Igor and the Lunatics


‘Ein Alptraum ohne Gleichen’


Originaltitel: Igor and the Lunatics (1985)
Regie: Billy Parolini Drehbuch: Jocelyn Beard & Billy Parolini
Darsteller: Joseph Eero, Mary Ann Schact, Joe Niola FSK: 18


‘Igor and the Lunatics’

Recorded in Trauma Sound

Filmed in Terror Vision

Produziert von Troma

Gesehen von mir…

ohjeohjeohje

Der Film beginnt mit einer Szene, in der eine kreischende Dame von possierlichen Rocker-Dudes in trash-üblichem Industrie-Gebiet-Ambiete mittendurchgesägt wird. Schnitt.

Das ist Igor...
In der folgenden (ellenlangen) Rückblende mit Voice Over („In den späten 60er Jahren waren viele Menschen auf der Suche nach etwas, woran sie glauben konnten. Wir haben miteinander geschlafen, gebetet, medidiert, gehascht, gemalt und gesungen. Unsere Kommune hauste damals in einem Abbruchgebiet in der Lower East Side!“) wird uns die Vorgeschichte zu dieser Szene präsentiert.
Diese handelt von einer verblendet-verblödeten Hippie-Kommune, dargestellt von den wahrscheinlich schlechtesten Schausp… moment mal, ich glaub, diesen Ausdruck habe ich schon mal für ein anderes Gutachten gebraucht… also schön: gespielt von den inkompetentesten Knall-Chargen… nee, der ist auch alt!... Okay: verkörpert von den minimalistischsten Mokel-Mimen seit Menschen-Gedenken.
Sektenführer Paul ist ein ganz Wahnsinniger, kommt diesbezüglich aber immer noch nicht an seine rechte Hand, den titelgebenden Igor, heran.
Wer auch auch immer diesen Psychopathen spielte, man stecke ihm bitte eine Zigarre in die Zwangsjacke. Seine Darstellung ist wahrlich eine Neu-Definition des Begriffes Over-Acting. Vergleiche mit der sprichwörtlichen Scheißhausfliege bieten sich hier durchaus an, zumal der Typ auch die Synchro von ’Rizzo der Ratte’ hat.

...keine Ahnung, was das ist...
Wie dem auch sei: Nach all zu argem Unsinn wird die Sekte von einem Rollkommando der Polizei (hier: zwei dicke Männer mit Hüten) gesprengt und der Guru kommt in den Bau. Ein paar Jahre später wird er aber auch schon wieder entlassen, damit der Spaß von vorne losgehen kann. Verkittet wird dieses nonsensische Gedöns von doofen Schreikrämpfen halb bekleideter Ekel-Tussen, labernden Holzfäller-Hemden tragenden Koteletten-Spackos und dem Protagonisten Tom, der mal in der Sekte war, aber jetzt Präsident von einer Schuhfabrik werden will… oder so.

Ach, Schluss jetzt mit den glücklosen Versuchen, die nicht vorhandene Story in Worten herauf zu beschwören. Schon nach der ersten Aufblende und den parallelen Anzeichen des Plagiats von Wes Cravens ’Last House on the Left’ befand sich der Film auf der Straße nach Süden.
Alles Essig hier! Ganz besonders die Musik, die meines Erachtens direkt aus dem 5. Zirkel der Hölle geschickt wurde. Für Klänge wie solche hat man die ’Mute’-Taste erfunden.
Und für Sätze a la: “Paul! Mit diesem Skalpell hab ich mir vor 2 jahren selbst den Blindarm rausgeschnitzt!“

...und das hier... Ach vergesst es einfach!

Das Back-Cover sagt:
“’Igor and the Lunatics’, ein harter Film für echte Profis. Extreme Action, Horror und Angst, die jedes Lachen im Keim erstickt.”
Ich sage:
Kackwurst!
Das Back-Cover ergänzt:
“‘Igor and the Lunatics’ - ein Alptraum ohnegleichen.”
Ich ergänze:
Stimmt irgendwie. Filme wie dieser gehören auf eine radioaktiove Müllhalde, begraben unter 50 Mega-Tonnen Brennessel-Kot, damit auch keiner in Versuchung kommt, sich diesen absolut unlustigen Schwachsinn anzutun.

So, ich geh erst mal spülen…


PS: Für Freunde der hohen Kunst Deutscher Synchronisation sei hier noch erwähnt, dass das ewige Voice Over Tom von Christian Tramitz präsentiert wird. Naja, ist halt auch nur ein Job.

Hudson