“Thank you, Sir“

Um es mit dem Aufschrei eines geschätzten Kollegen zu sagen:

TRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAASH!

Wie sonst ließe sich das vorliegende Spektrum alberner Ingredienzen zusammenfassen? Hier gibt es nicht nur grottige Kostüme (Marke: Satanic Strampelanzug), langgezogene Prügeleien, heimelig ausgeleuchtete Höhlen-Sets, religiösen Laberquark und ein paar unerwartet fesche Gore-Knoten, sondern auch die Fachrichtungen ’Sturm-Magie-und-Laserangriff-auf-Dorfbewohner-Action’, ’Heilung-per-Handauflagen-Deluxe-Colour-Action’, ’Snake-Slapping-and-Verknoting-Action’ und die Königsdisziplin: ’Extreme-Pappmaché-Felsen-Rolling-über-nen-Opa-mit-anschließendem-Kieselweg-Splatter-während-der-Kopf-noch-redet-Action’:

Know, what I’m sayin’?

Kombiniert man das mit dem typisch phillipinischen Trash-Charme, den wir schon in Filmen von Al Adamson und Eddie Romero kredenzt bekamen, einem Hauptdarsteller, der jeden an einen bierbäuchigen Onkel aus der eigenen Familie erinnern dürfte, den herrlich doofen Toon-Sounds & FX und den Dialogen of Doom (“Satan, come out here! Gimme back my daughter!“), kommt am Ende ein Spectaculum Absurdium heraus, das seines Gleichen sucht und in den Kreisen bierlauniger Trash-Brüder für Heiterkeit ohne Grenzen sorgen wird. Schlechte Filme sind selten so gut…


PS:

Prost indeed!















Hudson