Interzone


‘It's the last safe sanctuary on earth... and the battle is on ...!’


Originaltitel: Interzone (1987) Regie: Deran Sarafian
Drehbuch: Rossella Drudi, James L. Edwards, Claudio Fragasso & Deran Sarafian Darsteller: Bruce Abbott, Teagan Clive, Beatrice Ring FSK: 18


Genre: Endzeit
Produzent: Joe D’Amato
Co-Autor: Claudio Fragasso
Weibliche Hauptrolle:...

...TEAGAN Clive!!!

Wer jetzt noch nicht das Grinsen im Gesicht hat, ist entweder abgestoßen oder hat rein gar keine Kenntnis von Trash. In beiden Fällen sollten die Finger von ’Interzone’ und diesem Gutachten gelassen werden.

’Interzone’ ist nicht nur der Titel dieses schwachsinnigen Genre-Stückes, sondern auch ein Ort in der Post-Apokalypse, in dem ein sagenumwobener Schatz versteckt liegt, der von allerlei Gesocks gesucht wird. Enter Teagan Clive, als ’Mantis’, eine muskulöse Power-Blondine mit Armen wie Beine, Haaren wie toupierte Strohbüschel und einem Lächeln, das unter Umständen zur Kernschmelze führen kann. Die Dame und ihre in Patronengurte geschlagenen Anhänger sind natürlich auf’s Schätzle heiß und wissen sogar, wo er versteckt ist: In einem alten Kloster, das von asketischen Mönchen unter dem greisen ’General’ bewacht wird.

Bruce Abbott Re-Animated
Zum Glück der Ordensbrüder wird das Kloster von einer magischen Barriere umgeben, die weder Mantis’ Männer, noch deren Munition durchlassen. Dennoch sieht der General schwarz in Bezug auf die Zukunft des Klosters und stirbt vor Gram. Nicht jedoch, bevor er einen seiner Brüder (namens ’Panasonic’) auf die Reise schicken kann, um einen Helden zu suchen, der dem Terror durch Mantis ein Ende bereiten kann. Jener Held ist kein anderer als Swan (Bruce Abott, ’Re-Animator’), ein smarter Held in schwarzem Leder, der gleich zu Beginn in einem postapokalyptischen Gay-Club Russisches Roulette mit Gift zocken muss und dann eine satte Kneipenschlägerei anzettelt. Genau der richtige Mann also, um den armen Orden vor den schurkischen Goons zu retten. In seinem schrottigen Endzeit-Vehikel düsen Swan und Panasonic durch die olle Endzeit, vorbei an etlichen Abenteuern, wie man so schön sagt und hin zur geilen Mantis, die wie eine schwarze Witwe auf ihr nächstes Männer-Opfer wartete…

“Wie heißt du?“
“Tera.“
“Und du?“
“Swan.“
“Mein lieber Swan!“

Ohmannomanoman, ist… der… DOOF!
Folgende Szene brannte sich schon nach knappen 15 Minuten in mein Hirn:

Willkommen in der Interzone!
Bruce Abott und sein Ordensbruder Panasonic stehen vor einem Sklavenmarkt, auf dem plötzlich Superblondine Beatrice Ring feil geboten wird. Abott erblickt sie, sanfte Geigenmusik stimmt ein und wir sehen beide plötzlich auf einer schönen sonnigen Wiese aufeinander zulaufen und sich in die Arme fallen. Noch bevor wir “What the fuck!?“ rufen können, tut Abott das schon selbst, jedoch tonlos, weil die Geigenmusik jedes andere Geräusch überspielt. Der ganze Film ist voll von solchen Lachkrampf-erregenden Blödsinnigkeiten.
Hatte ich erwähnt, dass jeder zweite Mann in dieser Version der beliebten Endzeit homosexuell ist? Ja, keine Ahnung, ob das an der Strahlung liegt oder wegen des Frauenmangels einfach Not am Mann ist, jedenfalls begrabbeln sich hier alle möglichen Typen, gehen Händchen haltend umher und machen eindeutige Bemerkungen (“Du bist aber gut gebaut.“).
Dann ist da die ganze Geschichte um Teagans ’Mantis’, die sich scheinbar gerne irgendwelche Typen aus der Menge pickt, um sie zu vernaschen und am nächsten Morgen unter der Anschuldigung “Du konntest mich nicht befriedigen!“ in ein Loch unter ihrem Lager schmeißt, wo ein glottriges Mutanten-Monster die armen Freier in Stücke reißt.
Bruce Abotts ’Swan’ schafft es später tatsächlich, das blonde Biest zu beglücken, muss dabei aber eine superdämliche Szene ertragen, in der Teagan zuerst hinter einer ’Schattenwand’ peinliche Bodybuilding-Posen bringt

…etwa so!













und ihn danach mit diversen Lebensmitteln zärtlich füttert, nämlich mit einer Kirsche, einer Banane (!),Ölsardinen (!!) und einem rohem Ei (!!!).

…genau so!












Als dann das wahre Geheimnis des Schatzes enthüllt wird, Swan selbst zum Telepathen wird und ihm die Mönche aus einer nebeligen Höhle zugrinsten und Tschüssi-winkten ging gar nichts mehr. Ich kann hier kurz und knapp noch ergänzen, dass die Schauspielleistungen amüsant bescheuert, die Action schön doof und die Musik sogar imposant gelungen ist.
’Black Emanuelle’ Laura Gemser und Italo-Vorzeige-Asiat Al Yamanouchi haben eine kleine Rolle als Rückblenden-Ehepaar und am Drehbuch fuhrwerkte Claudio Fragasso herum, der Mann, der uns einst ’Troll 2’ schenkte. Muss ich mehr sagen?

“An was denk ich gerade?“
“An einen Hund, dein Lieblingstier.“
“BINGO!“
“Nein, er hat einen anderen Namen.“

Fazit unnötig. Film anschauen!


Hudson