FilmFlausen.de - Weekend of Horrors Interview: John Carl Buechler
                          




FilmFlausen Interview:

John Carl Buechler






Anlässlich des zweiten diesjährigen Weekend of Horrors hatten unsere Außenkorrespondenten Spooner und Goatscythe die Gelegenheit, Special-FX-Legende und Regisseur John Carl Buechler zu interviewen. (Wer das Interview auf Englisch lesen will, klickt hier). Im Folgenden bekommt ihr verrückte Insider-Infos zu den Ghoulies, dem Todesjäger und TROLL!


Spooner: Okay, wir sind hier mit dem legendären John Carl Buechler, dem Special-Effect-Genie hinter Filmflausen-Klassikern wie der ’Ghoulies’-Reihe, ’ Insel der Riesen-Dinosaurier’, ’Der Todesjäger’, ’ Mächte des Lichts’, ’ From Beyond’, ’Nightmare on Elm Street 4’, ’Halloween 4’ und vielen, vielen mehr und dem Regisseur von Filmen wie ’Troll’, ’Ghoulies Go To College’ oder ’Freitag der 13. Teil VII’. Wie geht’s dir, John?

John Carl Buechler: Hey, wie geht’s denn so?

Spooner: Bestens! Ist mir ein Vergnügen. Fangen wir gleich bei meinen Favoriten an – den ’Ghoulies’-Filmen. Wie bist du in die Reihe verwickelt worden?

John Carl Buechler: Naja, ursprünglich wollte der ausführende Produzent, Charles Band, dass ich für ihn an einem Film arbeite, und aus diesem Film wurde später ’Ghoulies’. Er hieß allerdings nicht ’Ghoulies’ als ich angefangen habe, daran zu arbeiten. Er hieß das ’Event Picture’, denn ursprünglich wollte er (Band) den Film in 3D, Sensurround und mit Scratch & Sniff drehen. Das war, wie du weißt, Mitte bis Ende der 80er und 3D war noch immer in einigen Kinos, Sensurround existierte noch. Und als wir endlich angefangen haben, den Film zu machen, gab es kein 3D mehr, sie haben kein Sensurround mehr benutzt und Scratch & Sniff war einfach viel zu teuer. Er hatte also ein ’Event Picture’ mit absolut keinem Event und hat mich im Wesentlichen dafür eingestellt, trotzdem irgendwas in den Film zu packen. Es wurde entschieden, dass wir kleine Kreaturen in den Film bringen – was eine große Überraschung für Luca Bercovici, den Autor/Regisseur war, der keine Ahnung hatte, dass es kleine Kreaturen im Film geben würde. Aber Charlie hatte mich engagiert, ich hatte ein paar Skizzen und Skulpturen gemacht, die ihm zugesagt haben, und ich hab angefangen sie herzustellen. Luca habe ich erst eine ganze Weile später getroffen. Letztendlich haben wir all die Ghoulies in den Film geschnitten – irgendwie – weshalb sie sich ein wenig angeheftet anfühlen. Sie waren nicht wirklich organisch in der Geschichte.

Die Ghoulies

Spooner: Worum ging’s denn im eigentlichen Drehbuch, wenn nicht um die Ghoulies?

John Carl Buechler: Nun, es war wie ein Geisterhaus-Film.

Spooner: Okay.

John Carl Buechler: Der Vater kommt zurück und will in den Körper seines Sohnes, um ewig leben zu können… Das war der Plot. Die kleinen Monster hatten nichts damit zu tun. Und wenn du dir den Film ansiehst, haben sie immer noch nicht viel damit zu tun. Sie tauchen bloß irgendwie auf und machen „Grrrr!“, denn das ist alles, was sie so tun. Aber ’Ghoulies’ ist dieser kleine 350.000 $ Streifen, der 40 Millionen Dollar eingespielt und Empire Pictures einen Namen gemacht hat, weshalb wir noch viele Filme mit Charlie gemacht haben.

Spooner: Wie kam es, dass du beim dritten Teil Regie geführt hast?

John Carl Buechler: Nun, als wir beim dritten Teil angelangt waren, hatte ich bereits Regie bei Troll geführt, ich hatte Cellar Dweller (Underground Werewolf) gemacht und ich habe mit einem Unternehmen namens Vestron Pictures zusammengearbeitet. Empire Pictures war zu diesem Zeitpunkt tot. Es gab kein Empire Pictures mehr und Lawrence Kasanoff, ein Produzent bei Vestron Pictures, hatte die Rechte an den ’Ghoulies’-Filmen gekauft, weil er die landesweit und international auf Video rausgebracht hat. Ich hatte einen Vertrag über zwei Filme mit Vestron, aber einer von beiden musste ein ’Ghoulies’-Sequel werden. Sie haben mich also dafür eingestellt und der Rest ist Geschichte.

Spooner: Weißt du, das ist vermutlich auch mein Lieblingsteil der ’Ghoulies’-Reihe, weil er der wildeste, verrückteste ist und die ’Ghoulies’ so ziemlich die Hauptfiguren sind.

John Carl Buechler: Ja, also weißt du, meine Herangehensweise war die: Der erste Ghoulies-Film war unfreiwillig komisch. Und der zweite Teil war sogar noch mehr unfreiwillig komisch. Zu der Zeit, als wir also beim dritten Teil waren, konnte ich es nicht fertigbringen, den Film zu machen, ohne dass er beabsichtigt komisch wird. Denn es gab nichts wirklich Angsteinflößendes an den ersten zwei Filmen. Die waren einfach albern. Ich dachte mir also: Weißt du, du hast Muppets auf LSD, die auf ‚Animal House’ treffen. Das muss 'ne Komödie werden!

Spooner: Das ist ein großartiges Konzept – das allein klingt wirklich unterhaltsam. Und der Film macht großen Spaß, weißt du, da ist diese sexy Tanzszene und all das. Da gibt’s viele Sachen, die mir gefallen haben.

John Carl Buechler: Verstehst du, das Eigenartige an ’Ghoulies’ (III) war, dass als ich ursprünglich mit Ihnen gesprochen habe, es eigentlich als Kinderfilm gedacht war, weil sie das Franchise ins Fernsehen bringen wollten. Ein bisschen wie ’Gänsehaut’, weißt du? Ich meine, komm schon, du hast kleine Monsterpuppen und du kannst eine TV-Serie daraus machen. Das wäre sehr einfach. Die ersten Entwürfe des Drehbuchs waren also sehr harmlos, sehr spaßig, mit kleinen Dämonen die aus der Hölle kommen und praktisch die kleinen Gegenspieler sind. Aber Larry, der Produzent, hat sich in den Film verliebt und immerzu Sachen eingeworfen wie „Wieso zieht sie nicht ihr Top aus?“, „Wir müssen ihre Titten sehen!“ Deshalb ist der Humor im Film also enorm kindisch aber zur selben Zeit gibt es mehr Möpse als…

(Sleazy) Spooner: Was die Qualität des Films in meinen Augen nur verbessert!

John Carl Buechler: Naja, ich meine, ich hab kein Problem mit Möpsen. Ich find sie nicht übel, aber gleichzeitig war der Grundton des Films deshalb ein wenig seltsam, ein wenig unangenehm. Aber, weißt du, ich denke das behält irgendwie diesen gewissen ’Ghoulies’-Charme bei.

Spooner: Genau. Ich mag den Vergleich mit ’Animal House’, denn so fühlt sich der Film wirklich an.

John Carl Buechler: Ja, hätte ich das von Anfang an gewusst, hätte ich den Film ein klein wenig anders geschrieben, so dass all die Brüste wesentlich natürlicher mit dem restlichen Humor harmoniert hätten.

Spooner: Kennst du auch den vierten Teil von Jim Wynorski?

John Carl Buechler: Den kenne ich nicht nur, ich habe tatsächlich auch daran gearbeitet.

Spooner: Oh, das hast du? Entschuldige! Das war erneut eine etwas andere Richtung.

John Carl Buechler: Es war eine vollkommen andere Richtung, aber weißt du, das Problem dabei war, dass wieder ein anderes Unternehmen die Rechte an der Reihe gekauft hatte, und wenn dieser gut gelaufen wäre, hätten sie noch mehr Teile gemacht. Und ehm, es hat nicht wirklich geklappt. Jim wollte mit dem Film in eine andere Richtung gehen, aber dann hat er sich irgendwie in den Gebrauch von Stock Footage verliebt und der Film wurde auf seine Weise eine direkte Fortsetzung zum ersten Teil. Allerdings auf eine sehr seltsame Weise, sie haben dabei Jonathans Charakter wahnsinnig verändert. Es hat einfach nicht zusammen gepasst, es war nicht wirklich… Es ist eigentlich wie mit allen ’Ghoulies’-Filmen. Es wollte irgendwie etwas Anderes werden, aus dem dann wieder was Anderes wurde.

Spooner: Ja, ich denke das unterstreicht dieses gewisse ’Ghoulies’-Flair.

John Carl Buechler: Ja, ja.

Spooner: Wo wir gerade dabei sind, bist du eigentlich ein Fan der Band WASP? Ich hab mich gefragt, weil sie in ’Ghoulies II’ spielen, sie treten in ’ Herrscher der Hölle’ auf…

John Carl Buechler: Ich hab das Musik Video mit ihnen gedreht, in dem die Ghoulies mitgespielt haben, für ’Ghoulies II’.

Spooner: Stimmt.

John Carl Buechler: ’Scream Until You Like It’. Ja, ich meine, sie waren die perfekte Band, um die Ghoulies zu repräsentierten, weil sie wahnsinnig sind und Chaos lieben.

TROLL
Spooner: Ganz genau! Lass uns über ’Troll’ reden. Das war deine Geschichte, du hast Regie geführt und es war dein eigener Film. Wie kam das Projekt zu Stande?

John Carl Buechler: Ehm, wie gesagt, als ich ’Ghoulies’ gemacht habe, wollte Charlie Band, dass ich für ihn arbeite. Er wollte wirklich, wirklich unbedingt, dass ich für ihn arbeite. Er wollte mich für einen Film namens ’Swordkill’ engagieren, und ich habe derzeit an einem ganz anderen Film für eine andere Firma gearbeitet. Ich sagte zu Charlie „Ich mach solche Sachen nicht mehr. Ich bin kein Make-Up-Effekt-Künstler mehr. Ich bin Regisseur. Also danke, aber nein danke.“ Und er hat mich angerufen und angerufen und endlich sagt er „Ich mach dir ein Angebot, dass du nicht ablehnen kannst.“ Und das war zu der Zeit, als er das ’Event Picture’ gemacht hatte. Er sagte „Pass auf, ich weiß du willst ’nen Film drehen und wir lassen uns ein Projekt einfallen, bei dem du Regie führen wirst.“ Ich sagte „Toll, ich hab 'ne Idee für 'nen Film. Ich weiß, was ich machen will.“ – „Und was ist es?“ – „Der hier!“ (knallt das Drehbuch auf den Tisch). Es war ’Troll’. Ich habe also die ursprüngliche Story geschrieben und innerhalb von etwa einem Jahr haben wir den Film gemacht.

Spooner: Weißt du, der Erfolg von ’Troll’ hat irgendwie ein paar Nachahmer hervorgebracht, am berüchtigtsten ’Troll 2’.

John Carl Buechler: Nun, ’Troll 2’, so wie ich es verstehe, war nie als direkte Fortsetzung zu ’Troll’ gedacht. Es war ein Nachahmer von ’Troll’.

Spooner:J a, genau.

John Carl Buechler: Und als Edward Sarlui die Rechte kaufte, ihn im Kino zu veröffentlichen, da einige der Empire Filme in sein Sortiment gefallen waren, hat er sich entschlossen, ihn ’Troll 2’ zu nennen.

Spooner: Eigentlich hieß der Film ’Goblin’ und handelte von etwas ganz anderem.

John Carl Buechler: Korrekt. Ganz genau.

Spooner: Jetzt ist er tatsächlich auf der Double Feature DVD von MGM erschienen, zusammen mit dem ersten Teil.

John Carl Buechler: Ja. Ich glaube, was ironischerweise passiert ist, als wir damals ’Troll’ beworben haben, habe ich einen wirklichen miesen Make-Up-Troll-Effekt für das Cannes Film Festival hergestellt, den ein Zwerg tragen sollte, und dann mit einem halb-nackten Mädchen herumlaufen, um Leute für ’Troll’ zu interessieren. Und dieses Troll-Kostüm ist in eine Truhe gekommen und im Studio in Italien geblieben. Und als Edward Sarlui die Rechte an vielen der Empire Filme in die Finger gekommen hat, bekam der diese Truhe. Und er hat hereingeschaut und da war dieses schreckliche, abgetragene Teil, dass für das Cannes Film Festival gedacht war und er sagt „Hey! Das hier ist der Troll!“, in Ordnung? Er hat es also den Leuten gegeben, die gerade den Film gemacht haben. Ich glaube sie haben Abdrücke von dem schlechten Ding genommen und ihre Trolle für den Goblin-Film daraus gemacht, und als er ’Goblin’ dann letztendlich aufgekauft hat und sich entschlossen hat, ihn zu veröffentlichen, nannte er ihn ’Troll 2’.

?
Spooner: Das ist eigentlich saukomisch.

John Carl Buechler: Es ist der Wahnsinn.

Spooner: Sie haben das Teil sogar zerstört, in dem Film der auch als ’Troll 3’ bekannt ist. Sie haben die Troll-Maske mit einem Schwert zerschmettert.

John Carl Buechler: Ich glaube, sie haben ’nen ganzen Haufen davon gemacht, denn ich glaube sie haben Abdrücke von der Maske genommen. Sie hatten einen Haufen davon.

Spooner: Es gab eine aus Troll 2, an die ich mich immer erinnere, da sie diesen starren Blick hat.

John Carl Buechler: Jau.

Spooner: Also, es gibt Pläne für ein ’Troll’-Remake, richtig?

John Carl Buechler: Ja!

Spooner: Ist das noch im Gespräch? Wir wollen das nämlich unbedingt sehen!

John Carl Buechler: Absolut! Ich mache ein Remake. Vertragsbedingt darf ich nicht allzu viel darüber sagen. Ich werde dir aber folgendes sagen: Es wird ein gigantischer Film. Riesen-Budget! Ich werde nicht die Regie übernehmen. Ich werde es produzieren.
Der Grund, wieso ich nicht Regie führe, ist – wie das so ist – wir mussten eine Menge Geld ranschaffen und ein paar wirklich große Stars hinzuziehen. Wir sind gerade dabei, das zu machen. Und aufgrund derer Verfügbarkeit führe ich zu dieser Zeit Regie bei einem anderen Film. Ich kann also nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. Ich mache einen Film namens ’Ring of the Fallen’, ein Film für 31 Millionen Dollar, den ich in Utah drehe. Unglücklicherweise werden beide gleichzeitig gemacht. Ich werde allerdings noch mehr Informationen zum ’Troll’-Remake bekannt geben, denn das ist sehr aufregend.

Spooner: Das ist es. Kannst du irgendwas darüber sagen, wie die Spezial-Effekte in diesem Film aussehen werden?

John Carl Buechler: Ich habe eine Menge kreativer Einflüsse. Das ist alles, was ich sagen kann. (grinst)

Spooner: In Ordnung. Ein anderer Film, an den du gearbeitet hast und der auf unserer Seite extrem beliebt ist, ist der ’Todesjäger’.

John Carl Buechler: Oh ja…ja! Das war 'ne tolle Zeit. Wir hatten eine tolle Zeit, als wir diesen Film gemacht haben. Ich hab sogar Second Unit Regie dabei geführt.

Spooner: Oh, tatsächlich?

John Carl Buechler: Ja. Naja, all das Zeug mit dem Schweinemaskenmonster, wenn es 'nem Kerl auf den Kopf haut…

Das legendäre Schweinemaskenmonster

Spooner: Ja, wir lieben das Schweinemaskenmonster!

John Carl Buechler:… und dann läuft der Kerl davon, und es reißt seinen Arm aus und fängt an, ihn damit zu verprügeln… das war alles ich! Ich hab mir das damals einfallen lassen.

Spooner: Das ist spitze!

John Carl Buechler: Ja, oder die Idee, dass das Schweinemaskenmonster beim Essen ist und jemand ein Schwein reinbringt und er es sich ansieht und… das war ich!

Spooner: Der Schweinekopf, ja.

John Carl Buechler: Das bin nur ich, beim rumalbern.

Spooner: Ja, wir lieben diesen Kram. Das ist ein großartiger Film. Hast du auch an den Fortsetzungen mitgewirkt?

John Carl Buechler: Nein, nein, überhaupt nicht. Der Barbi Benton/Lana Clarkson/Rick Hill–Streifen war mein Todesjäger.

Spooner: Auch dort sind die Fortsetzungen in eine andere Richtung verlaufen, weil sie mehr ins Komödiantische gingen…

John Carl Buechler: Nun, wenn Jim Wynorski 'nen Film dreht, was wird’s dann wohl? Es wird 'ne Komödie.

Spooner: Ja, das stimmt. Und der dritte Teil fühlt sich sogar fast wie ein Kinderfilm an. Hast du das Remake gesehen oder irgendwas damit zu tun gehabt? ’Barbarian’, mit Martin Kove als Munkar?

John Carl Buechler: Nein. Damit hatte ich nichts zu schaffen.

Spooner: Der war eigentlich auch ganz lustig. Als jemand der an den drei Slasher Franchises, also 'Halloween', 'A Nightmare on Elm Street' und 'Freitag der 13te', gearbeitet hat – welcher hat dir die meiste Freude gemacht?

John Carl Buechler: Ich mag verschiedene Filme aus verschiedenen Gründen. Zu Freitag der 13te Teil VII hatte ich eine Hass/Liebe-Beziehung, weil ich zu einem bestimmten Grad den Film machen konnte, den ich wollte, und zu einem bestimmten Grad nicht. Als sie angefangen haben, sich die Dailies anzusehen, haben sie mir immer mehr Anweisungen gegeben, was sie haben wollten, weil sie den Film so klasse fanden und ihn übernehmen wollten. Im Endeffekt konnte ich meine Geschichte durchziehen, ich habe meinen Jason gemacht und auf die Tina Story bin ich sehr stolz. Bloß in der Mitte ist es irgendwie auf das übliche Stalk 'n' Slash reduziert worden. Der Anfang gefällt mir ziemlich gut, denn das ist irgendwie wie Firestarter, die Mitte des Films ist quasi der Standard-'Freitag der 13te'-Film und das Ende ist ein bisschen wie ein Fleisch-Terminator. Der Teil hat mir gefallen.

Spooner: Ja, es gab einen guten Showdown.

John Carl Buechler: Das einzige was jedoch den Mittelteil gerettet hätte, wäre wirklich all die Make Up Effekte völlig auskosten zu können und zu zeigen, und das wurde von der Zensur-Stelle natürlich sehr eingeschränkt.

Spooner: Ich schätze, so war es bei den meisten ’Friday’-Filmen.

John Carl Buechler: Das war also eine ziemliche Hass-Liebe. Ich hab allerdings 'nen höllischen Spaß daran gehabt, die Make-Up-Effekte für 'Nightmare on Elm Street 4' zu machen. Der Seelen-Brustkorb, die Freddy Pizza… all dieses irre Zeug, wo ich wirklich surrealistisch arbeiten konnte. Das war großer Spaß.

Spooner: Es gab 'ne großartige Szene gegen Ende des Films.

John Carl Buechler: Nun, mein Seelen-Brustkorb war eher zu Beginn des Films, wenn Kristen in die Brust gesogen und ins Feuer geworfen wird.

Spooner: Okay, klar. Ich meinte die Szene, in der sie Freddy auseinander nehmen.

John Carl Buechler: Ja, das war der Seelenbrustkorb von Steve Johnson.

Spooner: Okay.

John Carl Buechler: Meine Seelen-Brust war früher, und das war ein voll funktionsfähiger Animatronik-Effekt auf der Brust.

Spooner: Ja, ich hab das im ’Stephen King’s Word of Horror’-Video gesehen. Ist Linnea Quigley in deinem Brustkasten aufgetaucht oder in dem anderen?

John Carl Buechler: Nein, das war in Steve Johnson’s Brust.

Spooner: Du hast an einigen Filmen von Fred Olen Ray mitgewirkt. ’Insel der Riesen-Dinosaurier’, wenn mich nicht alles täuscht?

John Carl Buechler: Ja, das war Fred mit Jim Wynorski. Und der einzige Grund, weshalb ich das gemacht habe, war, dass ich diesen animatronischen Dinosaurier für ’Carnosaurus’ gebaut hatte und Roger Corman war der ausführende Produzent und wollte sichergehen, dass ich den beiden etwas über die Schulter gucke, wenn sie die Kreatur benutzen. Also war ich dabei.

Spooner: Du hast auch einen Credit für ’Bikini Drive-In’…

John Carl Buechler: Weißt du, die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt, ist, dass ich an einem anderen Film mitgewirkt hatte und sie dieses Material verwendet haben.

Spooner: Du hast also nicht tatsächlich am Film gearbeitet?

John Carl Buechler: Nein.

Spooner: Kannst du uns irgendwas über Fred Olen Ray erzählen? Der ist nämlich einer meiner Favoriten.

John Carl Buechler: Fred ist ein Underdog von einem unabhängigen Filmproduzent. Er hat seine eigenen Vorstellungen davon, wie man Filme macht, und er macht es, weißt du. Und dafür muss man ihn respektieren.

Spooner: Das tue ich. Du hast häufig mit sowohl Roger Corman als auch Charles Band gearbeitet, die seinerzeit beide Pioniere in dieser Art von Genre-Unterhaltung waren. Wie denkst du unterscheidet sich ihre Arbeitsweise an Filmen?

John Carl Buechler: Tja, die zwei Dinge, die Charlie Band und Roger Corman gemeinsam haben, sind, dass sie beide unfassbar billig/geizig sind. Sie wollen kein Geld ausgeben, niemals. Der Unterschied ist, dass dir Roger Corman von vorne herein sagt, wie billig er ist. Und wenn du es trotzdem machen willst, bekommst du all die kreative Freiheit, die du willst. Das ist gut. Mit Charlie, da bekommst du manchmal genau was er dir vorher sagt und manchmal eben nicht. Und es ist eine Herausforderung, es unter den Umständen auf die Reihe zu kriegen. Aber was meine Beteiligung angeht, hat mir ’Troll’ viel Spaß gemacht, weil ich eine Menge kreativen Input geben konnte. Und 'Underground Werewolf' war spaßig, aber es war… ich habe diesen Film innerhalb von zehn Tagen gemacht. Gedreht wurde für ungefähr hunderttausend Dollar. Es war ein totaler Low-Budget-Film. Und im Augenblick ist der Film ein großer Kult-Hit. Die Leute lieben diesen Film – sie wollen, dass er auf DVD rauskommt.

Spooner: Wir haben ihn erst kürzlich gesehen.

John Carl Buechler: Ja. Und ich habe alles in zehn Tagen gemacht, das war wahnsinnig. Aber dadurch kam auch eine Menge kreativer Freiheit. Ich konnte die Dinge so machen, wie ich wollte, so lang ich einen Weg gefunden habe, es mit innerhalb des Zeitlimits und des Budgets zu machen.

Spooner: Das ist ja auch sehr wichtig. Gibt es noch irgendwelche Projekte in der Zukunft, über die du sprechen kannst?

John Carl Buechler: Ja, wie gesagt, der Grund wieso ich bei ’Troll’ nicht Regie führe, ist dass ich einen anderen Film namens 'Ring of the Fallen' mache. Den drehe ich in Utah. Ein weiterer Film von mir kommt im Oktober nächsten Jahres raus, 'Dark Star Hollow'. Ich entwickle außerdem eine Fernsehserie, die wir in Cimoa drehen. Ich bin ziemlich beschäftigt.

Spooner: Großartig. Was ist ’Dark Star Hollow’?

John Carl Buechler: Ist eine Art moderne ’Faust’-Version. Basiert also auf einem Bestseller.

Spoon & John im Dauertalk

Spooner: Da kann man nichts falsch machen!

John Carl Buechler: Kann man nicht. Jedenfalls hoffe ich das. (Grinst)

Spooner: Vielen Dank!

John Carl Buechler: Danke dir. Es war mir eine Freude!


Spooner





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