Kampf der Roboter


‘The weapons of the future are alive...’


Originaltitel: Crash and Burn (1990)
Regie: Charles Band Drehbuch: J.S. Cardone
Darsteller: Paul Ganus, Megan Ward, Ralph Waite FSK: 18


WARNUNG!
Wer sich von diesem Cover täuschen lässt, muss mit böser Enttäuschung rechnen!

WARNUNG!
Wer sich vom Titel ’Kampf der Roboter’ täuschen lässt, dem steht das Gleiche bevor!

WARNUNG!
Wer nach Verbindung von Cover und Titel nach Warnung Eins und Zwei immer noch glaubt, dass er es mit einem Riesen-Roboter-Supergau zu tun hat, der hat wahrscheinlich noch nie den Namen Charles Band gehört und muss als Strafe fünf mal ’Satisfaction’ von den Stones singen!

Da kannste schrauben und schrauben,
aus dem wird keine große Leuchte...

Machen wir’s kurz:
Erde futsch, UV-Strahlung überall, großer Konzern beherrscht den dreckigen Rest und warum hab ich eigentlich das Gefühl, dass ich diesen Scheiß schon ca 30 Mal geschrieben habe?
Egal.
Da gibt es eine kleine, vom Sandsturm isolierte TV-Station mit Resistance-Background, dessen Lebenserhaltungssysteme allmählich den Geist aufgeben und in der ein paar Hanseln ihres Schicksals harren. Als der Leiter des Senders unvermittelt zu Tode kommt, wittert man einen Synthoiden (auf deutsch: künstlicher Mensch, hier mit Spionage-Allüren angstachelt vom großen Konzern) in den eigenen Reihen. Die Zeit drängt, die Blase auch und von Robotern ist weit und breit nichts zu sehen…

...und aus dem Lappen wird auch nie ein Kampfroboter!

So eine Verlade. Da freut man sich auf einen brachialen Giant-Robot-Battle-Mech-Kladderadatsch und bekommt stattdessen ein verhunztes Mischmasch aus ’The Thing’ (schnibbelt ihnen die Finger auf und schauet wer da habe Blut oder Öl in der Arterie!) und ’Contaminator’ (du äkelhafter Cyborg-Verräter sollst endlich sterben!) serviert.
Der ’Whodunit’ wird so unspektakulär aufgelöst, wie er angekurbelt wurde und alles, was darauf folgt ist überflüssig wie ein Kropf, hat aber tatsächlich noch einen Riesen-Robo im Ärmel. Ja, der wird aus dem wohlverdienten Ruhestand auf dem ’Full Moon’ Schrottplatz reaktiviert, um einen Stahlträger zu heben. Yeah, that’s it, folks!
Megan Ward (’Steinzeit Junior’) ist in ihrer Rolle (ihre erste) zwar ganz niedlich, der dicke ’Space Ranger’ Jack MacGee ist allerdings zu oft nackt im Bild und ’Devils Reject’ Bill Mosely spielt das, was er meistens spielt: Ein Arschloch. Alle anderen spielen kaum und wenn, dann an sich herum. Ein paar Titten unter der Dusche, etwas Blut aus abgerissenen Gliedmaßen und ein paar platzende Roboköppe sind alles was ihr hier bekommt. Und das ist die liebe Müh von 80 Minuten einfach nicht wert.
Hört auf meine Warnungen und lasst den Film links liegen. Dann doch lieber ’RobotJox’, da hielt Charles Band, was Cover und Titel versprachen. Verladeklappe auf und wech damit.


Hudson