Feuerwalze


’A pair of down-and-out fortune hunters cash in on high adventure!’


Originaltitel: Firewalker (1986) Regie: J. Lee Thompson
Drehhbuch: Norman Aladjem, Robert Gosnell, Jeffrey M. Rosenbaum
Darsteller: Chuck Norris, Louis Gossett Jr., Melody Anderson FSK: 12


Ja ja, die gute alte ’Feuerwalze’. Manchmal sieht man die Kopien eben vor dem Original und dann bleiben sie für immer im Hirn kleben.

Deutsche Autos sind
einfach unschlagbar!
’Feuerwalze’ ist im Vergleich zur Achterbahnfahrt der ’Indy’ Filme zwar nur ein Kettenkarussell für Kids, aber Spass macht dieser Abenteuerklamauk auf jeden Fall. Das fängt schon mit der rasanten Verfolgungsjagd durch die Wüste an. Eine halbe Minute im Film, und schon kommen auch die Sprüche der deutschen Synchro. Rainer Brandt Fans werden ihre helle Freude haben. So macht das Spass.
Allmöhlich kommt dann auch die ’Handlung’ in Wallung. Eine Lady sucht zwei Männer in einer Bar, die „todesmutig und nicht zu clever“ sind. Da ist sie bei den beiden Sprüchklopfern Max (Chuck ’Top Dog’ Norris) und Leo (Louis ’Der stählerne Adler’ Gossett Jr.) genau an der richtigen Adresse. Kurz vorgestellt (Max: „Das ist der blasse Leo“ Leo: „Von Beruf Neger!“) erzählt sie ihnen von einem Goldschatz („Atztekisch oder Maya?“ „Biene Maja“), den sie finden will und schon haben wir den Ursprung aller Abenteuer.

"OK! OK! Pack die Knarre weg,
ich spiel ja in 'Top Dog 2' mit!"
’Feuerwalze’ ist ganz bestimmt kein Meisterwerk. Weder des anspruchsvollen Films, noch der Unterhaltung. Trotzdem macht dieser mit Blödelsprüchen versetzte Schwachsinn eine Menge Spass, dem sich nur miesepetrige Ernstis entziehen können.
Die Helden des Films machen aber auch jeden Schwachsinn mit; sind in Priester Verkleidung unterwegs, besuchen Indianerhäuptlinge und erfinden nebenbei (jedenfalls in der dt. Fassung) linguistische Kreationen wie ’Gepresste Krümelkacke’ (indianischer Weihrauch), ’Zündklops’ (Zyklop) und ’Trümmerlotte’ (Archäologin), alles Wörter, die ich bis heute nicht aus meinem Sprachgebrauch verdrängen konnte.
Wüste, Dschungel, Pyramide, Guerilla Truppen, Krokodile, fiese Berber…es ist alles da, was ein Abenteuerfilm zum Einchecken braucht. Chuck Norris dachte wohl damals, seiner Karriere, mit einem weiteren ’Indy’ Klon, einen Schub geben zu können. Ich war nicht überrascht, zu hören, dass der Regisseur J. Lee Thompson, auch schon für den ersten ’Quatermain’ Film verantwortlich war (übrigens auch für das ’Kap der Angst’ Original aus dem Jahre 1962).
Die einzigen Wörter, die mir gerade einfallen, um die Musik zu beschreiben, sind ’trommelig’ und ’orgelig’. Die Naturaufnahmen sind sind im grünen Bereich, die Action ebenfalls und der Film hat sogar einige bekannte Nebendarsteller zu bieten. So spielt Sonny Landham (Billy aus ’Predator’) einen stillen Killer-Indianer und auch John Rhys-Davies hält seine (inzwischen vergoldete) Nase mal wieder in die Kamera. Den rauhbeinigen Lachsack hat er ja auch bloß schon schon im ersten ’Indy’ und dessen RipOff ’Quatermain’ gegeben. Trotzdem kann gerade er in Sachen ’Schauspiel’ punkten, da alle anderen eigentlich nur Faxen machen.

Wenn ihr meint, Bildunterschriften
von FilmFlausen.de seien dämlich,
dann schaut euch mal die
auf der 'Feuerwalze' VHS an!

’Feuerwalze’ ist ein alberner, aber nicht wirklich hochkarätiger Gute-Laune-Film, den sich jedoch jeder Abenteuer-Fan und Spassvogel ruhig gönnen darf, am besten gepaart mit einer Flasche Rum und ’nem Panama Hut.

Nool






quatermainmini