Die Horror-Party


‘Don't let the joke be on you!’


Originaltitel: April Fool's Day (1986) Regie: Fred Walton
Drehbuch: Danilo Bach
Darsteller: Jay Baker, Pat Barlow, Lloyd Berry FSK: 18


Soso, der 1. April als Slasher-Gedenktag. Wenn nichts mehr übrig bleibt, kommt man halt auf die dümmsten Ideen.

Will aus dieser Horrorstory
gerne aussteigen: Muffy
Highschool-Mieze Muffy St. John (miau) lädt zum Schulabschluss oder Geburtstag oder Springbreak oder, nee warte, zum 1. April auf ein Feierwochenende ins Anwesen ihrer Eltern ein. Die Butze liegt abgeschieden von Gott und Kaiserreich auf einer Insel, auf die nun die letzte Wochenendfähre mit Muffys Freunden schippert. Kein Achtziger-Slasher ohne blöd-nervige Teeniebratzen (genretypisch gespielt von schlechtfrisierten Mittzwanzigern), und genau die spielen sich hier erst einmal eine Runde Aprilscherze bis die Wellen wackeln.
Dummerweise kommt es bei der Ankunft auf der Insel zu einem richtig fiesen Unfall und ein Dockarbeiter bekommt das halbe Gesicht weggefräst. ’Da kann man nix machen!’ denken sich Muffys Freunde und nisten sich froh und munter im Partyhaus ein, wo noch bis nach dem Dinner derbe Scherze getrieben werden. Doch nach der ersten Nacht verschwindet plötzlich eine Bratzleuchte nach der anderen. Während einige sich noch darüber amüsieren können, liegen bei anderen die Nerven blank…

“Dein Schlitz ist offen und dein trauriger Blinker hängt raus.“

Eher nach einem versucht mysteriösen ’Zehn kleine Negerlein’-Prinzip als nach der blutigen Hackebeil-Methode eines Slashers werden bei ’April Fools Day’ (so der passendere Originaltitel) stereotype Figuren von der Bildfläche geputzt und in einem gescheiterten Zusammenspiel von Thrills und Späßen gegeneinander ausgespielt.
Zwar finden sich in der Cast ein paar bekannte Gesichter wieder (beispielsweise Tom ’Biff’ Wilson aus ’Zurück in die Zukunft’, Clayton Rhoner aus ’Das Relikt’ und Debbie Foreman aus ’Lunatics - A Love Story’), doch die Figuren bleiben genau wie die potentielle Grusel-Atmosphäre hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das Ende ist trotz mehrfacher Ungereimtheiten, die durch den Plot wie ’Hänsel und Gretels’ Brotkrumen gestreut werden, wirklich eine satte Überraschung, verleiht dem Film eine einmalige Note der Originalität und lässt alle meine vorher angeführten Mängel in rosa Luftwölkchen verpuffen…

Warum sollte jemand dieses Bild auf das Backcover packen?!

Fazit: …ähm, ja: April, April! Humorloser, spannungsarmer Fun-Thriller. Tja, ich denke, ihr habt’s kapiert, gelle?


Hudson