Final Sanction


‘Zum Töten gedrillt’


Originaltitel: The Final Sanction (1990) Regie: David A. Prior
Drehbuch: Welches Drehbuch?
Darsteller: Ted Prior, Robert Z'Dar, William Smith FSK: 18


Langfassung:
Oh oh..
Der Atomkrieg ist da!

Der Dumme mit der Wumme
Amiland ist fast abgebrannt und in Mütterchen Russland kommen Ansagen durch’s Megafon, die vom Angriff der Kapitalistenschweine aus den bekloppten Staaten berichten. Damit wir wissen, dass es auch tatsächlich Russland ist, prästentiert uns der clevere Hund von einem Regisseur einen Stadionsprecher mit russischem Akzent!
Um einen totalen Krieg zu vermeiden, schicken beide Kontrahenten ihren jeweils besten Fighter in einen Zweikampf, aus dem nur der Gewinner lebendig herauskommt. Eigentlich eine fast pazifistische Grundidee…hätte man doch nur den Zweikampf im Abwurfball ausgetragen!

Fort Levenworth: Army-Häftling Sgt. Batanic (Action Trash Kanone Ted Prior) wird von der Hof-Prügelei direkt ins Spital gebracht und bekommt dort eine weibliche Stimme in den Kopp installiert. Er ist der Auserwählte der US of A und soll seinem russischen Kontrahenten ordentlich die Qualle verkohlen.

Als hätte Rambo
zuviel Botox genascht.
Krimsekistan: Killermaschine Sergej Swatchkopp (kein Scheiß! und gespielt von Rubber-Face Robert Z’Dar, ’Maniac Cop’) wird von seinem Vorgesetzten (William Smith, auch schon aus ’Maniac Cop’ bekannt und mit russisch akzentuierter ’Chefkoch’ Synchro) auf Batanic angesetzt. Doch zuerst muss er durch das bekloppteste russische Abhärtungsprogramm, seit Ivan Drago den ’sibirischen Bullen’ gab (witzig genug, dass sich amerikanische Filmproduzenten den Prototypen des Russischen Bösarschs immer mit Riesen-Kinn vorstellen!).

Derweil bekommt Batanic einen Haufen Fast Food, eine Begnadigung und jede Menge kluge Ratschläge von der Truse aus seinem Ohr. Nebenbei labern schlecht bekleidete Leute in einer (die Motivation der Charaktere erklärenden) Rahmenhandlung völlig uninteressantes Zeug. Bis es endlich zum ’endgültigen Vollzug’ kommt, hat man soviel furchtbares Laber-Gedöns und (in unglaublich schrottige Musik gehüllte) Ausrüstungs-Montagen miterleben müssen, dass es keinen mehr wundert, wenn die beiden Hoschis plötzlich im Laub-Wald ’Hasch mich, ich bin der Rambo’ spielen. Laaaaaaaangweilig!
Zwischendurch versucht der Sarge es ab und an mit pseudo-witzigen Kommentaren („Komm zur Armee, da siehst du die Welt!“) und das Wald Setting wird später noch durch alte DDR-Judo-Barracken ersetzt. Doch das alles fruchtet nix, denn die Zuschauer sind mittlerweile längst weggenickt und bekommen noch nicht einmal den strunzdummen und völlig vorhersehbaren Twist gegen Ende der Scharade mit.

"Schau mir auf die Akne, Kleiner!"


Kurzfassung:
Miese Darsteller folgen einem miesen Plot direkt in miese Kulissen hinein. Es macht ein paarmal Bumm und das ist dumm. ’Final Sanction’ ist ein Film, der sich neben dem Fakt, dass man (aufgrund der Lahmärschigkeit des Helden) dem Bösewicht zujubelt, nur durch eines auszeichnet: Nämlich der Tatsache, dass der Russe ein verdammt guter Kämpfer im Umgang mit Mini-Killer-Spaten ist!
'Final Sanction': Zum Töten gedrillt! 'Die Zuschauer': Vom Blödsinn gegrillt!

Hudson