Killerparasit


‘You will not feel the terror until you experience the movie!’


Originaltitel: Parasite (1982)
Regie: Charles Band Drehbuch: Alan J. Adler, Frank Levering, Michael Shoob
Darsteller: Robert Glaudini, Demi Moore, Luca Bercovici FSK: ungeprüft


Die Achtziger: Charles Band, Endzeit und Parasiten. Die Mischung müsste eigentlich funktionieren. Auf der anderen Seite…

Irgendwann nach der angeblichen Apokalypse (viel zu sehen ist nicht davon):

Das einzig Wahre:
Die Wellness-Bahre
Wissenschaftler Paul Dean hat für die Regierung (wie jetzt, nach der Apocalypse?) einen Killerparasiten gezüchtet, der wohl auch noch die andere Hälfte der Menschheit ausrotten soll. Dean bekommt kalte Füße und schließlich einen warmen Bauch, als der Parasit nämlich genau da hinein schlüpft und sein neuer Wirt mit ihm in die Wüste flüchtet (diese ganze Menschheitsausrottungsgeschichte war nämlich gar nicht sein Ding). In einem schäbigen Motel findet er Unterschlupf und in der Bar des alten Collins gibt’s warme Suppe. Doch bevor irgendein heimeliges Gefühl einsetzen kann, stürmen böse Punks den Laden und – Kurze Auszeit mal: Im Ernst. Das ist jetzt schon der 4. Film in zwei Wochen, in dem ’böse Punks’ die Übeltäter ware. Diese Typen waren in 80er Genre-Filmen echt wie die Pest am Arsch. Und ich hasse diese Gestalten. Das musste ich einfach mal loswerden!
So, weiter im Text: Böse Punks also. Und was machen die? Na, sie schubsen alle herum, bedrohen Leute willkürlich mit Waffen, grabbeln an Frauen herum und legen sich schließlich auch mit Mr. Dean und seinem hochgefährlichen Equipment an. Über die Abwechslung freut sich der Parasit natürlich und bald geht’s große Glottern los. Hinzu gesellen dich dann noch Demi Moore in einer ihrer ersten Rollen und ein Agent der Regierung, der Ausreißer Dean mittels Laser-Kugelschreiber jagt…

Hat schon wieder 'nen Geist gesehn: Demi

Nee, passt schon. ’Killerparasit’ ist endlich mal wieder ein gelungener Band, der mit dem Besten aus B-Z-Filmen zu erfreuen weiß. Da gibt’s einen nicht erklärten Endzeit-Background, aufgedunsene Glibber-Wampen, “LASER“ und Happa-Happa-Riesenparasiten, die ihren Wirten das Gesicht zur ’Hurra Deutschland’-Visage deformieren und dann munter hinausplatzen. Die Effekte sind recht derbe und in der deutschen Fassung sogar ungeschnitten.
Die Schauspieler, die Band hier durch die Wüste dirigiert sind durchaus ertragbar. Der Oberpunk sah übrigens stark nach einem jungen Ted Danson aus, was sogar ihn mir irgendwie sympathisch machte. Demi Moore hat nicht wirklich viel zu tun, bekommt aber orgentlich was auf’s Maul… die Ärmste.
Da der Film zu Zeiten des 3-D-Wahns gedreht wurde, spendierten die Macher ’Killerparasit’ das entsprechende Feature. Tja, damals hat man sich sogar mit den C-Movies Mühe gegeben!

Wurstwaren-Inspektor from Outer Space

Fazit: Schundiger Low-Budget-Reißer mit dem nötigen Effet an Gore, Grease und geilem Outback-Ramba-Zamba.


Hudson