Die Todesfäuste des Karatehenkers


‘Super Knochenbrecher Action!’


Originaltitel: Wu Long Dai Zhui Shai (1974) Regie: Cheung Suk-Sang
Darsteller: Ngok Yeung, Tin Yau, Tina Chin Fei FSK: ungeprüft


“Mr. Wang, ich hoffe, sie sitzen. Sie sind nämlich pleite!“

Jaha, immer gib ihm!
Wie schon an einem Freitag anno ’29 crasht die Börse und unser Mr. Wang, der nicht nur sein Vermögen, sondern auch das seiner Kunden verloren hat, versucht den gleichen Ausweg zu finden, wie schon damals viele Herren.
Sich mit dem Küchenbeil die Kehle aufzuschlitzen, hat er nicht drauf. Gas wäre eine Möglichkeit, aber die Werke haben ihm wegen nicht bezahlter Rechnung den Hahn abgedreht. Verkehrsunfall funktioniert genau so wenig, wie ersaufen, also wendet er sich verzweifelt an einen Gangster, der ihn für Geld umbringen soll. Als er kurze Zeit später herausfindet, dass die Pleite nur eine Finte war, ist es bereits zu spät. Killertrupps aus allen Ecken der Stadt sind unterwegs, um ihm den Garaus zu machen.

“Idiot!“
“Nennen sie mich doch nicht immer beim Vornamen.“
“Halt’s Maul, du hast mich vor der gesamten Killer-Innung blamiert!“

Pah, jeder weiß doch,
dass Nadelstreifen nur
bei Geschäftsanlässen
getragen werden...
Ihr lest es selber. Hier gibt es mal wieder eine asiatische Knochenmühle mit versucht frivoler Deutsch-Synchro.
Die Story um den Tollpatsch, der seinen eigenen Tod arrangiert und dann wieder raus aus der Kiste will, ist zwar bereits in anderen Filmen benutzt worden, tut dem vorliegenden (und sonst eher ideenarmen) Genre aber gut.
Die deutsche Synchro schwankt zwischen ollen Kamellen (“Tu mir nicht’, ich tu dir auch nichts!“ den hat schon mein Opa immer angewandt, nachdem er mir eine Kopfnuss verpasst hat) und frechen Sprüchen, wie sie ein Rainer Brandt auch gerne brachte.
Skurrile Charaktere, wie ’Zahnstocher-Charlie’, ’Karate-Tiger’ und ’Karate-Panther’ und wie sie nicht alle heißen, peppen das Ganze dann noch ein wenig auf, können aber den Film nicht vor einem eher lahmen letzten Drittel retten.

Diese Killer-Miezen sind
genau so gefährlich,
wie sie aussehen!

Wenn ihr gerne seht, wie hibbelige Kung Fu Akteure mit dummen Sprüchen und flotter Handkante durch die Szenerie poltern, könnte ’Die Todesfäuste des Karatehenkers’ euer Film sein. Mit ’nem Kasten ’Stier Bier’ und netter Gesellschaft (vielleicht die Kollegas vom ’Plumpsack Dojo’) seid ihr hier auf der sicheren Seite.

Nool