Halloween Night - Satan lebt!



Originaltitel: Halloween Night (1988) Regie: Jag Mundhra
Drehbuch: Carla Robinson
Darsteller: Hy Pyke, Gregory Scott Cummins, Katina Garner FSK: 18


“Er verblutet. Er verblutet!”
“Gib mir deinen Finger! … Ach Tommy, das müssen wir sofort abwaschen.”
“Aber Mami, ich mag den Geschmack von Blut. Großvater hat gesagt, Blut ist gesund für mich.“

Satanic Abgrüßing
Ja, da stimmt was nicht. Und siehe da, als Tommys Papa Bill seinen Schwiegervater endlich zur Rede stellen will, entpuppt sich dieser als Anführer eines satanischen Kultes. Leider überlebt Bill die Begegnung nicht und Tommy wächst ohne väterliche Fürsorge auf, dafür aber unter der Obhut seines diabolischen Opas, was seine schwache Mutter leider nicht zu verhindern weiß.
Jetzt ist Tommy ein fast erwachsener, muskulöser Grobian mit einer Vorliebe für die Farbe schwarz und einem Altar im Wandschrank, vor dem er gelegentlich den Teufel anbetet, wenn er nicht gerade mit umgeschnalltem Walkman auf dem Bett liegt und sich in zweitklassige Heavy Metal-Videos hineinträumt (’You’re the devils Son!’). Tommy hat auch zwei Geschwister: Roger und Vera. Beide sind einigermaßen ’normal’ (na schön, Roger ist Polizist) und im Gegensatz zu Tommy ist das diesjährige Halloween kein großer Tag für sie. Der soll heuer nämlich der Prophezeiung seines Opas folgen und als Satans Nachfolger antreten. Während seine Familie sich Sorgen macht und versucht, Tommy zurück ans Licht zu führen, kommt es in der Stadt zu merkwürdigen Mordfällen….

Wow, ein 'Escalation'-Poster in der Muckibutze!
Geschmack hat der Typ ja.

’Halloween Night - Satan lebt!’ aka ’Hack-O-Lantern’ aka ’The Movie with the supercrazy Heavy Metal-Video’ ist eine satanische Horror-Trash-Slash-Gurke mit Ex-Appeal und reichlich ungrusligem Halloween-Touch.
Die Darsteller sind allesamt aus der Jahrmarkts-Lotterie gezogen (leider nur Nieten), die Musik mal rockig, mal pompös elektronisch, die sparsam eingesetzten Effekte allerhöchstens mittelmäßig, die Dialoge peinlich und die Grundstimmung trashig.

Let me tell you of the
days of hell adventure!
Immerhin packten die Macher hier alles rein, was woanders gerade lose rumlag: Maskierte Slasher, satanische Tänze ums Pentagramm in Opas Scheune, Sex auf dem Friedhof, ein verschwitzter Bad Boy, Mord & Totschlag, Familien-Drama (inklusive versuchtem Inszest), Hairspray-Fasching, ein meilenweit vorhersehbarer Twist, Stand Up-Comedy und einen echt schrägen Heavy Metal-Videoclip, der alleine schon Stoff für einen eigenen Horror-Trasher hergegeben hätte.
Trotz der Vielfalt findet man kaum eine einzige spannende Szene im Film und dafür ist er dann einfach nicht trashig genug. Hobby-Kultisten, Spray Metal-Fans und Konsorten (you know who you are!) können mal vorbeischauen.


Hudson