Killer Ninjas


‘Armed With The Code Of The Shadow Warrior His Honor Is His Life.’


Originaltitel: Ninja in the Killing Fields (1984)
Regie: Godfrey Ho Drehbuch: Freya Funden
Darsteller: Stuart Steen, Patricia Greenfield, Louis Roth FSK: 18


Filmark-Tang-Ho, die 576. Einmal mehr wurden von Junk-Koryphäe Godfrey Ho (hier unter dem Synonym York Lam unterwegs) neu gedrehte Ninja-Szenen um einen alten Hong Kong Crime Thriller herum gewickelt, das ganze neu synchronisiert, zurechtgeschnitten und als Ninja-Heuler auf den Markt geschmissen.

"Was? Cut & Paste-Ninja Actionfilm sucht Hauptdarsteller? Ich eile!"

Nachdem eine Bank überfallen wird, kommt die örtliche Polizei zu der einzig logischen Schlussfolgerung: Das waren Ninjas.
Ein Spezialist wird nun vom Comissioner selbst auf die fiesen Schattenkämpfer angesetzt:

“Sie sollen infiltriert werden. In die Ninja Sekte. Und diese Schweine für immer ausschalten.”
“Ich werde es tun, zum Wohle unseres Landes.“

Derweil sitzen die Schurken selbst auf einer abgedunkelten Theaterbühne, illuminiert von zwei Ikea-Leuchtkugeln und schmieden Pläne:

“Ninja 18. Ich habe den Verdacht, der Verräter ist dein Ex-Freund Steven!“
Steven trägt eine Hornbrille und spielt in einem ganz anderen Film. Aber das hat Godfrey Ho und Tomas Tang noch nie davon abgehalten, nicht trotzdem eine Querverbindung zurechtzuschustern.
Bald finden wir uns in Trainingshallen, Restaurants und anderen urbanen Treffpunkten wieder, die als Umschlagplatz für kräftige Hauerein und sinnloses Gelaber herhalten müssen. Als keine Erfolge für die Herren Ninja dabei herausspringen, müssen härtere Maßnahmen ergriffen werden:

O-Ton: “Du nimmst dir ein paar Leute, fährst nach
Bangkok und beginnst mit ein paar Terror-Aktionen!“

Derweil erhält Even Steven Unterstützung vom blonden Geheimagenten Richard Jones (Stuart Smith aka Stuart Stehen, pfff), der einige Terroranschläge der Ninjas vereiteln kann und ihnen auf dem Rasen der Ehre die Löffel langzieht.

“Ninja 12 und Ninja 20 haben es nicht geschafft, den Spezial-Agenten Richard Jones zu beseitigen. Ich habe ebenfalls versagt und erwarte meine Strafe.“
Die kommt sofort in Form eines Blitzknallers, der dem Geständigen den Brustkorb verkohlt. Ninja sein ist halt ein hartes Brot.

Aber genug Plot gewälzt. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass bei Ho in Sachen Handlung ohnehin nichts Gescheites bei rumkommt. Ran ans Eingemachte! Was gibt’s zu lachen? Knutschereien mit hässlichen Weibern, ein Score, der von klassischer Musik, über Synthie-Gestelze, bis hin zu ’I’m only human’ alles abdeckt, Sprüche (“Hat man dir in den Trainingscamps auch das Bumsen beigebracht?“), vereinzelte Ninja-Action mit Stuart Steen-Smith, ein paar Ballereien in einer lauen Mondscheinnacht und ein Krawumm-Finale in dem Panzer auf Ninjas schießen.

Und Ninjas schießen zurück!

Der Rest ist zum Heulen und das ist wie immer der Mammutanteil dieses schwach zusammengeflickten Schundfilms. Lasst ihn aus und greift zu Alternativen die sich auf eine kohärente Handlung beschränken. Und wenn’s denn unbedingt Ninjas sein sollen, dann lieber das ’Todesschwert’ oder den ’Clash’ der selbigen.


Hudson