Gate 2 - Das Tor zur Hölle


‘There's only one thing more terrifying than the first visit. The second.’


Originaltitel: The Gate II: Trespassers (1992)
Regie: Tibor Takács Drehbuch: Michael Nankin & Michael Nankin
Darsteller: Louis Tripp, Simon Reynolds, Pamela Adlon FSK: 16


Revenge of the Nerd
Es ist schon einige Jahre her, dass Terry und sein Freund Glen in dessen Hinterhof ein Portal zur Hölle öffneten und damit einigen Ärger in Dämonen-Form heraufbeschworen. Glen ist mittlerweile verzogen und spielt in Filmen wie ’Blade’ und ’Alone in the Dark’ den Mackeroni, doch Nerd Terry haben die Ereignisse nie ganz losgelassen. Wie auch? Sein Leben als Außenseiter und Sohn eines trinksüchtigen Versagers verläuft nicht wirklich optimal. Als er eines Nachts beschließt, ein weiteres Ritual im Keller des nun verlassenen Hauses zu vollziehen, kommen ihm die drei Jugendlichen, John, Moe und Liz in die Quere.
Auch sie wollen an der Zeremonie teilnehmen, bei der angeblich jeder Herzenswunsch in Erfüllung gehen soll. Doch etwas läuft schief. Der punkige Hitzkopf John erschießt einen ’Minion’ (die dämonischen Zwerge, schon aus Teil 1 bekannt) den Terry daraufhin mit nach Hause nimmt und in ein Gurkenglas packt. Nicht lange und der Minion ist wieder hell wach und beginnt tatsächlich Wünsche zu erfüllen. Doch nach einiger Zeit verwandeln sich alle Ergebnisse des Wunschdenkens in ’Scheiße’ (nee, wirklich). Als John und Moe den Minion entwenden, um ihre niederen Instinkte zu befriedigen, nimmt der Ärger ganz neue Dimensionen an…

Der Gärtner ist der Mörder!

Plitsch, Platsch. Hört ihr das? Es ist das 90-minütige Dahinplätschern eines durchschnittlichen Filmes. Kein unangenehmes Geräusch, aber eines, das gegen Ende zunehmend schwieriger zu entschuldigen ist.
Regisseur Tibor Takács lässt das Sequel seines unterhaltsamen ’Gate’ zu keinem Zeitpunkt über die Standards springen. Zwar gibt es auch wieder sympathische Darsteller (vor allem natürlich Lois Tripp, der seine Rolle aus dem Vorgänger neu überarbeitet darbietet), nette Effekte (vor allem der putzige kleine Minion, der auch für ein wenig Humor sorgt) und … und … nee, das war’s schon. Jedenfalls bei den ’Pros’. Die Mängel in Sachen Ironie und Spannung sind leider allzu offensichtlich. Auch der Versuch einen dramatischen Hintergrund für Terry und seinen Vater zu spinnen fällt eher flach und das, der eher düsteren Grundstimmung entgegenwirkende ’Happy End’, macht einen dementsprechenden Bauchklatscher.

“Zwei Meter, zwei Mark!“

Fazit: Für Fans des Originals, die auf das töffte Eighties-Flair verzichten können, ist ’Gate 2’ möglicherweise interessant. ’Real Horror-People’ tangiert der Film nur periphär und alle anderen werden den selten gewordenen Film sowieso nie zu Gesicht bekommen. Plitsch, Platsch eben.

Hudson