Insect



Originaltitel: Blue Monkey (1987)
Regie: William Fruet Drehbuch: George Goldsmith & Chris Koseluk
Darsteller: Ivan E. Roth, Steve Railsback, Gwynyth Walsh FSK: 18


Der letzte Überlebende des
großen Knoblauchspießfressen
von '87. Spätfolgen unbekannt.
Als der alte Fred Adams seinen grünen Daumen von einer seltenen Aggro-Pflanze angeknabbert bekommt, fällt er unter Schweißausbrüchen aus den Schuhen und muss kurzerhand ins Hospital eingeliefert werden. Lange macht’s der Opa nicht mehr, er schafft es aber noch, eine ekelhaft große Larve auszurülpsen. Was immer den alten Mann befiel, es breitet sich im Krankenhaus aus, wie eine Grippe im Swingerclub. Die Ärzte sind verzweifelt, isolieren die Kotz-Larve und bitten den Insekten-Forscher Elliot Jacobs zu sich. Leider zu spät. Ein paar minderjährige Krankenhaus-Bewohner streunern unbeaufsichtigt durch das Gebäude, gelangen in den Trakt, wo der windende Wurm seinen Mittagsschlaf hält und füttern ihn mit Brausepulver. Böser Fehler! Das Vieh mutiert, schlüpft, wächst zum riesigen Insektenmonster heran, hat bald die ersten Spital-Mitarbeiter verspeist und begibt sich in den Heizungskeller, um viele große Eier zu legen. Jacobs, Ärztin Carson und Cop Bishop (dessen Partner heute den schlechtesten Tag gewählt hat, um sich anschießen zu lassen) machen sich auf die Jagd nach dem Wesen, während die Seuchenvögel vom Gesundheitsamt das Krankenhaus längst vom Militär haben isolieren lassen. Es gibt kein Entkommen…

Hard Boiled Babies
Bin ich der einzige, der dieses Szenario recht spannend findet?
Wenn ja, dann muss ich mir den Schuh halt anziehen. Aber ich hab den Film schließlich auch gesehen und fand das Prinzip auch in Ton und Bild reizvoll genug, um mich am Schirm zu halten.
Im Prinzip handelt es sich bei ’Insect’ um eine billigere Version des 1997er Monster-Thrillers ’Das Relikt’ (wenn ihr mich fragt, eines der besten Creature-Features der letzen 10 Jahre), nur dass es sich hier nicht um ein Museum handelt, aus dem keiner entkommen kann, sondern ein Hospital, aus dem keiner entkommen darf. Nun hatte das 10 Jahre ältere ’Insect’ (dessen Originaltitel obskurerweise ’Blue Monkey’ lautet) sicherlich nur einen Bruchteil des Budgets von Peter Hyams Film zur Verfügung und das zeigt sich nur allzu deutlich in der Darstellung des Monsters. Die Effekte erinnern eher an die Biester aus dem Horror-Urschinken ’Formicula’, als an modernere Schleimwesen, was (so finde ich zumindest) aber zum Spaß an ’Insect’ tatsächlich beiträgt. Für Ekel-Fans gibt es dennoch ausreichend Glibberware und menschliches Gehacktes zu bestaunen.
Akzeptable Darsteller wie Steve Railsback (’Lifeforce’), John Vernon (’Straße der Gewalt’) und Don Lake (’Terminator’) verpassen dem Geschehen ihre persönliche Note und die Kids (u.a. eine sehr junge Sarah Polley, ’Dawn of the Dead’) sind trotz mieser Quak-Synchro recht sympathisch. Außerdem fährt man eine Extra-Portion an skurrilen Neben-Charakteren auf (u.a. ein schräges Ehepaar, das Nachwuchs erwartete, zwei bechernde Ulk-Omis).

Es geht doch nichts über die hellblaue "LASER"-Behandlung!

Den Machern von ’Insect’ gelang es, ihren Film zwischen heftigem Monster-Schocker und albernem B-Feature Marke ’Cheesy Fun’ anzusiedeln. Klar ist das Teil nicht das Gelbe vom Ei, aber es gibt weitaus schlimmere Insekten-Monster-Movies als dieses hier. Glaubt mir, ich hab die meisten gesehen ;)

Hudson