Höhle des Grauens


‘Trapped In a Cave of Terror!’


Originaltitel: It's Alive! (1969) Regie: Larry Buchanan
Drehbuch: Richard Matheson & Larry Buchanan
Darsteller: Tommy Kirk, Shirley Bonne, Bill Thurman FSK: unbekannt


Stranded On Death Row
Die Backwoods, Baby. Hier leben sie, die Irren Amerikas. Verrückte Wissenschaftler im Exil, Hinterwäldler mit Unzuchtsfantasien, Monsterzüchter mit Leichen im Keller.
Ein bisschen etwas von jedem trifft auf den Bösewicht von ’Höhle des Grauens’ zu. Er ist sauer darüber, dass kein Mensch seit Jahren mehr seine Schlangenfarm besucht und hegt daher einen gewaltigen Groll auf die ’Highway People’, Leute, die auf der neu gebauten Schnellstraße entlang düsen. Doch eines Tages findet er ein monströses Wesen in den Höhlen neben seiner Farm in den Wäldern und füttert es mit allerlei Kleinkram, bis es eines Tages auf Menschengeschmack kommt.
Nun geraten auch ein Ehepaar und ein Paläontologe in die Fänge des Irren, der sich vor Jahren übrigens auch eine nette Dame gefügig machte, die er sich mittlerweile als Dienerin hält.

Henkersmahlzeit
Leute, ich kann diesen Schwachsinnsgarn unmöglich weiterspinnen. Ihr lest ja selber, dass hier der Schund die Hosen an hat. Der Film gehört ganz fraglos unter die Top 10 der schlechtesten Filme aller Zeiten, hat keinerlei Schauwerte, bis auf ein furchtbar krudes Monsterkostüm (auch nur für betrunkene Käseasten interessant), welches allerdings kaum zum Einsatz kommt und bietet neben unbezwingbarer Langeweile die unglaublichste Rückblende in der Geschichte des Films.
Unglaublich wie in ’unglaublich mies, beschissen und doof’. Nicht nur, dass diese ca. 20 minütige Sequenz mitten in den Film eingebaut wird, sie hat auch keinerlei Dialoge, nur ein hysterisches Voice Over, spielt beinahe komplett in Zeitlupe und kredenzt dem entnervten Zuschauer Rückblendenmusik im Harfenkonzert-Format.
Aber hey, was sonst hätte Trash-Meister Larry Buchanan anstellen sollen, um seinen Film auf Feature-Länge zu bekommen. Ein Film, der von Leuten handelt, die in einer Höhle gefangen sind, in welche die Haushälterin des irren Hinterwäldlers nach Belieben ein und aus marschieren kann, ohne jemals von den Protagonisten beobachtet, verfolgt oder einfach gefragt zu werden, wo denn der Geheimausgang sei, durch den sie alle zehn Minuten erscheint. Getoppt wird die Unfähigkeit aller Beteiligten vom allgemeinen Fehlen diverser Soundeffekte und den bekloppten Dialogen, in denen der Verrückte seine Beziehung zum Monster erläutert (“I decided to make it my friend.“) und der gefangene Paläontologe an dessen Sinn als Wissenschaftler appelliert.

Das muss jetzt wirklich reichen...

Time for some serious movie policing! ’Höhle des Grauens’ kommt nicht in Tüte! Ich verbiete euch schlichtweg, diesen Müll zu konsumieren! Ihr habt etwas Besseres mit eurer Zeit zu tun. Geht Wasserflöhe angeln, baut ein Monsterkostüm, besucht Oma im Heim! Das ist kein Scherz. Der hier geht einfach gar nicht.


Hudson