Future Force



Originaltitel: Future Force (1990)
Regie: David A. Prior Drehbuch: Thomas Baldwin & David A. Prior
Darsteller: David Carradine, Robert Tessier, Anna Rapagna FSK: 18


Es ist 1991, meine Stimmung ist lau und die Video-Hülle bräunt sich.
Wer auch immer auf die Idee kam, John Wayne mit ’Max Rockatansky’ zu kreuzen und David Carradine die Rolle zu geben, hätte lieber auf Celine Dion gehört: “Baby, think twice!“

Drunken Dave & his Winos
Die Kriminalität nimmt Überhand, die Gefängnisse sind überfüllt, die Polizei außer Stande Ordnung zu bringen. Also wird das Gesetz in die Hände von Privat-Gesellschaften gelegt, den C.O.P.S., eher Kopfgeldjäger, die keine Manieren haben, korrupt sind und sich wie Rocker kleiden.
Einer von ihnen ist John Tucker (David Carradine, der hier auch als Associate Producer fungierte). Tucker ist ein harter Brocken reinsten Wassers (mal abgesehen von der 100% alkigen Darstellung durch D.C.) aber dennoch sauber wie Eliot Ness himself. Ein Callahan der nahen Zukunft mit einem Roboter-Power-Handschuh, der sogar Automobile in die Luft jagen kann. Als eine Reporterin der Korruption auf die Schliche kommt, ist Tucker der einzige, der sie beschützen kann. Im Alleingang stellt er sich seinem gesamten Kollegium in den Weg…

“Die Sucht, mehr zu fressen als man verdrücken kann, führt zur Verstopfung!“

Hands up
Baby, Hands up!
Ein offensichtlich alkoholisierter David Carradine (und, nein, das gehörte nicht zu der Rolle) als bester Mann der Force mit einem Roboterarm… korrupte Bullen, die ihm ans Leder wollen… ein schnarchiger Sado-Strippenzieher und sein hohler Skinhead-Hiwi… ein querschnittsgelähmter Hacker-Nerd, der während des Films mit D.C. chattet… alle Nase lang dumme Sprüche (“Der Spruch is ja noch fetter als du!“ … “Aussehen wie ein Arschloch, okay. Aber auch so stinken?!“ … “Was sollen wir denn jetzt machen?“ “Der beste Vorschlag kommt ins Finale.“) … inszeniert vom Regisseur des gurkesquen ’Final Sanction’… Wenn es hier mehr zu sagen gäbe, glaubt mir, ich würde es tun.

“Sie haben das Recht zu sterben. Sollten sie auf dieses Recht verzichten, werden sie festgenommen und inhaftiert.“

Das Finale, in dem der Handschuh von Carradine ferngesteuert über einen Schrottplatz fliegt, den Skinhead schwebend zu Tode prügelt und schließlich ein ’Exzellent’-Zeichen in der Luft macht, ist der einzige Grund, weswegen man sich diesen Film antuen könnte. Noch Fragen…?



PS:

Das ist übrigens der
"ferngesteuerte",
"vollautomatische"

Glove of Power!

















PPS: Arm oder?


Hudson