Invasion aus dem Weltall


‘A Mind-Bending Vortex of Terror!’


Originaltitel: The Day Time Ended (1980) Regie: John 'Bud' Cardos
Drehbuch: J. Larry Carroll, Steve Neill, Wayne Schmidt & David Schmoeller
Darsteller: Jim Davis, Christopher Mitchum, Dorothy Malone FSK: 16


Neulich links vom Südpol

Der Weltraum… Schwarzes Bild, weiße Punkte.
Eine Stimme aus Richtung Jupiter schwabuliert Geschichten vom Planeten Ator, dessen Bevölkerung beinahe ausgerottet wurde und deren letzte Überlebende nun Richtung Erde unterwegs sind. Nun… oder so ähnlich.
Derweil im neuen Haus der Familie Williams, irgendwo in der Wüste Kaliforniens:
Während Daddy Richard auf einem Geschäftsausflug die finanzielle Zukunft von Frau und Kindern sichert, bestaunen letztere mitsamt der Großeltern erst einmal die neue Heimstatt und sind ganz entzückt. Aus Begeisterung wird schierer Horror, als des Nachts die außerirdischen Kugelblitze aus Szene eins eintreffen und die Beleuchtung des Hauses durcheinanderbringen. Bald schon tanzt ein kleines grünes Männchen auf dem Nachttisch der Tochter, ein Mini-UFO fliegt durchs Wohnzimmer und draußen vor dem Tore landen zwei gigantische Space-Monster, die sich den Kohl um die Ohren kloppen …

Luke?

’Invasion aus dem Weltall’, der Titel trifft’s nicht ganz. Schließlich handelt es sich letztlich nur um ungeplante Erscheinungen der dritten Art, Knete-Monster die sonst nur auf holografischen Schachbrettern von George Lucas zu sehen sind und stepptanzende, grüne Elfen. Allerdings wird dieser übernatürliche Schnickschnack von Regisseur John ’Bud’ Carlos (’Der Geächtete von Gor’) und seinem Speciel-Effects-Team (u.a. Dave Carson, der schon die Effekte der ersten ’Star Wars’ Trilogie mitgestaltete) so grell glühend und schrill sausend in Szene gesetzt, dass es bei dem einen oder anderen licht- und geräuschempfindlichen Zuschauer zu einer ’Invasion der Nerven’ kommen könnte.
Das Ganze wurde produziert von Charles Band (’Ghoulies’) und bei Erwähnung dieses Namens wundert eingefleischte B-Movie Fans wahrscheinlich gar nichts mehr (auch nicht das absurde Banana-Ende).
Andere namhafte Nasen, die sich an dieser einigermaßen amüsanten, jedoch nicht weiter erwähnenswerten SciFi-Eintagsfliege künstlerisch beteiligten, sind Richard Band (Musik), Ted Nicoleau (Schnitt) und Jim Danforth (Matte Künstler).

“Sieht aus, als ob hier eingebrochen wurde.“
“Gibt’s hier Rocker?“

Invasion der Sonnenflecken

Fazit: Alien-Robo-UFO-Family-Sound&Licht-Spektakel irgendwo zwischen ’Unheimliche Begegnung der dritten Art’, ’Poltergeist’ und ’Planet der Monster’. Ums kurz zu machen: Quatsch mit Soße, aber nette Effekte.

Hudson