Stählerner Adler 4 – Kampf der Besten


‘Back on the attack.’


Originaltitel: Underworld (1985)
Regie: Sidney J. Furie Drehbuch: Michael Stokes
Darsteller: Louis Gossett Jr, Jason Cadieux, Al Waxman FSK: 16


Die Stählernen Adler fliegen wieder! Oder sinken sie im Sturzflug wie bleierne Enten? Schaun’mer mal...

Der Film beginnt mit Doug Masters, der eigentlich in Teil 2 die Fliegerhaube samt Löffel abgegeben hatte, aber was soll’s, ’Godzilla’ kam ja auch immer wieder.

Deja Vu: Olle Chappy
verteilt schon wieder
Hörspielkassetten.
Laut ’Iron Eagle IV’ konnte er sich damals aus der explodierenden Maschine retten (ich sag’s immer wieder: Abrollen ist das A und O im Dasein eines Action-Helden!), wurde von den Sowiets aufgegriffen (die waren ja für lange Zeit böse, bis sie gar nix mehr waren), gefangengehalten und nicht wirklich zuvorkommend behandelt.
Abgewrackt und mit den Nerven in Moskau, arbeitet er auf einem schäbigen Flugzeugplatz, als ihn Chappy Sinclair (Louis Gossett Jr.) besucht und mittels Standpauke (“Verbittert zu sein ist kein Job!“) zurück in den Dienst holt. Masters und Sinclair sollen sechs jugendlichen Straftätern in einem Motivationsprogramm das Fliegen und den Anstand lehren. Dass das erst einmal ordentlichen Ärger gibt, versteht sich von selbst. Doch die Kids und ihre Schwierigkeiten mit dem Gesetz sind nicht Chappys größtes Problem. Insubordinative Air Force-Offiziere bergen Kanister voller biologischer Kampfstoffe und wollen diese in einem Luftangriff gegen Kuba einsetzen. Als Chappys Schützlinge ihnen in die Quere kommen, muss Doug über seinen Schatten springen und die Fliegerhaube wieder aufsetzen…

Amerikanische Streitkräfte
unter sich: Love is in the Air!
Ob ein vierter Teil der ’Aces’-Serie wirklich nötig war, möchte ich mal bezweifeln. Das kann allerdings genau so gut von den beiden Vorgängern gesagt werden (selbst Teil eins war nicht das Gelbe vom Ei). Trotzdem ist der Film keine Obergurke, sondern ein durchschnittlich produziertes Flieger-Vehikel, in dem genug Pulver verschossen wird, um 90 Minuten lang nicht einzuschlafen.
Klar ist es lächerlich, eine totgeglaubte Hauptfigur aus Teil eins zu reanimieren, aber immerhin wird das für ein Bewältigungs-Thema und die Reibung zwischen Masters und Sinclairs Figur genutzt, was dem Film beinahe (ich kann dieses letzte Wort gar nicht genug betonen) so etwas wie einen emotionalen Kern gibt. Gossett Jr. gibt den alten Halunken, den er auch in den Vorgängern verkörperte und hat gerade noch genug Ausstrahlung, um einen solchen Film vom Abstellgleis auf Bahnsteig B zu ziehen. Dass Jason Cadieux Jason Gedrick aus Teil eins ersetzt ist halb so wild und die jugendlichen Darsteller sind nicht sonderlich besser oder schlechter als in vergleichbaren Machwerken.

Lasst euch nicht täuschen:
Geflogen wird in ’Iron Eagle IV’ kaum

Fazit: Von der Stange. Dank des Hauptdarstellers und akzeptabler Action nicht wirklich schlecht, aber auch nichts, was ich irgendjemandem aus irgendeinem Grund empfehlen würde.

Hudson