Iron Angels 2



Originaltitel: Tian shi xing dong II zhi huo feng jiao long (1988)
Regie: Raymond Leung & Teresa Woo
Drehbuch: Teresa Woo & William Hsu
Darsteller: Alex Fong, Moon Lee, Ting-Wai Chan FSK: 18


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Da sind sie wieder, die ’Iron Angels’: Alex, Moon und Elaine. Schon im Prolog machen sie nicht lang Federlesen, als ein dicker Mann von fiesen Erpressern entführt wird und auf die Rettung durch die Angels hofft. Das geht ganz zackig: Klopf, klopf. Kick. Punch. Boom. Bang. Thank you, Chiang.*
Auf dem wohlverdienten Urlaub in Malaysia treffen die Angels Alex’ alten Schulfreund Peter. Der ist mittlerweile ein mächtiger Tycoon und hat quasi die gesamte Stadt in der Hand. Trotz der kapitalistischen Karriere heckt Peter insgeheim den Umsturz des malaysischen Regimes in Zusammenarbeit mit kommunistischen Guerillas aus. Die Angels ahnen zunächst nichts davon, ziehen sogar mit dem irren Magnaten um die Häuser und zetteln die eine oder andere Kneipenschlägerei an. Doch allmählich bröckelt Peters charmante Fassade und die Angels müssen Position auf der Seite des Gesetzes beziehen…

Brothers in arms, fists and legs

“Wir werden unser Land endgültig vom Kapitalismus befreien. Wir werden den westlichen Einflüssen ein Ende bereiten. Asien den Asiaten!“

Und mir die Assietten.
Aber ziehen wir uns bei ’Iron Angels’ doch bitte nicht an der hanebüchenen Story, einem Schurken, der abends gerne Hitler-Dokus zur Inspiration anschaut, der bralligen stonewashed Jeans-Montur des Helden, der ohrenbetäubenden Pfeifton-Mucke und des Wahnsinns fetter Dialogbeute auf.
Denn bei ’Iron Angels 2’ zählt einzig und allein die Action und die kommt in allen fuckin’ Facetten. Wo gibt. In Echtzeit. For real. Im normalen Krawallkino würde vielleicht mal aus allen Rohren geballert oder an einem hundert Meter langen Seil hinabgerauscht werden, während später ein anderer einen flying Dropkick absolviert. Hier wird das alles gleichzeitig von einer Person vollbracht.
Superflotte Martial Arts-Raufereien, glühendes Mündungsfeuer, Explosionen mit anschließenden Pirouetten, brennendes Stuntvolk, suppige Einschusswunden… der prozentuale Anteil des Getöses wird von Minute zu Minute größer und mündet in einem Brachial-Finale im malaysischen Dschungel, dass sich mit dem Besten der Besten messen kann.

“Seit wann prügeln wir uns denn mit Frauen?“
“Sieh genau hin, das sind Männer!“

Fazit: Noch besser als Teil eins! Warum? Nun…

Peng! Ditsch! Baller! Bumm! Brutzel! Wucht!

Und das alles vor exotischer Kulisse und mit den Triple A -Attributen ’abwechslungsreich, atemberaubend und aggressiv’ versehen.


* Nein, David Chiang spielt im zweiten Teil nicht mehr mit.


Hudson