Beast from Haunted Cave


‘Screaming young girls sucked into a labyrinth of horror by a blood-starved ghoul from Hell.’


Originaltitel: Beast from Haunted Cave (1959)
Regie: Monte Hellman Drehbuch: Charles B. Griffith
Darsteller: Michael Forest, Sheila Noonan, Frank Wolff FSK: keine (unrated)


Ende der 50er waren Film-Kreuzungen, in denen sich die Genres Gangster-Film und Monster-Film trafen eine gern gesehene Mischung in den Matinees der Kinos, die damals noch jeden Scheiss spielten. Zur Kategorie ’Jeder Scheiß’ gehört auch der folgende Film, ’Beast from Haunted Cave’, produziert von den Brüdern Gene und Roger Corman.

’The monster outside is dreadful,
but the snow is so delightful!’

Im schönen Dakota zur Winterzeit treffen sich ein paar Schurken, um einen Stapel Goldbarren aus einer kleinen Bank zu mopsen. Mittels clever gezündeter Zeitbombe wird eine Höhle zum Einsturz gebracht und somit die Anwohner vom Raub abgelenkt (Augenrollen erlaubt). Das Gold ist schnell eingesackt und die Gangster finden Unterschlupf in der Hütte des Ski-Lehrers Jackson. Aus dem kurzen Aufenthalt wird ein langatmiges Martyrium für Protagonisten und Zuschauer, als ein widerliches Monster aus der zerbombten Höhle kraucht, um sich an den Tiefkühlreserven der Hütte gütlich zu tun...

“Also mir egal, was ihr macht.
Ich hau jetzt ab hier!“

Mann, Mann, Mann. Das waren die längsten 70 Minuten meines Lebens (Zahnarztbesuche nicht mitgezählt). Hier zündet nichts, außer der bemerkenswerten Schneelandschaft, durch welche die Protagonisten stapfen, wenn sie nicht gerade labern, in der Hütte lümmeln, sich gegenseitig auf den Keks gehen, nochmal labern und sich vor einem Monster fürchten, das nur alle Jubel-Jahre erscheint. Nix Spannung, nix Spaß, nix Unterhaltung, nur Sessellift-Aufnahmen, monströse Geräusche aus der Nacht und angestaubte Grusel-Musi aus dem Leierkasten. Am Ende geht’s dann in eine Höhle, wo wir endlich den Schrecken in seiner vollen Pracht zu Gesicht bekommen und ich muss an dieser Stelle den ollen Dampfhammer rausholen und sagen: Es handelt sich dabei um eines der lächerlichsten, schlecht designtesten Monster, das je den Blick eines hoffnungsvollen Zuschauers traf. Eine Skelett-artige Tülle mit einem haarigen Wischmob umschlungen, powered by zwei fusseligen Palmstengeln. Zu recht wird diese Schrubberkonstruktion vom Backcover-Text der DVD wie folgt beschrieben: ’a particularly icky monster, that only could’ve be dreamt up in 1960’.

Erkennt ihr was? Bloß gut!

Fazit: Hüttenkoller, der Film. Featuring: Höhlenkoller, das Finale. Starring: Bo Ring & Val Ium. Gefilmt in: Schnee. Urteil: Schlecht.


Hudson