Gate - Die Unterirdischen


‘... pray it's not too late!’


Originaltitel: The Gate (1987) Regie: Tibor Takács Drehbuch: Michael Nankin
Darsteller: Stephen Dorff, Louis Tripp, Christa Denton FSK: 16


Monster aus dem Vorgarten, Party while your parents are way, Heavy ’Haarspray’ Metal, grelle Klamotten, verhunzte Frisuren, Kids als Helden; wenn du jetzt noch nicht weißt, dass dies die 80er sind… make like a bee & buzz off!

Freaks & Geeks

Der kleine Glen (Stephen Dorff, ’Alone in the Dark’) und sein Kumpi Terry (Mischug zwischen Mathe-Nerd und Rock-Kid) entdecken in einem unheimlichen Loch im Garten von Glens Haus ein seltsames, steinernes Ei. Als Glens Eltern übers Wochenende verreisen und seine Schwester Al die obligatorische Haus-Party schmeißt, öffnen die beiden Jungs die Kugel. Eine Zauberformel wird ihnen offenbahrt, die, in bester ’Tanz der Teufel’-Tradition vorgelesen, eine unheimliche Gewalt erweckt, welche die ahnungslosen Kids nun terrorisiert. Die Lösung des Ganzen findet sich natürlich in granatenstarken Heavy-Metal-Alben: Die Formel hat ein Tor zur Hölle geöffnet und die Dämonen sind bereits auf dem Weg zu Glen und seinen Freunden…

Auch ohne Schatten gäbe es
untenrum nicht viel zu sehen.
’Gate’ ist wirklich ein 80er ’Kids meet Mosters’-Horror, wie er im Buch steht und wie wir ihn schon auf die eine oder andere Art bei ’Poltergeist’, ’Das Böse’ und den unsäglichen ’Ghoulies’ erlebt haben.
Die ’Little Creatures’-Armee darf da natürlich genau so wenig fehlen, wie das Ding unter dem Bett, der Zombie aus dem Kleiderschrank und die beiden Kids in den Hauptrollen.
Stephen Dorff, über den man heutzutage denken mag, was man will, hat den Babyspeck-Modus ganz gut drauf (er ist 14, sieht aber aus wie 10), wird aber von seinem Sidekick Louis Tripp an die Wand gespielt. Dieser übernahm übrigens auch im Sequel (’Gate 2 - Da Gate noch was’ jaja, ganz schlechter Scherz) die Hauptrolle.
Stars dieses Filmes sind jedoch die Effekte, sei es die vorzügliche Stop-Motion-Arbeit an den Kreaturen, das manchmal sogar recht drastische Make-Up oder das visuelle Zauberwerk. Zu dumm, dass das zweite Drittel sich recht unspektakulär abspielt und deutlich mit Längen zu kämpfen hat. Außerdem fehlt es ’Gate’ an einer ganz wichtigen Zutat, die einem solchen Film meist das ausschlaggebende Sahnehäubchen verpasst: Selbstironie.

Messer, Gabel, Schere, Licht sind für Kinder Hände nicht.

Fazit: Stimmungsvoller Grusel, mit (seiner Zeit) exzellenten Tricks, knuffigen Darstellern und einem dicken, fetten Achtziger-Bonus. Die teilweise Zähigkeit und der Fakt, dass er sich ein klitzekleines Bisschen zu ernst nimmt, verhindern, dass ’Gate’ auf den oberen Rängen seiner Genre-Nische Platz nehmen darf.

Hudson