Force Commando


‘This war's in your own backyard.’


Originaltitel: The Devastator (1985)
Regie: Cirio H. Santiago Drehbuch: Joseph Zucchero
Darsteller: Rick Hill, Katt Shea, Terrence O'Hara FSK: 18


Vietnam! Maschinengewehrfeuer! Explosionen!

Gleich knallt's!
Aber erstmal mit der Ruhe. Denn das einleitende Feuerwerk von ’Force Commando’ ist lediglich eine actionreiche Erinnerung, die unseren schlafenden Helden Deacon Porter (Rick ’Todesjäger’ Hill) aus den Träumen reißt. Aber genau so ein Opening erwartet man von Cirio H. Santiago (’Defender 2000’), der Mann, der nie lange fackelt, sondern wenn möglich direkt abfackelt.
Auch nach dem Frühstück kommt Porter einfach nicht zur Ruhe. Die Frau eines ehemaligen Vietnam-Buddies klingelt durch und berichtet vom Tod ihres Mannes. Porter nimmt sich die Zeit zur Witwenbetreuung und gerät im Kaff ’Kings Ransom’ in jede Menge Ärger.
Fiese Grasgärtner haben das Nest mit Beschlag belegt und knallen jeden über den Haufen, der sich ihren profitablen Hanfstauden nähert. Die Bürger sind eingeschüchtert und der Sheriff ist korrupt. Porter juckt das nicht, er bohrt nach und hat bald die Schläger der Marijuanitos auf dem Pelz. Da gibt’s nur eins: Das alte Platoon zusammentrommeln, die Schiessprügel aus dem Schrank kramen, Tarnklamotten auf den Leib geschnürt, schwarze Schmiere ins Gesicht und ab in die Backwoods, um Dr. Greenthumbs Erben das Handwerk auf die grobe Art zu verderben…

“Wir mögen keine Fremden hier in Kings Ransom. Die machen nur Ärger.“

"Jungs, hat's schon geknallt?"
Ja ja, es sind mal wieder die hauptberuflichen Vietnam-Veteranen, die hier das große Ärschetreten übernehmen. Das kennt man schon aus dem allseits beliebten ’Söldnerkommando’ oder dem grottigen ’Strykers War’ und ’Force Commando’ (nicht zu verwechseln mit ‘Terror Force Commando’ oder ’Delta Force Commando’ oder gar ’Ninja Fighters’ aka ’Pink Force Commando’) bewegt sich unterhaltungstechnisch irgendwo zwischen den beiden oben genannten Beispielen auf der ’Viet-Vet-strikes-back’-Action-Skala. Kein bisschen clever, keine Ressourcen auf die Charaktere oder den Plot verschwendet, dafür aber mit echt kantigen Fratzen und dummen Sprüchen (“Am Morgen ein Joint und die Welt ist dein Freund!“) voll gepackt und immer auf die Zwölf. Ob nun mit M-16s, M-60s, Bazookas, Handfeuerwaffen, Granaten, Dynamit, Fäusten und Schuhsohlen; hier wird auf Feld, Wald und Wiese aus allen Rohren und Röhrchen gefeuert, bis es keinen mehr interessiert, was eigentlich der Anlass für den ganzen Pulververschleiß war.
Es war der Tod eines Kameraden, durch die Hände gemeiner Drogenbarone. Passt auf, dass wenigstens ihr das nie vergesst!

Au, jetzt knallt's aber wirklich...

Fazit: Ebenso tumbes, wie fetziges Backwood-Smack-Baller-Draller irgendwo zwischen ’Walking Tall’ und ’Rambos Day off’. Actiongülle, wie sie im Walde steht.

Siehste!?!


Hudson