Good Night Hell


‘Der Weg in die Hölle ist blutig und lang…’


Originaltitel: The Terror Within (1989)
Regie: Thierry Notz Drehbuch: Thomas McKelvey Cleaver
Darsteller: George Kennedy, Andrew Stevens, Starr Andreeff FSK: 18


“Unheimlich still hier draußen.“
“Ja, das war schon immer so. Auch vor dem ’Unfall’.“
“Der Unfall. Ich dachte wir gehen bei einem Atomunfall drauf und nicht durch eine lecke Teströhre in irgendeinem Labor.“

Monster schlägt zu...
Tja, dumm gelaufen. Das Leben ist halt wirklich kein Wunschkonzert. Denn wenn es das wäre, dann wünschte ich, das Geld für ’Good Night Hell’ an die Stiftung Sorgenfilm oder eine ähnliche cinematäre Einrichtung gespendet zu haben.
Ich könnte eigentlich an dieser Stelle ganz einfach auf das Gutachten des von mir kürzlich gesehenen Filmes ’Creepzone’ verweisen, der ein Jahr früher erschien und abschließend kommentieren: ’Good Night Hell’ ist noch schlechter. Beide Filme sind nahezu identisch.
Sie…

1. … spielen beide in einer Endzeit, die darzustellen den Machern dank eines knappen Budgets nicht möglich war.
2. … finden beide in einem unterirdischen Bunkersystem statt, in dem eine klauenbewährte Mutation (hier ein ’Gargoyle’) lauert, die…
3. … die Insassen des Komplexes nacheinander beim Durch-die-Gänge-schlurfen abmurkst und dabei…
4. … kopieren beide ungeniert ’Alien’, bis die Bauchdecke platzt und…
5. … in beiden treibt ein Killer-Fötus sein Unwesen.

... Mensch schlägt zurück...

“Hast du mal einen frühreifen Fötus so rennen sehen?“

Nun erwähnte ich bereits, dass ’Good Night Hell’ (auf den ich mich, aufgrund des trügerischen Covers und dem halbwegs spannenenden Setting [auf dem Papier] schon gefreut hatte) eine noch größere Gurke ist, als ’Creepzone’ und das ist fast schon eine Unterteibung. Ob nun der Mangel an überzeugenden Effekten, die scheußliche Video-Optik oder die irritierten Föhnwellen-Akteure, die nur durch eine verdatterte Portion George Kennedy (’Der Zauberbogen’) aufgelockert werden, daran Schuld sind… mir egal. Sucht’s euch aus. Ich tippe darüber hinaus auf die ungepflegte Langeweile, die sich ziemlich bald breit macht. Immerhin gibt es ein trashiges Monster, das aussieht wie ein gehäutetes Wildschwein auf zwei Beinen.
Da dies aber alles ist, was diese ’Concorde’-Produktion zu bieten hat, wende ich meinen strafenden Blick in Gedanken zu Roger Corman, einem Mann, dessen Vita vom ’Hit & Miss’-Prinzip unterwandert ist, wie keine zweite.

... Monster stirbt. Ende.

’Good Night Hell’ ist Horror-Murks in der staubigen Science-Fiction-Tasche eines von Motten zerfressenen Endzeit-Mantels. Finger weg.


Hudson