Space Invaders

aka

Killer Klowns from Outer Space


‘Horrific Harlequins with an appetite for close encounters!’


Originaltitel: Killer Klowns from Outer Space (1988) Regie: Stephen Chiodo Drehbuch: Charles Chiodo, Stephen Chiodo & Edward Chiodo
Darsteller: Grant Cramer, Suzanne Snyder, John Allen Nelson FSK: 18


In unserer obligatorisch-beschaulichen, amerikanischen Kleinstadt, im Jahre des Herren 1988, ist alles im Lot, bis eines Nachts ein Meteor in einem naheliegenden Wald abstürzt. Der örtliche ’alte Kauz mit Hund’ geht der Sache nach und verschwindet kurz darauf in einem exorbitanten Zirkuszelt, das wie aus dem Nichts plötzlich im Unterholz gewachsen ist.

Lebensmittel-Kontrolleur
from Outa Space!
Bald ist auch ein neugieriges Schmusi-Bussi-Teenie-Pärchen (Grant Cramer, ’Raptor’ & Suzanne Snyder, ’Lisa – Der helle Whansinn’) dem Rätsel auf der Spur und dringt in die Tiefen des Zeltes ein. Dort finden sie nicht nur seltsame Apparaturen und in Zuckerwatte verpackte Leichen, sondern stoßen auch bald auf Außerirdische in Clowns-Gestalt. Mit knapper Not können die beiden Kids den Popcorn-Kanonen (!) und Luftballon-Hündchen (!!) der ’Killer-Klowns from Outer Space’ (Original-Titel) entkommen, und den örtlichen Sheriff (John Allen Nelson, ’Deathstalker III’) warnen. Während die drei ihren Untersuchungen nachgehen, tappsen die hundsgemeinen Clowns durch die Stadt und spinnen einen Bürger nach dem anderen in Zuckerwatte ein, um ihnen später mit Strohhalmen das Blut aus den Leibern zu saugen…

“Ich glaub ich steh im Öl!“

Ja, ihr habt richtig gehört: ’Killer Klowns from outer Space’.

"Good? Bad? I'm the
one with the Shotgun!"
Nein, es handelt sich nicht um den langerwarteten Nachfolger zu ’Trash Monsters from Outer Space’, sondern um eine kleine, dreckige Perle unter den Sci-Fi-Horror-Satiren aus den späten 80ern. Dass bei diesem Titel der Trash regiert und es einzig und allein um Spaß und Schauwerte geht, versteht sich von selbst. Aber was hier an Gaudi, Fun und Slapstick/Splatstick über den Schirm getrieben wird, ist wahrlich zum Schreien.
Regisseur Stephen Chiodo (sonst als FX-Mann unterwegs, hat u.a. die ’Critters’ designt) und seine Brüder Charles und Edward (für’s Drehbuch verantwortlich), haben die bizarre Idee bis an die Grenzen der Phantasie und des Budgets ausgebeutet.
Sie spielen mit Klischees (bedienen sie aber auch regelmäßig), liefern etliche Querverweise und nutzen das alberne Potential von Alien-Clowns in jedweder Form (von der Knarre die lebensgefährliches Popcorn verschießt, über Killer-Torten und Boxhandschuhe, mit deren Hilfe der Upper-Cut zum Enthaupter wird, bis hin zum ’King Klown/Klownzilla’ und und und).
Baywatch-Body John Allen Nelson gibt mal wieder den Strahlemann und das nicht schlecht. Ebenso John Vernon (’I’m gonna git you sucka!’) als misslauniger Sheriff (“Ich glaub jetzt wird’s hinten höher als vorne.“) Der Rest der Cast ist genauso unauffällig und zweckmäßig, wie der größte Teil des Soundtracks, der mal schaurig, mal mit typischen Zirkusthemen daher kommt, aber ein hervorragendes Titellied aufweisen kann.

Killed by the cookies!

’Pennywise’ meets ’Invasion vom Mars’, ’Violator’ vs. ’Blob’ und ’Clown Ferdinand’ in der ’Leichenmühle’. Hier tifft Spaß auf Grusel im amerikanische Suburban-Setting. Wer schon mal sein Herz an solchen Quatsch verliert, hat bei ’Space Invaders’ nichts zu verlieren. Der Rest hat hier nichts verloren. Ähh… Honk, Honk!

Hudson