Iron Angels


‘Die härtesten Engel der Welt!’


Originaltitel: Tian shi xing dong (1987)
Regie: Raymond Leung & Teresa Woo Drehbuch: Teresa Woo
Darsteller: Moon Lee, Alex Fong, David Chiang FSK: keine Jugendfreigabe


Awwwwwwwwwwww!

Im Mekong Delta ist mal wieder die Hölle los. Die Mohnfelder blühen, der Opiumhandel boomt, die Drogenmafia macht einen auf dicke Hose. Um Herr der Lage zu werden verbünden sich CIA, Interpol und ein paar Hoschis aus dem Thai-Imbiss und gehen mit groben Methoden gegen die Opiumernte vor. Das sieht das Syndikat Sonnenbrillen tragender Gangster-Eumel aus dem Goldenen Dreieck gar nicht gerne, also wird als Counter-Aktion eine Welle von Attentaten auf Agenten der beteiligten Operationen ausgeübt. Gewalt erzeugt Gegenwalt, also schicken letztere wiederum ein fähiges Freelance Asskicker-Team, die ’Iron Angels’, ins Feld. Hollali!

Die Schurkeninnung tagt.

Die zweckmäßige Story von ’Iron Angels’ vereint alle möglichen (sowohl dramaturgischen, als auch inszenatorischen) Klischees der Hong Kong-Action und dient eigentlich nur dazu, eine ganze Wagenladung voll irrer Stunts, heftiger Martial Arts-Keilereien und blutiger Ballereien im Minutentakt aufzufahren. Hier gibt es Krawall satt und zwar in allen seinen Facetten. Da kommt jeder Action-Afficionado auf seine Kosten.
Die Darsteller stammen aus der Vielspieler-Ecke des Hong Kong-Kinos und rattern ihre Texte ab, während sie sich innerlich schon wieder für das nächste Stunt-Schaulaufen um die Ecke vorbereiten. Als einzig wirklich bekannte Nase stand hier ’One Armed Swordsman’ David Chiang zur Verfügung. Er spielt John, den Auftraggeber der Angels. Quasi eine Art chinesischer Bosley. Yukari Oshima (’Avenging Angels’) macht als Bösewichtine eine gute Figur. Den Rest der Belegschaft hat man vergessen, sobald die Credits laufen.

Vorsicht! Dorothy, Toto und der feige Löwe könnten da noch irgendwo liegen!

Ein paar amüsante Gadgets ("Für den Fall, dass das Hauptquartier etwas von euch will, sind Lämpchen eingebaut und die fangen an zu blinken."), eine urige Simpsons-Synchro mit ein paar fiesen Sprüchen der Marke "Wer lange bumst sündigt nicht!", Frauenkloppereien unter Einsatz diverser Martial Arts-Gerätschaften und ein Besuch in der staatlichen Presse (’Top Secret’-Fans ahoi!) runden diese solide Action-Unterhaltung für Videokinder ab, die aber kaum als Konkurrenz für John Woos stilvolles Baller-Ballett aus der selben Dekade herhalten kann.

Hudson