Der Typ mit dem irren Blick


‘The comedy that won't let you down!’


Originaltitel: Zapped! (1982) Regie: Robert J. Rosenthal
Drehbuch: Robert J. Rosenthal & Bruce Rubin
Darsteller: Scott Baio, Willie Aames, Robert Mandan FSK: 16


“Das ist keine Krawatte, das ist’n Testbild. Da wird die Haftschale stumpf.“

Ja sag mal, spinn ich schon oder träum ich noch.

Kein Scheiss...

Achtung, Klappentext:
“Peyton und Barney sind die lustigen, liebenswerten High School Schüler, die an einem wissenschaftlichen Projekt mit weißen Mäusen arbeiten. Als eine der Mäuse anfängt, Nahrung in ihre Richtung zu schieben ohne sie zu berühren, meint Barney er hat eine Formel für telekinetische Energien entdeckt. Nun, in wieviele Schwierigkeiten kann ein High School Junge geraten, der Dinge nur mit seinem Verstand verschieben kann.“

Moooment mal!
Also erstens:
Kein einziger Protagonist dieses Filmes zeigt auch nur annähernd etwas ’Verstand’-ähnliches.
Zweitens:
Verstand können auch weder Regisseur, noch Drehbuchautor (ein und die selbe Person, wenn wir schon dabei sind) vorweisen.
Drittens:
Wen stört das schon groß, wenn der ’Supercop’ unter den ’Porkys’ auf die ’Eis am Stil’-Version von ’Carrie’ trifft.
Und viertens:
“Was zum Teufel ist hier los?“ “Na alles, was nicht angebunden ist!“

Poop-Shooter

Furz-Witze, High School Klischees, Nerds, Dudes, Sportler, Punks, bauchfreie Shirts, aufspringende BH’s… dieser Film hat so ziemlich alles, was in eine bescheuerte Prä-Puberätä-Komödie aus den 80ern reingehört.
Ähnlich originell kommen die Darsteller daher. Der Protagonist sieht zwar aus, als hätte man ’Marty McFly’ mit ’Benjamin Braddock’ gekreuzt, besitzt aber weder den bübischen Charme von Michael J. Fox, noch das Talent von Dustin Hoffman.
Auch nicht schlecht: Scatman ’The Shining’ Crothers mit ’Benjamin Blümchen’-Synchro, als alter, verwirrter Coach mit Hallus von einer Big Bad Mama, die ihn mit einer ’Salami-Bazooka’ bearbeitet.
Anspielungen auf ’Taxi Driver’, ’Star Trek’ und andere Hollywood-Klassiker lockern den Spaß ebenso auf, wie Kult-Sprüche aus frühester Jugend (“Ma, ich geh ’ne Henne zerren!“) und als dann auch noch Eddie Deezen (’Critters 2’) zu wunderschön-schmalziger ’Prom Night’-Mucke durch’s Bild sprang, konnte ich dem Film seine Dummheit schon wieder verzeihen.
Mit Kintopp-Qualität hat das natürlich nix zu tun. Mit Jux und Dollerei aber schon.

Matratzen-Sport der telekinetischen Art.

Bilanz: Wer gerne hirnlosen Späßchen im Film-Format fröhnt, der schalte ein. Wer High School-Komödien mit Charme, Witz und Geist vorzieht, schaltet auf den John-Hughes-Channel um.

Nool