Godthumb



Originaltitel: The Godthumb (2001) Regie: David Bourla
Drehbuch: Paul Greenberg, Steve Oedekerk & Vito Viscomi
Daumsteller: Steve Oedekerk, Megan Cavanagh, Cam Clarke FSK: 12


Die Daumen sind wieder da und dieses Mal will uns Steve Oedekerk ein Angebot machen, das wir nicht ablehnen können.

“I’m hungry. Someone bring me a kitten!“

Auf der Hochzeit seiner Tochter lernen wir den ‘Godthumb’ kennen, einen Mafia-Paten, der ein erfolgreiches Familiengeschäft führt. Seine Freunde erwarten alle einen Gefallen nach dem anderen, seine Söhne (Thummy, Afraido & Adopted Lawyer Son) sind allesamt Deppen, nur sein Bambino Mickey hat das Zeug zum Nachfolger, auch wenn der noch nichts davon weiß. Als der Mafioso Don Bazzarzini dem Paten ein Geschäfts-Angebot macht, das dieser ablehnt, heuert Bazzarzini eine Killer-Meute an, die den Godthumb zusammenschießt, bis nur noch sein Kopf übrig bleibt. Mickey schwört Rache…

Der Hunger wächst...

Es ist nicht leicht, ein so beliebtes Meisterwerk wie Coppolas ’Paten’ zu verarschen und dabei auch noch ein paar Lacher aus loyalen Fans der Reihe zu locken, aber bei Oedekerk klappts streckenweise ganz gut.
Der Holzhammer-Humor wird an den richtigen Stellen benutzt und die Parodien treffen oft ins Schwarze. Wie zum Beispiel bei der Pferdekopf-Szene, die völlig ad absurdum geführt wird (Nilpferd-Kopf, Elefanten-Kopf … “I must be an amazingly sound sleeper!“) oder die Unterredung mit Johnny Paesano, der unbedingt eine Rolle in ‘Elektro Robo Boogie 2’ will. Auch wenn die Mafia Diskussionen über ’Fleischwürfel anstelle von Fleischbällchen’ vom Stapel lässt und das hiesige Luca Brasi-Äquivalent mit einer Würstchenkette gelyncht wird, bleibt kein Auge trocken.

...und wächst!

Obwohl die Gags gegen Ende etwas an Saft verlieren und Oedekerk seine Daumen nur den ersten Teil des Originals veräppeln lässt, geht ’Godthumb’ als kurzweilig juxige Klassiker-Verarsche durch, die man Kasperköppen und Daumen-Fans getrost unters Kissen packen kann.


Hudson