Future Zone


‘He Survived the Past...
But Nothing Could Prepare Him for the Future.’


Originaltitel: Future Zone (1990) Regie & Drehbuch: David A. Prior
Darsteller: David Carradine, Ted Prior & Patrick Culliton FSK: 18


The Glove of Metal is back!

Und damit meine ich nicht den linken Handschuh von Eric Adams, sondern den rechten von David Carradine. Der sorgte schon in ’Future Force’ mit seinem Cyborg-Grabscher für Ordnung unter kriminellem Abschaum. Warum man das Sequel ’Future Zone’ nannte, ist mir allerdings ein Rätsel. Ist schließlich die gleiche verkommene Gegend wie im ersten Teil und rein steigerungstechnisch macht das auch keinen Sinn. ’Force’ kann ja mehr als ’Zone’, das muss sogar ich als Ossi zugeben.

"Mensch jetz hab dich doch nich so,
Kurzer. Is doch nur 'ne Explosion!"
Zunächst stellt sich mir aber folgende Frage: Warum macht jemand ein Sequel zu ’Future Force’? Der Film war weder sonderlich gut noch annähernd erfolgreich genug, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen. Die Antwort rückt mit dem Aufschlagen des Personalregisters näher. David Prior, Regisseur von Rohrkrepierern a la ’Final Sanction’ und ’Raw Nerve’, erhoffte sich womöglich, die Karriere seines Bruders Ted (Darsteller in etlichen Hauwech-Gurken wie ’Hell on the Battleground’ – Regie: Sein Bruder) anzukurbeln, packte selbigen als zeitreisenden Sohn von Protagonist Tucker (Carradine) in seinen Film und ließ beide gleichzeitig auf die Bösewichter ballern. Das macht nicht viel Sinn, aber noch weniger Spaß.
Carradines darstellerische Leistung als ’öde’ zu beschreiben, ist fast so untertrieben wie meine Behauptung weiter oben, ’Future Force’ sei kein sonderlich guter Film gewesen. Damals hieß es (Gossip-Alarm), D.C. war während der Dreharbeiten zum Vorgänger unter permanentem Alkoholeinfluss. Bei ’Future Zone’ müssen es Beruhigungsmittel oder Gras gewesen sein.
Ted Prior macht da schon eine bessere Figur, aber auch nur oberflächlich gesehen. Womöglich hat er zehn gebundene Ausgaben des Drehbuchs als Hantelscheiben benutzt. Acting ist anders.
Immerhin passen Tucker, sein Handschuh (den er aus Budget-Gründen nur zum Finale rauskramt), sein Six-Shooter (der öfter Verwendung findet) und seine Methoden (Cowboy-Show auf Valium) perfekt zu den debilen Bösewichtern des Films, die ihren Coke-Counter direkt in der Mitte der Lagerhalle platzieren.

Hiermit präsentiere ich euch das Highlight dieses Streifens
und erspare es euch, diesen Mist selbst anschauen zu müssen.

’Future Zone’ ist die Art von Run-of-the-mill-Actiongülle, die selbst den hartgesottensten Krawallbrüdern und Genre-Freunden den Wind aus den Segeln nimmt. Ein echter A.T.Z.E.-Streifen: Altbacken, träge, zahn- und ereignislos. Geh mal einer zurück in die 80er und sach Bescheid, dass sie’s lassen sollen.


Hudson