Iron Warrior



Originaltitel: Iron Warrior (1987) Regie: Alfonso Brescia
Drehbuch: Alfonso Brescia & Steven Luotto
Darsteller: Miles O'Keeffe, Savina Gersak, Elisabeth Kaza FSK: 16


Ah, endlich mal wieder Barbaren-Trash!
Nette 80er Jahre Titelmusik, schöne Credit-Einblendungen, nach dem Abspann zwei Barbaren-Kids, die mit einem fetten Meerschweinchen Basketball spielen. Ich bin zu Hause!

Was für ein Schauspieler!
Doch das traute Glück wird zerstört, als einer der Jungs von der ollen Hexe Phaedra geraubt wird. Davon bekommen bald ihre (viel warmherzigeren) Hexenschwestern Wind, die alle um einiges jünger und attraktiver sind, und die gemeine Entführerin erstmal in ein Energiefeld (aka Hula-Hoop-Reifen) sperren. Nachdem sie, trotz Verhör, nicht rausrücken will, wo sie den Jungen versteckt hält, wird sie ins ’dunkle Land’ verbannt und das Kind bleibt verschollen.
Viele Jahre später: Ator (zum 3. Mal Miles O’Keefe) steht, wie es sich für einen guten Barbaren gehört, auf einer Klippe über dem Meer und wedelt mit dem Schwert herum. Währenddessen wird das Königreich vom bösen Trogar (ein Finsterling in Sido-Maske) angegriffen, der den König tötet. Dessen Tochter, Prinzessin Janna (Savina Gersak), kann fliehen, wird aber von Trogars übler Kutten-Brut entführt und fast geopfert. Gerade rechtzeitig kommt Ator vorbei, haut die Bande um und zieht von nun an mit Janna (die für ihre Zeit ziemlich gewagt geschminkt ist) durch’s Land, um den bösen Mächten Einhalt zu gebieten.

Ator ist wieder da und diesmal hat er einen französischen Zopf!
Desweiteren gibt es:

...und ein Kämpfer obendrein!
Riesenmurmel verfolgt Ator, Hängebrücken werden gekappt, alte Fischerdörfer geräumt, urige Frisuren gestylt und noch urigere Synthie-Musik quillt wie Honig aus den Boxen.
All das hat ’Iron Warrior’ zu bieten. Hinzu kommt der zweifelhafte Rekord im ’Klippen im Film darstellen’ (zweimal Klippenspringen, zweimal an Klippen hängen und einmal an Klippen mit Schwert üben). Wow!
Naja oder auch nicht. Je nach dem, welches Verhältnis man zu Filmen dieser Art hat. Denn wer nicht absolut trash-sicher, hat hier nix zu suchen.
Leider sinkt der Unterhaltungswert nach der ersten Hälfte stark ab. Die Darsteller zeichnen sich nicht etwa durch schauspielerische Leistungen aus, sondern eher durch ihre körperlichen Vor- und Nachteile. (Entweder Model-Athleten oder furchtbar hässliche Kanten).
Dieses Manko schien Regisseur Alfonso Brescia aber ebenso wenig zu stören, wie übermäßiger Einsatz von Slow Motion und verwackelter Kamera (was irgendwann einfach nur noch nervt).

’Iron Warrior’ ist einen Blick wert für Barbaren-Trash-Liebhaber, denen der Sinn nach Ruinen-Action, Steinbruch-Optik und Katakomben-Geschleich steht! Für Cineasten oder Feingeister ist der Streifen lediglich ein weiteres rotes Tuch der Filmgeschichte.

Hudson