Excalibur


‘No mortal could possess it! No kingdom could command it!’


Originaltitel: Excalibur (1981) Regie: John Boorman Drehbuch: Rospo Pallenberg, John Boorman (nach dem Buch von Sir Thomas Mallory)
Darsteller: Nigel Terry, Nicol Williamson, Gabriel Byrne, Helen Mirren,
Nicholas Clay, Cherie Lunghi & Patrick Stewart FSK: 12


Die Legenden und Geschichten um König Arthur und sein sagenhaftes Schwert haben sich den Machern von Filmen schon immer als großartige Vorlage angeboten, aber ich würde sagen, dass John Boormans ’Excalibur’ zu den schönsten Verfilmungen dieses Stoffs gehört.

Merlin wird gerufen


Zum Inhalt muss ich mich hier wohl nicht weiter auslassen, der dürfte allen bekannt sein (wem nicht, dem empfehle ich das Buch „König Arthur und die Ritter der Tafelrunde“ von irgendeinem der 1000 Autoren, die sich schon daran versucht haben oder für die, die es wirklich wissen wollen die erste schriftliche Version ’Le Morte d'Arthur’ von Thomas Malory), nur soviel:
Wo die anderen Regisseure sich meist nur einzelne Erzählungen oder Personen der umfangreichen Saga herauspickten, geht Boorman voll auf´s Ganze. Er lässt nichts aus, beginnt mit der Schlacht von Uther gegen Cornwall , zeigt Arthur, wie er als junger Knappe Excalibur aus dem Stein zieht, wie er die Ritter der Tafelrunde um sich sammelt, die Liebesgeschichte zwischen Lancelot und Guenevere, Morganas Verrat, die Suche nach dem heiligen Gral und alles was sonst noch so dazu gehört.
Das sind ’ne ganze Menge Geschichten, die sich da auf etwas mehr als 2 Stunden drängen. Es gibt Liebe, Verrat, Ehre und natürlich Magie. Ich kann mir gut vorstellen, dass man da als Erstseher, der versucht, alles mitzubekommen etwas überfordert ist. Dabei ist es doch so einfach: hinsetzen und genießen.

Arthur findet das Schwert

Zu Musik von Carl Orff und Richard Wagner gibt es wunderbare Bilder zu sehen. Ob es nun der grüne, dichte Wald ist, in dem sich Lancelot und Guenevere heimlich treffen, König Arthur, der einsam und verzweifelt durch die Lande reist oder eine blutige Schlacht im grauen Nebel.
Höhepunkt ist dabei sicher die letzte Schlacht. Arthur und Mordred stehen sich zum entscheidenden Zweikampf auf trostloser Ebene, umgeben von toten Rittern, vor einer riesigen roten Sonne gegenüber… das würde ich mir sofort als Gemälde übers Sofa hängen.
Ein optischer Genuss sind auch die von Pailletten, Tüll und Glitzer bestimmten Kostüme und Kulissen, die bunten Nebelmaschinen-Wolken und die auf Hochglanz polierten Ritterrüstungen. Die sind sicher dem Umstand zu verdanken, dass dieser Film ein Produkt der frühen 80er-Jahre ist und vermitteln Fantasy-Märchenstimmung pur.

Lancelot und Guenevere

Boorman entschied sich bei der Auswahl der Schauspieler für zur damaligen Zeit noch eher unbekannte Nasen. Darunter auch Liam Neeson (Gawain), Gabriel Byrne (Uther) und Patrick Stewart (Leondegrance). Nicht ohne Grund, schließlich sollte die Story und nicht die Schauspieler im Vordergrund stehen. So bleibt es bei der schnell voranschreitenden Handlung dann auch für die meisten bei einem kurzen Gastauftritt. Nur Nicol Williamson (Merlin), Helen Mirren (Morgana) und Nigel Terry (Arthur) bleiben uns die ganze Zeit über erhalten.

Parcival sucht den Gral
und landet bei Morgana und Mordred

Zum Abschluss kann ich mich hier nur nochmal wiederholen, ’Excalibur’ ist ein wunderschöner Film zum Genießen und immer wieder anschauen und es bleibt mir nichts weiter zu tun, als euch hiermit den ultimativen Universalzauberspruch mit auf den Weg zu geben: ’Analnatrach utwas betat dochjeldienweh…’

Leone