FilmFlausen.de - Weekend of Horrors Interview: Donna Wilkes
                          




FilmFlausen Interview:

Donna Wilkes





Anlässlich des letztjährigen Weekend of Horrors hatte unser Maskottchen, Schweinepriester und Außenkorrespondent vom Dienst Spooner die Gelegenheit, Genre-Darstellerin Donna Wilkes zu interviewen. (Wer das Interview auf Englisch lesen will, klickt hier) Check it out...


Spooner: Wir sind hier mit Donna Wilkes – der originalen ‚Angel‘, von der ich ein großer Fan bin. Ich mag den gleichnamigen Film sogar so sehr, dass ich in einem Film, den ich selbst gedreht habe, eine Figur nach Angel benannt und geformt habe.

Donna: Oh, wie nett!

Spooner: Der Film ist eine Art Hommage an Filme wie ‚Angel‘, ‚Nachtratten‘, ‚Savage Streets‘, ‚Fear City‘... Du weißt schon, diese leicht anzüglichen 80er Filme mit viel Neonlicht.

Donna: (lächelt) Ja!

Spooner: Du musstest dich also in diese Figur einfinden... Wie alt warst du, als du die Rolle gespielt hast?

Donna: Als ich die Rolle der ‚Angel‘ gespielt habe war ich bereits vierundzwanzig.

Spooner: Okay. Die Figur selbst ist allerdings erst fünfzehn oder sechszehn Jahre alt.

Donna: Richtig, richtig.

Spooner: Wie hast du dich als Schauspielerin also auf diese Rolle vorbereitet?

Donna: Ich habe einige Recherche über die ‚Frauen der Nacht‘ betrieben. Ich war in einer Gegend in Hollywood unterwegs, in der man mir gesagt hat, dass tatsächlich dieses Mädchen namens Angel auf den Straßen gearbeitet hat, welches die Autoren beobachtet haben. Und ich habe sie auch kennengelernt, während wir den Film gedreht haben.
Aber was Recherche betrifft bin ich zum Sunset Boulevard gegangen, weil dort viele dieser Ladies der Nacht unterwegs waren, und ich habe so getan, als wäre ich eine von ihnen; eine Neue. Ich habe sie also Dinge gefragt, wie „Wie genau macht man das?“ ; „Kennt ihr irgendwen?“, etc. Einige der Mädchen wollten nicht mit mir reden, weil sie Angst hatten. Aber viele von ihnen waren sehr zuvorkommend und haben mir geholfen. Ich bin drei oder vier Nächte lang dort geblieben, weil wir nicht viel Zeit hatten. Ich habe außerdem Kontakt zu einer wohltätigen Organisation namens ‚Kinder der Nacht‘ aufgenommen, die jungen Prostituieren geholfen haben, von der Straße wegzukommen. Und die haben mir sehr viel über die Mädchen erzählt, denen sie geholfen haben. Das war also im Wesentlichen meine Recherche.

Donna in 'Der weiße Hai 2'

Spooner: Nun, das ist ja eine ganze Menge! Das ist ja fast ein richtiger Method-Ansatz.

Donna: Ja, naja. Ich wollte wirklich wissen, wie ein Mädchen wie sie funktioniert, damit ich mich in der Rolle zurechtfinden würde.

Spooner: War diese ‚echte‘ Angel auch eine Einser-Schülerin, so wie im Film, oder haben die Autoren das dazu erfunden?

Donna: Diesen Teil, jedenfalls glaube ich das, haben sie hinzugefügt. Das einzige was die Autoren und der Regisseur über sie wussten, war über ihr Leben auf der Straße.

Spooner: In vielen dieser Filme, wie ‚Nachtratten‘ oder ‚Taxi Driver‘ werden der Hollywood Boulevard und die Straßen der Großstadt sehr düster dargestellt. Aber in ‚Angel‘ – abgesehen von der Sache mit der Prostitution und dem Serienkiller – sah es aus als ob ihr richtigen Spaß hattet. Man hatte wirklich ein Gefühl von Familie, mit all diesen coolen Charakteren.

Donna: Richtig! Ja also, in der Entstehung des Films steckte auf jeden Fall viel Liebe. Wir hatten ein sehr geringes Budget und alles ging sehr schnell. Wir mussten sehr zügig arbeiten. Wir alle wollten den Film machen, weil wir an ihn geglaubt haben. Das hat uns alle zusammengeschweißt. Wir standen uns sehr nahe und haben so hart gearbeitet, wie wir konnten.

Spooner: Wie lange hat der Dreh gedauert?

Donna: Vier Wochen.

Spooner: Vier Wochen, das ist ziemlich schnell.

Donna: Das war damals schnell, ja.

Spooner: Ich arbeitete seit zwei Jahren an meinem Film, ich darf also nichts sagen.

Beide lachen.

Hell Town

Spooner: Der Film hatte außerdem all diese tollen Charakter-Darsteller, wie Susan Tyrell. Hast du ein paar Geschichten über diese Leute zu erzählen?

Donna: Oh Gott. Susan Tyrell hatte so ein tolles Wesen. Gott segne sie, da sie mittlerweile verstorben ist.

Spooner: Ja, erst kürzlich.

Donna: Ich habe sie ein Mal vor ‚Angel‘ getroffen. Sie war so frei und unbeschwert. Einfach eine sehr, sehr interessante Frau. Sehr bemüht, sehr liebevoll. Und weißt du, die Rolle, die Rory Calhoun spielt – den Sheriff – das war ein wirklicher Kerl auf dem Hollywood Boulevard.

Spooner: Oh wirklich?

Donna: Als ich noch ein kleines Mädchen war, hat mich meine Mutter dorthin mitgenommen, und er hat mich auf seine Schultern gesetzt.

Spooner: Dieser Teil im Film entspricht also der Wahrheit!

Donna: Der Teil ist wahr, ja. Er war ein Mann, der sich wie der Sheriff vom Hollywood Boulevard verkleidet hat, und er war dort sehr beliebt. Er war viel breiter als Rory. Ich meine wirklich breit. Rory selbst war sehr groß. Die Arbeit Dick Shawn war ebenfalls großartig.

Spooner: Das muss eine tolle Zeit in Hollywood gewesen sein. Heute ist alles so anders.

Donna: Oh ja!

Spooner: Hast du auch David DeCoteau bei den Dreharbeiten kennengelernt? Ich habe nämlich gesehen, dass er dort als Crew-Mitglied gearbeitet hat, und mittlerweile habt ihr zwei Filme zusammen gemacht, richtig?

Donna im Flausenklassiker 'Grotesk – Kampf ums Überleben'

Donna: Oh ja, stimmt genau! So habe ich David kennengelernt, ja. Eigentlich war er ein handwerklicher Assistent (Craft Service), aber da jeder in der Crew so viele Aufgaben hatte, war er oft bei mir und hat auf mich aufgepasst. Wir sind damals Freunde geworden und haben uns dann viele Jahre lang nicht gesehen. Als ich ihn endlich wiedergesehen habe, war er Regisseur geworden. Und er hat mich gefragt, ob ich diesen Film für ihn mache. Ich hatte seit einer langen Zeit nicht mehr vor der Kamera gestanden, da ich mich damals zurückgezogen hatte, um meine Tochter groß zu ziehen. Ich war also seit etwa zwanzig Jahren nicht mehr im Filmgeschäft.

Spooner: Ja, das habe ich gesehen.

Donna: Als er mich also gebeten hat, diesen Film mit ihm zu machen, sagte ich „Okay!“ (lächelt) Ich meine, es ist ein guter Neu-Einstieg, wenn man mit einem Freund arbeiten kann und nicht so viel Stress hat. Wir haben bisher zwei gemeinsame Filme gemacht.

Spooner: Und einer davon ist ein Hai-Film, richtig?

Donna: Ja!

Spooner: Passend zu deiner Rolle in ‚Der weiße Hai 2‘.

Donna: Genau, genau.

Spooner: Heutzutage kommen so viele dieser Killer-Hai-Filme raus; ich glaube sie drehen sogar einen irgendwo in diesem Gebäude, während wir uns unterhalten.

Donna: Ach wirklich?

Spooner: Ich glaube schon, mit einigen Stars auf der Convention hier. Was denkst du macht plötzlich die große Faszination an diesen Hai-Filmen aus? Woher kommt das?

Donna in ihrer Paraderolle als 'Angel'

Donna: Ich denke, Haie sind einfach derartige Raubtiere... und der erste ‚Weiße Hai‘ –Film hat das mit so viel Suspense gemeistert. Ich glaube, das machen sie immer noch alle nach. Ich meine, jeder hat Angst vor Haien im Wasser.

Spooner: Sicher.

Donna: Ich weiß nicht genau wo die Faszination herkommt, aber wir haben die ‚Shark Week‘ und es kommst ständig irgendwas Neues...

Spooner: Das ist in Amerika eine große Sache, ja.

Donna: Ja.

Spooner: Wie bist du an die Rolle in ‚Der Weiße Hai 2‘ gekommen?

Donna: Das war eigentlich der normale Weg, über den man als Schauspielerin an eine Rolle kommt.

Spooner: Du bist also zu einem Casting gegangen?

Donna: Genau. Mein Agent hat mich angerufen und sagte mir, ich würde für diesen Film vorsprechen. Ich war beim Casting; man hat mich zurückgerufen und das war’s. Ich habe die Rolle nicht bekommen. Und dann, etwa sechs Monate später, ruft er mich wieder an und sagt „Du hast ein Vorsprechen für ‚Der weiße Hai 2‘“ und ich denke „Augenblick mal!“, weißt du. Ich dachte, vielleicht geht es um eine kleine Rolle, für die jemand zum Dreh nach Florida kommen soll. Aber was eigentlich passiert war, ist dass sie die vorigen Schauspieler gefeuert hatten, und den Film umbesetzt haben.

Der WOH-Mitarbeiter macht Stress.

Spooner: Es tut mir Leid, ich würde sehr gerne weiter mit dir reden, aber wir müssen leider Schluss machen.

Donna: Oh, okay. Vielen Dank!

Spooner: Ich hab zu danken!

Donna: Viel Glück mit allem! Ich bin sicher, dass meine Fans deinen Film gerne sehen würden!



Spooner





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